Toleranzfrage: Wenn ein enger Familienangehöriger euch mitteilen würde, dass er jetzt dem Islam beigetreten ist, wie würdet ihr darauf reagieren, bzw. wie...?

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Cousin von mir, ist vor 25 Jahren zum Islam konvertiert. Er hat eines Abends mich und meine Frau besucht und uns eröffnet, dass er jetzt Ibrahim heißt. Das war sehr irritierend.

Gingen wir früher gern ein Bier zusammen trinken, hatte sich das erledigt. Nicht nur weil er kein Alkohol mehr trank, dass wäre kein Problem gewesen. Er hat sich stark in seiner Moschee engagiert und viel Zeit mit seinen neuen Glaubensbrüdern verbracht.

Irgendwann hat er nicht mal mehr seine Eltern besucht. Ich habe ihn schon 20 Jahre nicht mehr gesehen. Er lebt wohl mittlerweile in Belgien und ist mit einer muslimischen Frau verheiratet.

Es ist vielleicht dann auch eine Frage, wie tolerant der konvertierte Angehörige, seiner nichtmuslimischen Familie gegenüber ist.

Danke für deinen Beitrag.

Ich finde es schade, dass er so abweisend reagiert hat.

1
@pathway7

Schade war, dass die Religion sein ganzes Leben beansprucht hat und kein Platz mehr für etwas anderes war. Er war ein ganz anderer Mensch. Er hatte sich völlig verändert. Seiner Eltern hat er das Herz gebrochen.

1
@JeanMarie50

Normalerweise sollte jemand der zum Islam konvertiert ist, weiterhin die Familienbande pflegen, erst Recht zu den Eltern. Das war ein großer Fehler seinerseits.

1
@pathway7

Ja seine Familienverhältnisse zu pflegen vorallem mit den Eltern ist eine Pflicht im Islam

1

Ja, aber nicht wegen dem Islam, gleiches gilt für alle anderen Religionen (außer es ist eine Spaß oder Trollreligion, wie die Pastafari, oder der Jedi Orden)

Mein Vater ist christlichen Fundamentalisten beigetreten, das belastet unsere Beziehung, die eh schon belastet war stark.

Hatte auch einen Freund, der dem Islam beigetreten ist, er ist jetzt nicht mehr mein Freund, allerdings nicht wegen dem Islam (dazu später mehr).

Warum mich das so stört bzw ich das sehr kritisch sehe ist sehr einfach!

In der Regel haben diese Menschen Probleme und das macht sie anfällig für Rattenfänger der verschiedenen Religionen. Sie fangen an zu glauben, weil es sich so anfühlt, wie eine Lösung dieser Probleme, doch das ist nicht der Fall.

Der Glaube ist keine Lösung, er schiebt und verlagert diese Probleme und versetzt die Gläubigen in eine Scheinrealität, wie Alkohol und andere Drogen es tun und genauso wie bei Alkohol und Drogen, besteht eine Abhängigkeit und es können dadurch bedingte weitere Probleme enstehen, bzw sehr würdelose Momente (Wenn die betroffene Person auf einmal glaubt allen erzählen zu müssen, die Welt sei 6000 Jahre alt).

Keines der Probleme ist wirklich gelöst und manchmal brechen sie durch, es kommt zu Depressionen und anderen schlimmen psychischen Folgen.

Mein ehemaliger Freund, der dem Islam beigetreten ist, ist durch seine religiöse Phase depressiv und hat mir spontan die Freundschaft gekündigt, er lebt weiter in seinem Islamwahn, da er glaubt, dies sei die Lösung für seine Depressionen, Nicht eine Therapie. Ob er jemals dahinter kommt, weiß ich nicht und ist mir ehrlich gesagt auch völlig egal, zumindest so lange er sich keine gute Entschuldigung einfallen lässt.

Religion sollte aus Spaß und Langeweile konsumiert werden, so wie Drogen und Alkohol auch, aber niemals als eine Problemlösungsstrategie.

Vielen Dank für diese interessante Sichtweise.

1

Zuerst mal würde ich mich fragen wo ich denn versagt habe (zumindest bei den Menschen zu denen ich eine direkten Bezug und eventuell auch erzieherischen Auftrag habe/hatte.)

So richtig vorstellen kann ich mir das nicht, weil der überwiegende Teil meines direkten Umfeldes sich eher aus dem religiösen Sumpf herausgearbeitet hat. Danach wieder in den religiösen Murks abzutauchen macht eher keinen Sinn.

Wobei Religionen, insbesondere Offenbarungsreligionen, für einen einigermaßen gebildeten Menschen sowieso eher lächerlich sind. Ich würde mir mehr Sorgen um andere, besser argumentierbare/vertretbare Bauernfängereien Sorgen machen (ideologischer Blödsinn, sozialistische/faschistoide Modelle).

Esoterik wäre völlig unerträglich (aber auch da habe ich eigentlich immer nur den umgekehrten Weg erlebt).

Alles in allem würde ich vermutlich den Kontakt nicht abreißen lassen und bei engeren Bindungen eventuell sogar intensivieren um diesen Menschen beizustehen (und sie hoffentlich von ihren Zwängen zu befreien oder sie zu einer Therapie überreden zu können - es muss ja irgendeinen Grund geben warum sich ein vorher geistig gesunder Mensch plötzlich selbstverzwergt)

Schwer zu sagen. In meiner Familie ist man jetzt nicht so religiös und der Teil, der es noch am ehesten ist, ist serbisch-orthodox.

Ich hab zwar muslimische Freunde, aber die sind dort hinein geboren und jetzt auch nicht so streng religiös. Das ist da mehr ein Familiending. Das ist schon ein Unterschied, als wenn man sich aktiv für eine Religion entscheidet, die mit der eigenen Kultur, mit der Art wie man aufgewachsen ist und gelebt hat, gar nichts zu tun hat.

Ich finde jetzt grundsätzlich Religion nicht besonders erstrebenswert. Und den Islam nehme ich darüber hinaus noch als politische Ideologie wahr, die ich absolut ablehne.

Generell würde ich das tolerieren. Ob ich es akzeptieren kann, hängt wohl davon ab, ob ich die Beweggründe verstehen und nachvollziehen kann.

Vermutlich erstmal lachen, nachfragen ob er/sie das ernst meint. Aber warum sollte man das nicht tolerieren? Solange derjenige / diejenige nicht verangt daß ihr gesamtes Umfeld sich anpaßt oder gar auch konvertiert ist das doch gar kein Problem?

Was möchtest Du wissen?