Tragen männliche Angehörige von Naturvölkern einen Lendenschurz aus Scham oder zum Schutz?

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6 Antworten

Das ist von Volk zu Volk verschieden. In Südamerika lebt ein Indianerstamm bei dem die Männer nackt herum laufen. Sie tragen jedoch eine dünne Schnur aus Pflanzenfasern um die Hüfte. An dieser Schnur befestigen sie ihren Penis. Das ganze hat nichts mit Scham oder Tradition zu tun. Sie machen es nur deshalb, weil der Penis sonst beim Laufen gegen die Schenkel schlägt und dabei ein winziges, klatschendes Geräusch entsteht. Bei der Jagd im Regenwald geht es immer um Leben oder Tod. Entweder für das Tier oder für die Jäger. Wenn sie ohne Beute heimkehren, müssen sie hungern und das kann den Tod bedeuten. Aus diesem Grund versuchen sie das klatschende Geräusch zu unterbinden, so dass kein Tier sie hören kann.  

In Nordamerika, auf dem Breitengrad von Florida bis Kalifornien waren die Männer vor der "Weißen" Besiedelung ebenfalls nackt. Sie liefen mit einem Fell mit einem Schlitz herum. Dieses Fell zogen sie sich am Tag wie einen Poncho über den Kopf und in der Nacht wickelten sie sich in dieses Fell ein. Unter herum waren sie nackt. Zu dieser Zeit hatten sie ja noch keine Pferde und konnten keinen Besitz anhäufen. Denn als Nomaden mussten sie ja auf ihren Wanderungen alles tragen. Ihren Hunden legten sie ein Travoi über und ließen sie ein paar Felle für den Bau einer winzigen Rundhütte schleppen. Ganz kleine Kinder wurden von Müttern getragen. Die etwas größeren Kinder durften hin und wieder auf dem Travoi Platz nehmen. Ansonsten mussten auch sie laufen. Die Männer trugen nichts als ihr Fell und ihren Waffen. Sie mussten ja die Gruppe schützen und konnten sich nicht mit irgend welchem Zeug belasten. 

Erst als die Spanier Pferde nach Amerika brachten und die Tiere sich über den ganzen Kontinent verbreiteten, wurden die Indianer zu Neureichen und konnten Besitz anhäufen. Die Frauen fertigten ihren Männern Kleidung und vermutlich als erstes einen Lendenschurz. So mussten sie nicht mit dem nackten Hintern auf dem Pferd sitzen. Erst später kamen Leggins, Hemden und richtige Winterkleidung dazu. Als dann die Gringos im Westen ankamen, sahen die Indianer so aus wie man sie aus den Filmen kennt. Davor waren nackte Wilde, nur mit einem Fell bekleidet. Das Ganze kann man nachlesen bei Cabeza de Vaca. ( Die Schiffbrüche des Cabeza de Vaca ) Er hat den Kontinent als erster Weißer zu Fuß durchquert und hat für seine Reise 8 Jahre gebraucht.   

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Natürlich aus Scham, den die wertvollen  "Kronjuwelen" sollten von den neugierigen Blicken der Frauen verborgen bleiben.

Da dich diese Thema scheinbar brennend interessiert, empfehle ich das Buch

DER MYTHOS VOM ZIVILISATIONSPROZESS, Band 1, NACKTHEIT UND SCHAM

von Hans Peter Duerr

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Seien wir ganz ehrlich: Ein Lendenschurz schützt vor fast gar nichts.
Es liegt also nahe, dass die Männer also aus Scham handeln.

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Lendenschutz war das typische Kleidungsstück der Indianer Nordamerikas. Auch in Japan wurde so ein Teil verwendet. Heute ist es überwiegend in Afrika zu sehen. 

Es sollte die Geschlechtsteile verbergen aber auch als Ausdruck einer Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft oder Ethnie sein. 


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Der Lendenschurz schützt eigentlich nicht, sondern bedeckt nur die Blösse der männlichen Geschlechtsteile 

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das ist der lendenSCHUTZ .

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Kommentar von Meatgrinder
18.01.2017, 13:59

Nein es heißt "Lendenschurz".

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