Trägt man am Suizid anderer mit Schuld?

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es ist sicher nicht leicht für Freunde oder Angehörige, wenn ständig solche Ankündigungen kommen, jeder hat selber auch seine Probleme und muss kämpfen, da kann man nicht immer 100% korrekt handeln und immer alles richtig machen , in letzter Konsequenz ist es ihre Entscheidung gewesen , und wenn du selber sagst, ihr hab ihr immer eure Hilfe angeboten, mehr könnt ihr ja auch nicht machen, ihr seid ja auch nur Menschen oder?

Ist es eine Frage der Schuld? Oder ist es nicht viel mehr eine Frage der eigenen Stärke. Kein Mensch trägt die alleinige Verantwortug für Dinge, die ein anderer Mensch tut. Im Falle eines angekündigten Suizids ist es oft sehr schwierig die Lösung sofort griffbereit zu haben. Das Beste, das man als Außenstehender tun kann, ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, sich zu informieren und professionelle Hilfe zu holen, sei es auch nicht zwangsläufig durch einen Psychiater. Manchmal helfen Sozialarbeiter oder Menschen mit schweren Schicksalsschlägen weiter. Literatur oder auch nur zuhören. Hinterfragen was den Wunsch zu sterben auslöst. Suizidgefährdete Charaktere haben im Falle dessen dass sie es ankündigen, den Wunsch nach Aufmerksamkeit, es ist ein Hilfeschrei. Ein Schrei nach Kraft und Halt. Weil man in sich selbst die Lösung nicht mehr sieht und sich nutzlos und wie Dreck fühlt. Dadurch, dass der jenige aber so empfindet, wird er meist auch noch so behandelt. Stößt auf Unverständnis. Hilfe nehmen die meisten nicht an, weil sie sich schämen. Das geht vielen Kranken so, die Hilfe verweigern. Meistens ist es dann ein Weg, dass Außenstehende sich Hilfe holen und ihr Verhalten damit eine Veränderung beim Anderen bewirkt. Selbst wenn dies nicht klappt, so hat man dennoch alles getan, was möglich war. Liebe ist hier oft das Zauberwort. Liebe, Geduld, Verständnis und Gespräche, weil die Liebe zu sich selbst, ebenso wie das Gefühl für sich selbst ist irgendwann wegen irgendetwas verloren gegangen.

Sie war sicher schon lange depressiv,gerade diese Hochs und Tiefs sind typisch.Die Ursachen liegen irgendwann in der Kindheit.Dort hat man irgendwann nicht gelernt,Probleme zu lösen oder Frust auszuhalten oder da blieb ein Leere zurück,eine Einsamkeit oder ein Ausgeliefertsein.Was immer es war,irgendwann gibt es dann im Erwachsenenleben einen Auslöser,der alle Empfindungen wieder wachrufen.Die sind für andere nicht als so dramatisch anzusehen ,aber den Depressiven wird eine anscheinend normale Situation unerträglich.Nur ärzte hätten helfen können-keine Lebensgefährtin und keine Familie.Da die Familie im Unterbewusstsein spürt,dass dort die Ursache zu suchen ist,sind sie froh,dass sie jemand anderen schuldig erklären können.Sie werden sich dennoch nicht ewig damit beruhigen können.Es wird noch ein schmerzvoller Weg für alle.Aber Schuld ist daran keiner.Es ist einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände.Und es muss auch erlaubt sein,aus einem unglücklichem Leben auszusteigen.Das ist ihr freier Wille gewesen.

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