Total Verzweifelt... in der Vollnarkose vor der OP einen Herzinfarkt erlitten und dann reanimiert werden?

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7 Antworten

Hallo Ichbinich1972,

erstmal durchatmen und Dich freuen, dass Deine Frau lebt :-)

Ich kann Dir aus der Ferne selbstverständlich nichts zu den Fakten sagen, das wäre unseriös, aber was ich Dir empfehlen kann.

Schreibe alles in Stichworten in Ruhe auf, mit allem, was Du dazu bisher in Erfahrung bringen konntest. Wenn Deine Frau aus dem Krankenhaus entlassen wurde, forderst Du alle Unterlagen an. Oder mache Kopien auf eigene Kosten. Das ist Dein gutes Recht!

Wende Dich mit allem an die Patientenberatung - nehme am besten Deine Stichworte und die Krankenhausunterlagen dazu. Hier der Link:

https://www.patientenberatung.de/de

Je nach Beratungsergebnis und Vorliegen bzw. 'Okay' Eurer Rechtsschutzversicherung oder finanzieller Situation einen Anwalt für Medizinrecht zu einem Beratungsgespräch aufsuchen.

Am besten wäre es natürlich, wenn alles einfach in Ordnung wäre und Deine Frau schnell wieder gesund wird. Das wünsche ich Euch.

LG

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Kommentar von ichbinich1972
01.07.2016, 21:41

Ich danke dir für deine Antwort. Ich weis das meine Frau auch ein Entlassungsbericht bekommt. Aber kann man die komplette Original Akte von der Klinik anfordern auch Kopieren oder überhaubt  die Einsicht in die Akte erlangen . Ich stelle mir das nicht so einfach vor.

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Den medizinischen Ablauf kann aus der Ferne sicher niemand sinnvoll beurteilen. Dass im Rahmen einer Vollnarkose ein Herzstillstand auftritt, ist zwar zum Glück heutzutage sehr selten, kann aber (auch ohne eine fehlerhafte Behandlung) auftreten.

Inakzeptabel ist für mich, dass ein solcher Vorfall nicht oder nicht ausreichend mit Patient und Angehörigen besprochen wird. Eine Reanimation ist beim besten Willen keine "Routine- Komplikationen" und natürlich sehr belastend für alle Beteiligten. Das sollte auch dem "abgebrühtesten" Intensivmediziner klar sein.

Gerade solche Dinge wie die mehreren Zugänge und der Bluterguss am Brustkorb sind durch die Reanimation leicht erklärbar, wenn sie denn erklärt werden! In solchen Fällen sollten Patienten und Angehörige nachhaken und Informationen einfordern.

Deshalb kann ich nur dazu raten, nochmal das Gespräch mit der Klinik zu suchen.Der Vorfall ist sicher gut dokumentiert und jemand sollte dazu Auskunftgeben können. Die Chirurgin kann tatsächlich bei dem Vorfall noch nicht im OP- Saal gewesen sein, sie sollte aber in jedem Fall darüber informiert
sein. Es ist die Pflicht der Klinik, ausreichend Auskunft zu geben und auf Nachfrage auch Unterlagen heraus zu geben, die über den Arztbrief hinaus gehen.

Abschließend wünsche ich alles Gute und eine vollständige Genesung!

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Wenn ich das richtig verstehe, hat deine Frau keinen Herzinfarkt, sondern einen Herzstillstand erlitten. Deshalb war eine Reanimation erforderlich. Der blaue Fleck stammt höchstwahrscheinlich davon. Da geht es etwas ruppig zur Sache.

Die Reanimation war erfolgreich und offensichtlich so folgenlos, daß die geplante OP trotzdem stattfinden konnte.

Frage nach einem Termin beim Stationsarzt, um deine Fragen zu klären. Für die Ärzte ist das Routine und wohl keiner weiteren Diskussion wert.
Manchmal können Ärzte sich nicht vorstellen, welche Ängste manche ihrer Bemerkungen bei den Patienten auslösen können.

Sonst geh zu eurem Hausarzt, der ja auch die Nachbetreuung machen wird und den Arztbericht bekommt. Der wird euch auch erklären können, was passiert ist und wie ernst das zu nehmen ist.

Alles Gute

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Hallo

Buddhishi hat dir ja schon geraten die PAtientenakte anzufordern. Du hast dafür ein gesetzliches Recht. Dir dürfen Kopierkosten in Rechnung gestellt werden. Achte aber darauf, dass das Operationsprotokoll dabei ist.

Auf jeden Fall würde ich beim Arzt nachfragen und auf eine eindeutige Antwort bestehen

.hier mal ein Link zum Recht auf Einsicht in die Patientenaktehttp://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/patientenakte-einsicht-in-die-behandlungsakte-ist-recht-des-patienten-a-957995.html


Alles Gute für Euch

LG

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Kommentar von ichbinich1972
01.07.2016, 21:59

Danke deine antworten haben mir bzw uns weitergeholfen :)

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Gsrnichts, wollt ihr die Klinik verklagen weil sie erfolgreich operiert und reanimiert wurde? Ihr solltet dankbar sein, dass sie noch lebt.
Warum euch keiner was sagt? Weil die von der Intensivstation niemand bei der OP anwesend war, der Anästhesist war zwar im OP aber ob er auch auf Station für Ihre Frau verantwortlich ist kann man nicht sagen.
Das die Operierende Ärztin die Reanimation mit keinem Wort erwähnt hat ist zwar seltsam, könnte aber daran liegen dass sie nach der OP schon nicht mehr da war um die Reanimation mit zu bekommen die Operateure verschwinden meistens nach der OP

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Kommentar von ichbinich1972
01.07.2016, 23:01

Hallo bislang wollen wir noch keinen verklagen, aber wenn man meiner Frau einen tag nach der OP sagt das Sie einen Herzinfarkt hatte bzw das Hertz stehengeblieben ist und Sie dann 
reanimiert werden musste aber keine weiteren Informationen auf nachfrage bekommen tut das finde ich nicht schön.

Ich bin Gott dankbar das Sie weiter Leben darf. 

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Kommentar von Sacul1997
01.07.2016, 23:06

Das Stimmt, wenn im entlassungsbrief nichts darüber steht sollten sie vielleicht nochmal nachfragen.
Das mit den Hämatomen kann leider passieren :/

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Nichts. Deiner Frau geht es soweit gut, dafür solltet Ihr dankbar sein.

Meine Mutter erlitt auch während einer Narkose einen Herzstillstand - sie hat es auch überlebt.

Sowas kommt nun mal vor.

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Kommentar von ichbinich1972
01.07.2016, 20:49

Danke Ich bin auch dankbar das meine frau noch am Leben ist.

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Ist die Frage noch aktuell, oder hat sich der Sachverhalt aufgeklärt ?

Gruß Schwoob

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