Total verunsichert - sollte ich wieder reitunterricht nehmen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo :) jeder Reiterhof bringt seinen reitschülern reiten bisschen anders bei :) ich zB achte immer drauf dass meine Schüler komplett zügelunabhängig reiten im Notfall nehme ich Ihnen auch die Zügel weg :) bei dir klingt des so als würdest du oben gesessen sein und halt "gelenkt" haben, die hat warscheinlich noch keiner beigebracht dass fast 80% der Hilfen für einem Pferd schenkelfilfen und gesäßhilfen sind. Und an deinem neuen Reiterhof bekommen die Schüler das bisschen anders beigebracht als du und die Pferde kennen dementsprechend nur genau die Hilfen die in deinem neuen Reitstall benutzt werden und sind mit deinen Hilfen bisschen verwirrt :) aber des is alles gar kein Problem geh doch einfach zu deiner neuen Reitlehrerin hin und sag ihr dein Problem und dann wirst du sehen dass du ganz schnell die meinen Pferde genauso reiten kannst :)

Nun ja, gemäß deiner Beschreibung klingt das tatsächlich so, als wärst du in der Vergangenheit nur auf dem Pferd gesessen. Richtiges Reiten hat IMMER was mit Dressurreiten zu tun, weil das einfach essenziell zur Gymnastizierung des Pferdes notwendig ist. Und Gymnastizierung ist für das Pferd wichtig, um Gesund zu bleiben. Egal, welche Reitweise man betreibt (Western, Freizeit oder wie auch immer man das nennen möchte, was man auf dem Pferd betreibt....). 

Falls es dich tröstet, du bist definitiv nicht die einzige, die nach Jahren im Sattel bemerkt, dass das, was man betrieben hat, mit Reiten nicht so wirklich was zu tun hat. 

Mein Pferd steht in einem Trainings-/Turnierstall, dort habe ich sehr viele Leute gesehen, denen bei Reitstunden auf einem gut ausgebildeten Pferd ähnliches passiert ist wie dir. Falls es dich weiterhin tröstet, es waren dabei sogar Leute, die ihrerseits Reitstunden gegeben haben und Pferdeausbildung angeboten haben :-) 

Eins mit der "härtesten" Dinge am Reiten scheint mir die Einsicht zu sein, wenn man merkt, dass gewisse Dinge nicht klappen, dass es nicht am Pferd, sondern am Reiter liegt. Durch die Beteiligung eines weiteren  Lebewesens beim Reiten kann man schon der Versuchung erlegen, eigenes Unvermögen auf das Tier zu schieben. 

Ein guter Reiter ist sich aber immer bewusst, dass es Lern-mäßig immer Luft nach oben gibt. Auch richtig erfolgreiche Reiter suchen sich immer jemanden, der noch einen Ticken besser ist, als sie selbst und versuchen, von dem zu lernen... 

Nimm bitte Unterricht. Bedenke, dass auch das Pferd mehr davon hat, wenn es korrekt geritten wird. Ansonsten entstehen im Laufe der Jahre z.B. Rückenprobleme, abgesehen von dem akuten Schmerz, wenn nur am Zügel gezogen wird.

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