Todesstrafe moralisch berechtigt?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du stellst eine moralische Frage, bei der man kein festes Ergebnis "herausfinden" kann, wie du dir das vielleicht bequem vorstellst.

Es ist nicht wie bei einer Mathematik-Aufgabe, bei der 1+1 immer 2 ergibt, sondern Fragen von Moral und Ethik werden immer subjektiv beantwortet.

"Ist die Todesstrafe berechtigt?" ist keine Frage nach einem festen Fakt, sondern wird zu verschiedenen Antworten führen.

Du kannst also in deinem Beitrag entweder begründen warum du für/gegen die Todesstrafe bist - oder du sammelst Argumente von Befürwortern und Gegnern und stellst diese einander gegenüber.

Je nachdem wie die Aufgabenstellung lautet.

Wie Mignon1 schon sagte, dürftest du genug Material aus Diskussionen im Internet ziehen können - da wirst du sicher einiges finden, keine Sorge.

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Vielen Dank für den Stern. :-)

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Nach dem AT ist die Todesstrafe eine Freude Gottes, wenn sie Sünder trifft. Da gibt es viele Stelle, wo man es nachlesen kann.

Die Anhänger des NT, z.B. die katholische Kirche, ist berühmt für ihre Todesurteile. Auffällig ist z.B., auch, dass in den USA im Bibelgürtel die meisten Anhänger der Todesstrafe leben.

Erst der Humanismus bzw. die Aufklärung kommen zum Ergebnis, Todesstrafe ist unlogisch und unmoralisch und denen haben wir es auch zu verdanken, dass der Klerus nicht mehr Herr über Leben und Tod spielen kann.

Meiner Meinung nach steht jede Strafe in der Gefahr, ein Racheakt zu sein. Das gilt vor allem für Strafen, deren Auswirkungen nicht wieder rückgängig zu machen sind. Dazu gehört auch die Todesstrafe.

In der Bibel heißt es (Römer 12,19):

Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

http://www.bibleserver.com/text/LUT/R%C3%B6mer12%2C19

Wenn man die Maßstäbe der Bibel als Grundlage der Moral hernehmen will, dann ist die Todesstrafe unmoralisch.

Jedenfalls ist sie eine Fortsetzung von Gewalt und widerspricht damit einer weiteren Bibelstelle (Mt. 5,39):

Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechteBacke schlägt, dem biete die andere auch dar.

Wer mit der Fortsetzung von Gewalt nicht aufhört, wenn er an der Reihe ist, der macht sich an denen schuldig, die im weiteren Verlauf der Gewaltspirale leiden und/oder sterben müssen.

Tora und Altes Testament fordern aber bei vielen Vergehen die Todesstrafe, z.B. Feuerholz sammeln am Sabbat, Homosexualität oder Eltern verfluchen.

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