Totlangweilig wegen Arbeitslosigkeit?

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5 Antworten

was du auch tust, trinke keinen alkohol, sonst hast du das nächste Problem - mache dir eigene Projekte, mach den Haushalt, hilf Nachbarn, lass dich bezüglich Arbeit beraten, ev. gibt es Eingliederung psychisch angeschlagener in den Arbeitsmarkt, versuche rechtzeitig schlafen zu gehen, lies interessante Bücher, studiere etwas, mach etwas aus deinem Leben

Wie wäre es, wenn Du Dich in eine ambulante Therapie begibst? So ganz wieder hergestellt scheinst Du nicht zu sein. Evt. wären leicht antriebssteigernde Antidepressiva zusätzlich eine Hilfe, aber das kann natürlich nur ein Arzt entscheiden.

Alkohol trinken ist, mit Verlaub, die dämlichste aller Varianten, damit züchtest Du Dir schlimmstenfalls noch eine Suchterkrankung ran und wenn's ganz dumm läuft, kommt die Psychose wieder. 

Was hast Du denn vor der Erkrankung gemacht? Welche Hobbys und Interessen hattest Du? Hast Du denn gar keine Freunde, mit denen Du wenigstens kleine Dinge unternehmen kannst? 

Was ich Dir zusätzlich zur Therapie vorschlagen würde, ist Bewegung. Nicht unbedingt Fitnesscenter, sondern klein anfangen. Setz Dir für die nächste Woche genau EINEN Pflichtpunkt am Tag: dass Du nach dem Frühstück eine Stunde spazierengehst. Egal, wie das Wetter ist und was Du dann für den Rest des Tages machst. Das einzige, wozu Du Kraft und Willen aufbringen musst, soll dieser Spaziergang sein.

Ich kenn diese Antriebslosigkeit aufgrund depressiver Erfahrungen und dieser eine Tagesordnungspunkt bewahrt mich in Rückfällen immer vor dem allerschlimmsten Absinken. 

Also, Möglichkeiten, etwas zu tun, gibt es ja endlos viele. Das ist wohl eher ein Motivationsproblem bei Dir.

Vielleicht ist das auch ein leichter Fall einer postpsychotischen Depression - ich hatte so was nach meinen Psychosen ganz extrem.

Eventuell liegt es auch an einer zu hohen Medikamentendosis, die Du im Moment bekommst. Viele Neuroleptika drücken sehr auf den Antrieb und die Stimmung.

In jedem Fall würde ich empfehlen, dass Du mal mit einer Behandlerin redest. So wie Du es schilderst, sollte man da unbedingt was machen: wenn es an den Medis liegt, die reduzieren oder umstellen, und wenn es was Depressives ist, das entsprechend behandeln.

Kiffen sollte für Dich als Psychotiker übrigens Tabu sein. Obwohl ich natürlich verstehen kann, dass Du über die kurze Stimmungsaufhellung dankbar bist. Aber lösen wirst Du das Problem so nicht. Cannabis kann mit zur Entstehung von Psychosen beitragen und ist in der Hinsicht sehr gefährlich. Alkohol hat diesen Effekt auf Psychosen nicht unbedingt, ist aber natürlich auch nicht ohne.

Und was die Arbeit angeht, so kannst Du vielleicht erstmal mit einer Reha-Maßnahme oder so was anfangen. Vielleicht wendest Du Dich mal an eine Sozialpädagogin in der Klinik, in der Du behandelt wurdest. Oder Du fängst erstmal mit Arbeitstherapie an. Da wäre dann eine Psychiaterin die richtige Anlaufstelle.

Das klingt nach ausgeprägter Antriebslosigkeit, man möchte gerne was tun, bekommt aber den Hintern nicht hoch.

Das hat meist psychische Ursachen. Solltest du nochmal mit einem Facharzt abklären lassen, insbesondere weil du ja schon psychische Probleme hattest.

Such dir eine Arbeit und bis dahin solltest du Freunde treffen und Interessen nachgehen

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