Trauer mit Kollegin besprechen?

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5 Antworten

Man kann die Trauer nicht verdrängen und es würde dir sehr gut tun über deine Gefühle diesbezüglich zu reden.

Du kannst die Kollegin der Verstorbenen fragen, wie sie mit dem Tod von .... umgegangen ist, dass du es gegen Aussen verdrängt hast aber schlecht damit klar kommst.

Du wirst automatisch spüren, wenn das Mädchen abblockt von diesem Thema und dann musst du an dieser Stelle auch nicht mehr weiter gehen.

Wichtig aber ist, dass du mit jemandem darüber reden kannst....vielleicht mit deinen Eltern, Grosseltern oder wirklich mit einer Fachperson.

Gucke doch mal, ob es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe gibt zu diesem Thema, das dich so sehr beschäftigt, dass du darob dein eigenes Leben zu vernachlässigen beginnst.

Ich wünsche dir viel Kraft und den Mut etwas zu unternehmen, damit die Freude wieder zurückkehren kann. 

He Bro, trauer nicht mehr um die Toten, trauer um die Lebendigen, selbst den Toten geht es nicht so schlecht wie ihnen, sie trauern auch wenn sie könnten.

Wir sind Menschen und haben Verwundbarkeit, damit musst du leben. Wenn wir Schmerz fühlen wissen wir immerhin dass WIR noch leben.

Vielleicht hast du einfach nur gesehen, dass deine Freundin weiterlebt und wenn es nur für dich sein wird. Du hast deine Ängste nicht genau beschrieben und vielleicht, wenn du deine Ängste nicht kennst, ist es normal, dass du Angst vor etwas hast. Was könnte sie schon verraten, was dich als Menschen nicht bestätigen könnte?

Ich stelle es mir schwer für dich vor, wenn deine Kollegin dich an deiner Freundin erinnert. Wenn ihr in einer engeren Beziehung steht, sollte sie jedenfalls von deinem Schicksalschlag wissen, versuch es weiterhin nicht weiter aufzuwühlen. Wir sollten reden bevor wir Platzen doch niemanden  damit belasten. Die Toten haben einfach nichts mit dem Leben zu tun, du musst dich von ihnen verabschieden.

Und ich sage nicht, dass du nie wieder an sie denken kannst, aber du solltest sie nicht auf deine kollegin projizieren, verstehst du. Wenn sie sich auch kannten, dann verbindet euch etwas und will euch sicher nicht trennen. Sie bleibt immer bei dir und denen, die sie in guter Erinnerung haben, das find ich schön rauszulesen. Aber lege dir ans Herz, dich aus der materiellen Welt von ihr zu verabschieden, du kannst ihr einen Tag im Jahr schenken und Dinge die dich an gutes erinnern nicht wegschmeißen, aber dies alles ist nur wichtig für dich. Du bist ihr nichts schuldig, es wird Zeit den Kopf wieder zu erheben, das Leben ist schön, doch leider gehört uns immer nur 1 einziger Moment bevor dieser Moment zu einer Erinnerung wird. Aber solange du die Erinnerung tragen kannst freue dich sie erlebt zu erhaben und vorallem zu erleben.

Weißt du, in anderen Ländern trauert man garnicht um Tote, man feiert ihr Leben, doch verabschiedet sich von ihnen, das ist wichtig für die Verblieben, erst weint und trauert man und zur beerdigung oder verstreuen der asche ist man wieder froh, so ist das Leben. Dort ist das Thema mit dem tot auch kein heikles Thema wie hier, das man nicht darüber spricht und Sterne deutet, weil alle genau zu glauben wissen woraus sie bestehen.

Ich kiffe bald solange wie du alt bist, nichts anderes, kein alkohol. heb dir das noch ein paar jahre auf, ist nur mein tipp um auf ne gute richtung zu gleisen. Versuch es mindestens auf den Tagesende zu regulieren, wenn du dann aufstehen kannst. Jeder kommt unterschiedlich damit klar, aber es geht darum dass du damit KLARKOMMST! peace out

Hallo,

ich kann Deine Trauer gut nachvollziehen! - Es tut mir sehr leid, dass Du Deine Freundin verloren hast!

Ja, ich denke auch, dass es doch vielleicht ein Versuch wert wäre, Dich mit dieser Freundin,  die Deine Freundin auch von der Schule her kannte, einmal darüber zu unterhalten - am besten auf neutralem Boden, in einem Cafe oder so. - Hab keine Angst, sie wird es verstehen! - Denn sie wird ihre Freundin von damals ja ebenso vermissen!

