Trauer nach so langer Zeit noch möglich?

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5 Antworten

Hallo Perser...,
darf ich deine Frage umstellen?
Denn dass Trauer so lange möglich ist, spürt ja keiner besser als du.
Und dass die Frage nach der Normalität (also nach "Durchschnitt"?;) hier keine Rolle spielt, ist auch klar.

"W a r u m  trauerst du noch so sehr?"
Diese Antwort scheint mir auch offensichtlich: Weil offenbar noch nicht 'genug' getrauert wurde, du dich noch an der Trauer festhälts und wohl noch etwas zu betrauern ist.

Du hast sie noch nicht losgelassen, nicht?
Sie möchte vielleicht so gerne da oben Himmelmäuse fangen, ist aber noch mit ihrem trauernden Perser beschäftigt. Sie ruft den anderen zu, "Fangt ihr schon mal an, ich hab hier noch zu tun...!"

So abwegig ist das alles gar nicht,
das Leben geht zu Ende und das Ende, der Verfall des Körpers ist ganz natürliche Realität! Und wir erinnern uns so gerne noch, holen alte Fotos raus und schämen uns nicht unserer auch späten Tränen. Und vergessen dabei aus lauter Selbstsucht, wie wunderschön die, wenn auch kurze, Zeit der Katze war...! Sie hat es so gut bei dir gehabt.
Und sie würde jetzt aber auch gerne... (sie zeigt mit der Pfote zu den anderen :-)

Du hattest jetzt zehn Jahre ohne sie gelebt - aber nur halb gelebt, nicht wahr? Jede neue Katze wäre dir wie Betrug vorgekommen. Oh, das kenne ich! Und es ist irgendwann vorbei und dann wird(!) auch Platz sein für eine andere Katze,... die dich jetzt nötiger braucht als deine liebe tote Katze. Sie IST drüben bestens aufgehoben!  :- )
Ob nun eine Neue ins Haus kommt oder nicht, aber deine süße Katze verlangt, dass du eben nicht mehr nur 'halb' lebst und vor allem: Sie endlich loslässt! ;- )


Ich denke wenn man einen Freund verliert trauert man mehr oder weniger das ganze Leben, abhängig von der Wichtigkeit des Lebewesens im eigenen Leben.

Ob Katze oder Mensch ist egal.

Die einzige Frage die sich stellt ist, ob es gut für dich ist und noch so ist, dass eine andere Tierart so wichtig war und ob es ebenso für dich wichtige Menschen in deinem Leben gibt. Denn das sollte so zumindest in jungen Jahren sein, sonst würde ich mir schon Sorgen machen und den Fokus mehr Richtung Menschen lenken.

Meine Katze wurde 17, als ich sie durch den Tierarzt, gehen lassen musste. Eine unheimlich schwere Entscheidung. Und ich trauere immer noch um sie, wenn das Gespräch auf meine Mietze kommt. Das ist nun 2 einhalb Jahre her.

Sie liegt bei meiner Mutter im Garten, zur letzten Ruhe...daran komme ich nicht vorbei, und habe auch Bilder von ihr in meiner Wohnung oder auf dem Handy.

Ich werde immer um sie trauern. Mal weine ich noch, mal nicht. Ich denke ja, das ist normal.


Wer legt fest, was "normal" ist? Man sollte einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier niemals vergessen ...

Möglicherweise würde dich eine neue Katze ablenken.

Ja.
Jeder verarbeitet verschiedene Ereignisse unterschiedlich.

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