Totale Vereinsamung / Isolation. Was sind die Folgen?

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3 Antworten

Wenn ein Mensch eingesperrt ist geht er sowieso daran kaputt egal ob mit oder ohne soziale Kontakte.

Wenn man sich aber mal überlegt, dass z.b. ein mensch eines morgens aufwacht und plözlich ALLE anderen menschen weg sind und für immer weg bleiben. Er wäre ganz allein und wäre erstmal unter Schock weil er keine sozialen Kontakte mehr hat. Nach einiger Zeit ca. 3 jahre würde er vermutlich depressiv werden , nach weiteren 15 jahren würde er das sprechen verlernen.

Die ersten paar Monate bis zu 3 Jahren würde nichts weiter passieren ausser das der Mensch durch die Welt geht und nach anderen menschen sucht. Die ersten 2-5 Monate würde der mensch sich aber in seinem gewohntem Umfeld aufhalten weil er noch unter Schock steht.

Das ist aber alles veranlagt, weil vor mehr als 70.000 Jahren waren die Menschen vom aussterben bedroht und es gab weltweit weniger als 2000 menschen. Einzelne Menschen haben oft ihre Angehörigen verloren und mussten Monate oder Jahre lang allein umherziehen um andere zu finden. Es kam auch vor, dass einzelne Personen mehr als 15.000km laufen mussten um wieder auf andere Menschen zu treffen, manchmal waren sogar welche bis zu 10 Jahren ganz allein und sind letztendlich gestorben.

Ich hab mal von einem Fall gehört, dass 2 Männer 40 Jahre allein im Dschungel überlebt haben. Es kam auch schon vor dass ein einzelner mann Monate lang allein auf einem Rettungsboot im meer umhergetrieben ist und er war trotzdem danach normal.

Wie sehr ein mensch sich ohne soziale Kontakte verändert kommt immer darauf an wie er aufgewachsen ist. Wenn ein Mensch schon immer allein war wird er keinen unterschied merken.

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Kommentar von Dojando98
08.07.2016, 00:50

hm gute Antwort und sehr interessant! Vielen Dank :)

Und jetzt wo du es sagst, an beide Fälle erinnere ich mich auch, auch wenn ichmich damals ncht mit ihnen beschäftigt habe. Ich denke ich werde sie mir nochmal ansehen.

Und nochmal danke :D

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Kommentar von SiebenSiebenAQ
08.07.2016, 01:13

ich finde deine Thesen sehr subjektiv es wird niemals 3 jahre bis zu schweren Depressionen brauchen !

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Kommentar von SiebenSiebenAQ
08.07.2016, 01:21

genauso warum verallgemeinerst du das bei deinem Weltuntergangszenario jeder Mensch  2 - 5 Monate lang unter Schock steht ?! Das ist eine sehr lange Zeit ! ich denke das man sich nach 2-3 Wochen oder auch nach mehreren Tagen aus einem " Schockzustand " befreit hatt .

Und kein normaler Mensch würde wenn er wüste das er ganz alleine auf dieser Welt wäre 2-5 Monate(!) warten bis er sein Unterschlupf verlässt viel zu depressiv !! alleine in der Kammer sitzen wenn man auch raus gehen kann ich denke selbst du würdest das nicht bringen 

Ich würde mal sagen gerade wenn dies der Fall ist würde man sehr viel rumlaufen und nicht erst nach Monaten sondern gleich alleine um mehr Abwechslung zu haben und nicht die flöhe husten hört

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Kommentar von Kitharea
08.07.2016, 11:11

Chillt mal ist doch trotz Allem nur Theorie

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Es gab früher solche art Gefängnisse, man dachte früher das totale Isolation den geist reinigen würde und dergleichen .

Erstmal dazu ich kann aus eigener Erfahrung dir sagen was dir bei Isolation blüht also bzw max zum supermarkt gehen so ungefähr .

Sozialphobie, schwere Depressionen, Agorarphobie schwund des Selbstbewusstseins, böser Realitätsverlust, Psychosen,  und soviele Effekte das die versmockten Herren Psychologen Proffessoren nicht mal einen Namen dafür kennen !

Es ist immer eine Sache, eine Sache zu studieren oder den Feldversuch selbst zu machen !!!

So sind die meisten Psychologen etc einfach nur gute Bücherwürmer können sich aber meist kein stück in dich hineinversetzen und erkennen somit die Wurzel des wahren problems nicht ! 

Das gibt es in vielen Bereichen " ( jemand der gut Auto fährt muss nicht wissen wie die Maschine funktioniert )

 aber sie geben Gegenteiliges vor um dein Misstrauen nicht zu wecken immerhin können sie dir ja helfen wenn sie die "Diagnose " schaffen.

Woher soll ein Psychiater/Psychologe wissen wie es ist eine psychose zu haben ?! alleine am Verhalten des Patienten kann man das nur schlecht ableiten und die richtige Behandlung fällt dabei auch schwer vorallem wenn er betreffenden Patienten nur eine halbe Stunde am Montag sieht und dabei auch die falschen Fragen stellt bzw beantwortet .

Deswegen werden auch etliche Fälle als " Psychose " abgestempelt was sich dann aber doch als falsch erweist und betreffende Personen bekommen über Jahre eine extrem giftige Nervenschädigende medikamentöse Behandlung .

