Tolleranzen für das Aufschrumpfen/Einpressen/Kleben von einer Edelstahlwelle in ein Aluminiumblech herbekomme?

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2 Antworten

Beschreibung für Funktion der Verbindung wäre nicht schlecht, wie UserGerold schreibt.

Grundsätzlich ist die Aluminium ein Material, das ganz schlechte Gleiteigenschaften hat. Eine eingeschrumfte Welle würde sofort "fressen" wenn sie einer Verdrehung gegen gegen die Alubohrung ausgesetzt werden würde. Andererseits hat Alu ungefähr die doppelte Wärmeausdehnungszahl wie Stahl.

Ich würde die Bohrung 1,5 -2/100 kleiner machen, das sollte zum reinem klemmen (kraftschlüssige Verbindung) reichen, wenn keine besonderen Belastungen auftreten.

Kalt einpressen ist keine gute Idee, dafür ist Alu zu weich.

Die Materialpaarung ist ok, wenn keine korridierenden Stoffe z.B. Abgase auftreten.

Erfahrungswerte machen nur dann Sinn, wenn Du den Anwendungsfall ganz konkret nennst, sowie die verwendeten Materialstärken.

Dass das Aluminium an der Kontaktstelle korrodiert, sollte Dir ja bekannt sein.


TimTatzig 08.08.2017, 10:29

Danke Gerold!

Die Welle hat einen Durchmesser von 16mm, das Alublech ist 12mm, ich habe eine CNC-Fräse bei der es eine der 3 Verbindungsarten ist (Aufschrumpfen/Kleben/Einpressen) und es auch schon ganz oft bei anderen gesehen, da habe ich noch nie gesehen, dass da irgendetwas an der Kontaktstelle korrodiert ist, weißt Du evtl., wie die das hinbekommen haben? Ich kann gerne Fotos senden. Danke!

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UserGerold 08.08.2017, 10:35
@TimTatzig

Kontaktkorrosion gibt es wenn das Teil dem Wetter ausgesetzt ist.

Den Anwendungszweck weiss ich jetzt immer noch nicht.

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UserGerold 08.08.2017, 10:48
@TimTatzig

Da fällt wohl Aufschrumpfen weg, weil man ja keinen Marterialverzug haben will. Ein Klebefilm will in der Regel ca. 0,05 bis 0,1 mm Stärke haben. Eine Presspassung kannst Du in den Tabellen nachschauen.

Willst Du wegen den auftretenden Kräften beim Fräsen nicht lieber Stahl statt Aluminium verwenden?

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TimTatzig 08.08.2017, 11:03
@UserGerold

Ich glaube, dass ich meiner Optimum BF20 (850 Wattmotor, keine Flüssigkühlung) mit Stahl etwas zu viel zumuten würde beim Herstellen der Teile aus Stahl und ich vermute, dass Stahl bei Kellerfeuchtigkeit schnell Flugrost ansetzt.

Ich hätte am ehesten vermutet, dass Aufschrumpfen die Methode ist, die bei gängigen CNC-Fräsen genutzt wurde, ich kann keine Spuren von Kleber sehen und die Wellen würden sich evtl. beim Einpressen aufgrund der Länge (ca. 100cm) vielleicht verbiegen?

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