Trauer zu verdrängen ist nie gut. - Dass Du angefangen hast zu kiffen,  (verzeih, dass ich das kurz mal ansprechen muss!) darin seh ich nur eine logische Folge davon, dass Du Deine Trauer immer krampfhaft zurückgehalten hast (unterdrückt - wie Du Dich ausgedrückt hast), Deine Gefühle in Dir eingesperrt hast und mit niemandem geredet hast. - Weißt Du, wenn man Trauergefühle in sich verbirgt und quasi in sich einsperrt, dann passiert auf Dauer das, dass man irgendwann daran erstickt (seelisch - und ja, auch körperlich), dass diese - unterdrückten - Gefühle einen praktisch auffressen.

Trauern ist wichtig - für unser weiteres Leben, für unsere Zukunft. Trauern gehört zum Leben dazu. Man kann sie nicht ausklammern. Und man darf sie auch nicht unterdrücken, unterdrückte Trauer holt uns IMMER irgendwann - vielleicht zu einem viel späteren Zeitpunkt - in total krasser und verzerrter Form wieder ein. Trauer muss raus, sie muss gelebt, ausgelebt werden.

Wie kann das gehen? - ZB. in dem Du Deine Tränen, wenn sie kommen, einfach laufen lässt, nicht krampfhaft unterdrückst. Tränen - Kummer-und Leid-Tränen enthalten giftige Stoffe, die auch den Körper krank machen, wenn sie nicht rausgelassen werden. Bei Zwiebel-Tränen fehlen diese giftigen Stoffe. Es heißt nicht umsonst, "Tränen waschen den Staub von der Seele!" - Oder Du rennst in den Wald, und schreist mal alles raus, was Dich belastet. Holzhacken oder der gleichen ist auch ein gutes Mittel, sich körperlich abzureagieren. Aber auch sich erinnern, Erinnerungen bewusst sammeln (denn wir haben doch nur noch unsere Erinnerungen, wenn wir einen innig geliebten Menschen verloren haben) sie sind ein kostbarer Schatz, der uns die Trauer erleichtert und uns trösten kann! Schreibe Deine Erinnerungen auf, geh zum Grab, oder mach bei Dir daheim ein Gedenkplätzchen, das Dich an sie erinnert! - All das ist zwar auch sehr schmerzhaft - aber eben auch sehr heilsam, hilft uns Abschied zu nehmen,. hilft uns aber auch unser Leben mit dem Verlust weiterhin leb-bar zu machen!

Wenn Du Hilfe dabei brauchst, dann würde ich Dir dringend einen professionellen Trauer-Begleiter empfehlen, oder eine Trauergruppe, in der sich auch andere Trauernde befinden, die mit Dir das gleiche Schicksal teilen. Einen guten Trauerbegleiter findest Du am besten, wenn Du Dich an Deinen örtlichen Hospizverein wendest (in JEDEM größeren Ort gibt es mittlerweile solch ein Hospizverein) - die können Dich optimal beraten bzw. Dich an einen guten Trauer-Begleiter vermitteln. - Bitte wende Dich NICHT an sogenannte Psycho-Therapeuten - denn da gibt es gute aber auch schlechte, und im Branchen-Verzeichnis siehst Du nichts, ob diese auf das Gebiet der Trauerbegleitung spezialisiert sind! - Hospize kennen sich aus und können Dir einen guten Spezialisten vermitteln!

Ich wünsche Dir für die Aufarbeitung ganz viel Kraft und dass Du irgendwann wieder leben kannst - mit Deinem Verlust umgehen und weiterleben kannst!

Alles Liebe und Gute!

Hey,

ich glaube es hat dir sehr gut getan mit jemand zu reden und auch diesen Text zu schreiben.

Du hast dir jetzt alles von der Seele geredet/geschrieben und ich wünsche dir dass du jetzt positiv in die Zukunft blickst....

so unter den Motto:

Das Leben ist schön -

von einfach war nie die Rede !

Lg

Du solltest dir professionell helfen lassen. Besuche hierzu einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie.

ApfelBirneSalat 12.07.2017, 16:11

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie.

Was soll denn der Unfug? - Die Trauer "weg-therapieren" lassen? - Bei Trauer hilft kein "Facharzt für Neurologie" - sondern einfach nur trauern! - Und - wenn nötig, die Hilfe eines professionellen Trauer-Begleiters in Anspruch nehmen!

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piobar 12.07.2017, 16:17
@ApfelBirneSalat

Es ist eine Traumvorstellung, dass eine Therapie das Problem beseitigt. Eine Therapie ist eine Hilfestellung um mit der Situation sich einigen zu können und keine Konditionierung und Programmierung.

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