Aber es gibt auch viele gute Theoretiker und (eher weniger) Menschen mit einem, ich möchte sagen, fast " paranormalen " Einfühlungsvermögen !

Das Ding ist hierbei immer das die studierten Psychologen und Psychiatern Herren Doktoren etc. meist aus guten stabilen Familien und lebensfreundlichen Umfeldern kommen. 

Ihre Patienten hingegen aus Isolation häuslicher Gewalt, Isolation, Leben in der Extreme, Kriegsgebieten, Drogensümpfen etc (um nur einige zu nennen) kommen.

Somit prallen 2 Gegensätze aufeinander wo Einer den Anderen nicht versteht, Unverständnis möchte ich da vorraussetzen .

Deshalb ist das Fachwissen gerade für den Patienten ja so extrem wichtig !

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Ein Mensch der der totalen Isolation wie in beschriebenen Gefängnissen ausgesetzt wird bekommt extrem schwere psychische Schäden es werden sich suicidversuche(möglich) und Wahnsinn als entkonsequenz einstellen .

Wie sich so jemand verhält ---> ja wie ist es Wahnsinnig zu werden ? das ist bei jedem anders und sieht auch bei Jedem anders aus .

Das Jeder krank wird ist sicher ! 

Vorallem bei der Reintegration in die Gesellschaft erkennt man "dein"  bzw das "Verhalten " denn in der Isolation spürst du nur einen Defizit der langsam immer weiter wächst und sich ausprägt das Denken verändert sich auch maßgeblich in der Isolation. 

Außerdem ist es auch ein sehr viel freudloseres Dasein das in starken Realitätsverlusten, Ersatzwirklichkeiten, paranoider Schizophrenie und Psychosen mündet. außer multiple Persönlichkeitsstörung kann/wird es so, zu vielen Zuständen kommen .

Doch kommen betroffene Personen wieder in Kontakt mit anderen Menschen so haben sie sozusagen bis auf das Sprechen alles verloren denn dies ist wie ein Muskel den man trainieren muss .

Sie haben in erster Linie mit schweren Angststörungen zu tun !

Sich wieder in eine neue Umgebung einzufügen die vorher  "Menschenabstinent " war, ist selbst für das Gehirn eine Aufgabe !

Dem entsprechend reagiert es auch und setzt eine ganze Pallette vielfarbiger und in allen geschmacksrichtungen verschiedener uminöse Effekte frei, stell dir zum Beispiel vor du hast Angst vor Menschen ohne welche zu haben !

Das nennt man dann auch Phobie das Gehirn reagiert so auf die Umstellung gefolgt von sozial Phobie, also der Angst sich in einem sozialen Umfeld zu bewegen, Agorarphobie z. Bsp.die Angst von deinem angestammten Ort oder Umgebung weg zu sein (agorarphobie umfasst noch mehr) und etliche unzählige andere Effekte für die es noch keine Namen gibt.

Paranoir, Misstrauen gegenüber allen Menschen bis hin zu Schizophrenie und ausgeprägten ernstzunehmenden Wahnvorstellungen. 

Dann ist es so durch die ganzen Angststörungen und der Verlust der Sozialkompetenz ist es für betroffene Personen fast unmöglich sich erfolgreich mit Personen zu unterhalten, bzw betreffende Personen wirken auf andere als"ängstlich" oder "Wunderlich" was wiederum zurück in die Isolation führen kann .

Die Insassen in diesen "Isolationshaftanstalten " wurden bei längeren Haftstrafen in der Regel alle verrückt,  sie bekamen schwere psychische Schäden die bishin zum Selbstmord gingen .

Eine der berühmtesten dieser Haftanstalten aus Amerika ist heute einer der berühmtesten Spukorte und für mehrfache Geistersichtungen bekannt .

dieses Gefängnis ich hab den Namen vergessen wo alle Zellentrackte Sternförmig ins Zentrum laufen .

Wenn ich noch näher auf die psychischen effekte eingehen soll schreib einen Kommentar

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Kommentar von Kitharea
08.07.2016, 11:23

Sehr ausführlicher Beitrag. Ich muss dir allerdings in einem Punkt widersprechen. Auch Therapeuten kommen nicht unbedingt aus einem heilen Elternhaus wie du das nennst. Ich kenne zumindest 2 die Schreckliches durchlebt haben (mal mehr mal weniger) und sich aufgrund dieser Erlebnisse - wo ich dir Recht gebe - sicher besser in Patienten hineinversetzen können.
Es hat einen Grund warum sich Therapeuten oft auf etwas spezialisieren. Und es kommt noch dazu dass im Laufe der Ausbildung jeder selbst eine Therapie machen muss (soweit ich weiß). Was auch immer in deinem Leben ablief - so etwas ist - trotz gutem Elternhaus - immer und für jeden extrem lehrreich und allein schon deswegen bekommt man einen riesen Haufen Einfühlungsvermögen. Davon abgesehen denk ich nicht dass man alles selbst gefühlt haben muss. Es reicht wenn man fähig ist wertungsfrei das anzunehmen was einem erzählt wird - man soll ja kein Mitleid entwickeln, sondern den Überblick behalten was helfen würde. Es hilft keinem Patienten wenn der Therapeut sich seinerseits in diese Lage hineinfühlen kann. Er muss nur wissen dass der Patient darunter leidet und herausfinden was der nächste Schritt ist der dem Patienten helfen könnte.

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