Transgender im Film: Sollten Transgender-Rollen nur an Transgender-Schauspieler vergeben werden?

20 Antworten

Hollywood Filme haben einen zweck: Geld einspielen. Es geht darum fähige, berühmte Schauspieler zu finden, die Zuschauer in die Sääle locken. Kennt jemand so einen Trans-Schauspieler? Eben, ich auch nicht. Es geht denen reinums Geld, und nicht um irgendeine Agenda zur sozialen Gerechtigkeit oder Quotenerfüllung, und wie man nach The Last Jedi und "Solo" sieht ist sowas auch reines Box Office Gift ^^.

Ich prsönlich will fähige Schauspieler in guten Rollen sehen. Weder Schauspieler die die Rolle nur aufgrund Ihres geschlechts oder Ihrer Hautfarbe bekommen haben, noch Rollen die für die Handlung völlig überflüssig sind und nur erschaffen wurden um irgendwelche Meckerer mit einer Quote zufrieden zu stellen.

Der Quotentransgender :)

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Kennt jemand so einen Trans-Schauspieler?

Einige der bekanntesten:

Michelle Hendley in "Boy Meets Girl"
Saga Becker in "Something must break"
Trace Lysette und Alexandra Billings in "Tranparent"
Jamie Clayton in "Sense8"
Harmony Santana in "Gun Hill Road"

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@joangf

Weder von den Leuten noch von den Filmen je was gehört, und ich denke ich bin nicht der einzige. Waren den Produzenten wohl auch nicht bekannt genug, das war mein Punkt. Hab ja nicht gesagt es gäbe keine Trans-Schauspieler ^^

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@CounterMonkey
Weder von den Leuten noch von den Filmen je was gehört,

Du hast noch nichts von Transparent und Sense8 gehört? Erstaunlich.

Dass du die Filme und Schauspieler nicht kennst, kann ja sein, wenn du nur auf Hollywood stehst, aber Fakt ist, dass es solche Schauspieler gibt. Für eine umfassendere Liste, siehe hier:

https://www.imdb.com/list/ls072599514/

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@joangf

Ja es gibt sie, aber sie sind ja scheinbar nicht die Publikumsmagneten nach denen man sucht, sonst hätte man sie gecastet ;) Ich mag alles mögliche, mche aber keinen Hehl draus dass ich mit Indie Filmen meist nicht viel anfangen kann ^^

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@CounterMonkey

Solange man sie nicht castet, können sie auch nicht zu einem Publikumsmagnet werden...

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@joangf

Wie haben es dann alle anderen Stars geschafft? Die haben auch vorher x unbekannte Streifen gedreht bevor sie für die große Leinwand entdeckt wurden.

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@CounterMonkey

Richtig. Und genau zwischen "x unbekannte Streifen" und "für die große Leinwand entdecken" sind wir da gerade. Und natürlich ist es auch ein Unterschied ob du einen transidenten Schauspieler in irgendeiner Rolle einsetzt, in der das sowieso keine Rolle spielt, oder ob die Transidentität Teil des Films ist. Denn an letzteres Thema wagt sich Hollywood eher ungern ran, auch weil die Zielgruppe wesentlich kleiner ist.

Scarlett Johansson hatte dazu auch gerade einiges zu sagen:

https://www.thedailybeast.com/scarlett-johansson-reveals-hollywoods-big-transgender-problem

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Heteros spielen ja auch Schwule und umgekehrt. Wieso sollte man da jetzt "Ausnahmen" machen.

Lass dir doch mal den Begriff "Schauspieler" auf der Zunge zergehen und analysiere ihn...: Es beschreibt u.A. eine Person, die sich in eine fiktive Rolle versetzt und einen anderen Menschen mimt.

Diese Rolle kann alles mögliche sein: Ein Tier, ein Mensch, ein Alien oder sogar ein Baum oder Gegenstand...

PS: Wer kennt das, wenn jemand in der Schule bei der Theateraufführung "den Baum spielen" musste??? Da haben die auch keinen echten (sprechenden) Baum benutzt :)

Stell dir das mal bei Marvel verfilmungen vor...der Cast dauert sicher ganz schön lange, bis man echte Superhelden findet, die die Rollen spielen :D

Oder Star wars....bis man genug Jedis für einen Film zusammen hat, das dauert :D

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Ich denke, dass es auf den Grund ankommt, warum Transgender-Personen diese Rolle nicht bekommen haben. Ich glaube nicht, dass bei einem Transgenderfilm politisch Rechte mitwirken und deshalb die Rolle verwähren. Das wäre aber ein Grund, dagegen zu sein, wenn er eintreten würde. Sicherlich sind alle Mitwirkende für Transgenderrechte. Also ist es wahrscheinlicher, dass die Fähigkeiten als Schauspieler bewertet werden. Es gibt nicht so viele Transgenderschauspieler. Somit auch proportional weniger mit guten schauspielerischen Fähigkeiten. LGBTQ steht für Gleichberechtigung. Wieso sollte man nicht transsexuellen Schaquspielern so etwas verbieten? Es wäre wie wenn man einem, der sich als heterosexuell identifiziert, verbietet, Jungs anzugucken, da er sich ja in diese verlieben könnte. Wenn nun aber der nicht-transgender Schauspieler sich darüber lächerlich macht, was eigentlich bei so einem Film nicht passieren kann, muss man ihn sie entlassen... Darf man es Schauspielern verwähren, sich selbst in so einer Rolle auszutesten und so eine Rolle einzunehmen? NEIN! Niemals.

Eventuell kommt in einigen Jahren dann so etwas raus, dass es dem Regisseur nur ums Geld geht und er diese Transgenderrechte nicht supportet bzw. gar nicht zulassen will. Heutzutage sind solche Filme sehr angesagt und können selbst Anti-Transgender-Regisseure anziehen.

Ich weiß, es ist lange her, aber trotzdem: das ist ein Film. Ob der Regisseur Transgender-Rechte gut oder schlecht findet, ist seine Privatmeinung. Es ist einfach seine Arbeit einen guten Film zu machen. Wer einen Film über einen Verbrecher macht, muss kriminelle Handlungen nicht unterstützen. Wer einen Film über eine Sekte macht, muss es nicht unterstützen. Wer einen Film über eine Feministin macht, kann privat trotzdem ein Macho sein.

Egal ob Regisseur oder Schauspieler: das ist ihre ARBEIT, nicht mehr und nicht weniger.

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An und für sich sicher eine gute Idee.

Wobei ich es für einen Film wichtiger finde, eine Rolle mit einem Schauspieler zu besetzen, der in die Rolle passt. Unabhängig von der Identität des Geschlechtes. Wenn es also ein Transgenderschauspieler wird, weil er total gut in die Rolle passt - super. Und wenn es keiner wird, weil eben eine anderer Schauspieler die Rolle besser spielt - auch okay.

Es haben auch schon Frauen Männer gespielt und umgekehrt und das gute gemacht. Wenn es passt, warum nicht.

Es gehört zur Berufsbeschreibung eines Schauspielers (geschlechtsneutral) etwas darzustellen was er nicht selber ist. Wenn man ihnen das wegnehmen würde, indem mn verlangt dass Schauspieler nur mehr spielen dürften was sie selber sind, gibt es keine (guten) Filme mehr.

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