Transistor Bezeichnungen Technische Daten?

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2 Antworten

Wichtiger als der richtige Transistor (ich wüsste jetzt aus der BC-Serie keinen, der für 5V und 100 mA völlig ungeeignet wäre) ist die richtige Schaltung. Erste Hinweise hier, in Kapitel 2:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/powsw1.htm

Braucht Dein Gerät 5 V? Dann muss Deine Stromversorgung ca. 5.5 V bereitstellen, denn anders als ein Relais schluckt ein durchgeschalteter Transistor einen Teil der Spannung. Ob 0,25 V oder 0,5 V ergibt sich dann doch erst aus dem Datenblatt (hoffentlich - manchmal auch nicht, dann muss man selber messen)
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BC107_8_9_A_B_C-CDIL.PDF

Wenn Dein Gerät mit 4,5 V auskommt, ist es gut. Wenn Du 5,5 V bereitstellen kannst, ist es auch gut.

Ansonsten brauchst Du ein Relais, das vom Transistor angesteuert wird, und das dann die vollen 5 V für Dein Gerät liefert.

Bei induktiven Lasten (Relais auf jeden Fall, evtl. auch Dein Gerät?) eine Freilauf-Diode vorsehen, damit es keine schädlichen Spannungsspitzen beim Abschalten gibt.

Rndmnme 08.07.2017, 15:29

Ich hatte vor dahinter einen Optokoppler zu schalten, damit auf kein Fall etwas auf meinen PI zurückfällt, wenn ich Fehler mache. Ich hoffe der kann diesen Spannungsabfall ab. Ansonsten habe ich vergessen zu sagen, dass der Transistor maximal bei 7,5V 110mA abkönnen muss. Würde da dieser Transistor funktionieren?

https://www.conrad.de/de/transistor-bjt-diskret-stmicroelectronics-tip41c-to-220ab-1-npn-161861.html

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TomRichter 08.07.2017, 22:16
@Rndmnme

Einen Optokoppler für 100 mA? Bist Du sicher?

Wie kommst Du auf diesen Transistor? Verwendest Du auch Kanonen gegen Spatzen? Der Transistor ist für mehrere Ampere ausgelegt, das erkennt man sogar ohne Datenblatt am Gehäuse und an der Kategorie "Leistungstransistor".

Da ich nicht weiss, was Du mit "abkönnen" meinst, kann ich dazu nichts sagen. 7.5 V zwischen Basis und Emitter verträgt fast kein Transistor. 7.5 V zwischen Emitter und Collector verträgt jeder.

Ob es funktioniert, kommt auf Deine Schaltung an. Aber das habe ich schon mal geschrieben.

Ich habe das Gefühl, dies sei Dein erstes Elektronik-Projekt. Da solltest Du Dir besser erst mal ein Breadboard, eine Handvoll Widerstände und  Transistoren zulegen und ein paar Experimente machen. Multimeter und Labornetzteil nicht vergessen - muss beides nicht wirklich teuer sein.

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Gluglu 09.07.2017, 09:06
@TomRichter

Naja... der BC547 ist sicherlich nicht für mehrere Ampere ausgelegt. Aber so wie sich die Frage liest hat der Fragende so ziemlich kaum eine Ahnung von Elektronik. Wenn er da einen Optokoppler einsetzen will, wo er nur ein paar wenige Ohm mit der LED des Kopplers in Reihe schalten muß, wird er auf der PI- Seite kaum was falsch machen können. Durch den Koppler ist dann der PI wirklich auch rückwirkend gegen die Lastseite geschützt denn da passieren ja die Auas! Preislich gesehen würde ich hier schon sagen, dass der Einsatz von Optokopplern in jedem Fall eine geldwerte und lohnenswerte Investition wäre. Danach kann er ja einen Transistor schalten... oder aber einen ULN: Der kostet nur ein paar Cent, hat mehrere Kanäle die zudem auch noch relativ viel abkönnen. Gegen Masse würde er mit dem NPN ja sowieso schalten; da hat er mit einem ULN das gleiche Ergebnis und muß nicht noch mit Basiswiderständen basteln.

Mfg

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TomRichter 09.07.2017, 15:25
@Gluglu

> der BC547 ist sicherlich nicht für mehrere Ampere

Der nicht. Aber wenn Du - da bei Dir die Einrückungen anscheinend nicht angezeigt werden - die Striche vor den Kommentaren zählst, stellst Du fest, dass meine Aussage sich nicht auf BC547, sondern den TIP41C aus des Fragestellers  Kommentar bezog.

Ein Optokopller PI-seitig wäre eine Möglichkeit - der Fragesteller wollte ihn aber lastseitig (so habe ich sein "dahinter" verstanden) einbauen.

ULN ist auch keine schlechte Idee. Sowas
https://www.reichelt.de/ICs-U-ZTK-/ULN-2803A/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=2921&ARTICLE=22085

wäre zwar fürchterlicher Overkill, hat aber den Vorteil, dass man da nicht viel falsch machen kann. Einziger Nachteil könnte der relativ hohe Spannungsabfall von 0,85 V bei 100 mA sein.

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Schau dir diesen Standard-Transistor an:

https://www.reichelt.de/BC-BCY-Transistoren/BC-107B/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=2881&ARTICLE=4904

Die maximale Spannung zwischen Kollektor um Emitter ist 45V, die wirst du hier nicht überschreiten. Gleiches gilt für den Kollektorstrom, der maximal 200 mA betragen darf.

Die Verlustleistung im durchgeschalteten Zustand ist bei deiner Schaltung etwa 0,2 * 0,1 = 20mW, also deutlich geringer als die maximal zulässigen 0,6 Watt. Diesen Transistor könntest du also verwenden.

Rndmnme 08.07.2017, 12:46

Danke.

Wie meinst du das mit Verlustleistung in durchgeschaltetem Zustand und wie kommst du auf die 20mW?

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Eibek 08.07.2017, 15:35
@Rndmnme

Wenn du die Basis über einen Widerstand von ca. 680 Ω an GPIO anschließt, fließt ein Strom von ca. 5 mA. Dann wird der Widerstand der Kollektor-Emitterstrecke minimal. Wenn dein Verbraucher jetzt zwischen Kollektor und der Versorgungsspannung (ca. 5,2 V) liegt und er einen Innenwiderstand von ca. 50 Ω hat, fließt ein Strom von ca. 100 mA durch die Kollektor-Emitterstrecke und den Verbraucher. Das ist der durchgeschaltete Zustand. Der Spannunsabfall längs der Kollektor-Emitterstrecke beträgt dann 0,2 V. Bei einem Strom von 100 mA ist das eine Leistung von 20 mW, 

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TomRichter 09.07.2017, 15:32
@Eibek

Gut erklärt - aber wie kommst Du auf die 200 mV? Das bei reichelt verlinkte Datenblatt sagt

Collector Emitter Saturation Voltage VCE (sat)

(bei IC=10mA, IB=0.5mA):0.25 V

(bei IC=100mA, IB=5mA): 0.60 V

100 mA und 5 mA sind die vom Fragesteller angestrebten Werte.

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Eibek 09.07.2017, 15:52
@TomRichter

Das sind die spezifizierten Maximalwerte, die tatsächlichen Werte sind ja kleiner. Ich gehe immer von typischen 0,2 V aus.

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