Todesangst durch Schilddrüsenunterfunktion evt. Hashimoto?

8 Antworten

Nun warte erstmal ab, was weitere Untersuchungen ergeben. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine SD-Unterfunktion hat oder Hashimoto.

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung der SD, da sind die Schilddrüsenlappen dauerhaft entzündet. Grund, um es mal ganz primitiv auszudrücken: Der Körper denkt, die Schilddrüse sei ein Feind und wird deshalb unentwegt angegriffen, deshalb hat man dann eine Dauerentzündung und die Schilddrüsenlappen schrumpfen.

Ich habe Hashimoto, noch nie hatte ich deswegen Todesangst. Zitat meiner Nuklearmedizinerin: "Wenn ich mir eine Autoimmunerkrankung aussuchen könnte, würde ich immer Hashimoto wählen. Damit kann man 100 Jahre alt werden". Sie hatte das selbst.

Warte mal ab, wenn Du erst Deine Schilddrüsenmedikamente einnimmst, geht es Dir auch bald wieder besser. lg Lilo

Sorry, aber ich muss jetzt zu dem Zitat Deiner Nuklearmedizinerin was schreiben:

Wenn ich mir eine Autoimmunerkrankung aussuchen könnte, würde ich immer Hashimoto wählen. Damit kann man 100 Jahre alt werden

Die Frau weiß nicht, von was sie da redet. Es kommt nicht nur auf die Länge des Lebens an, sondern viel mehr auf die Lebensqualität. Und die kann bei etlichen Hashimoto-Patienten eine einzige Quälerei sein!  Die Frau unterschätzt Hashimoto total. Keine Autoimmunerkrankung ist schön und Hashimoto schonmal gar nicht.

LG

Catlyn

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@Catlyn

Ich habe Hashimoto, ich weiß sehr wohl, was ich rede und diese Ärztin hat völlig recht. Wenn ich da an Immunerkrankungen wie Rheuma denke, dann habe ich aber lieber Hashimoto.

Wenn man erstmal richtig eingestellt ist, leidet man da nicht. Das dauert halt anfangs seine Zeit, bis die richtige Dosierung gefunden wurde. Ich nehme jetzt seit einigen Jahren jeden Tag meine Schilddrüsenhormone, ich führe ein ganz normales Leben. Man muss halt in regelmäßigen Abstanden zu Kontrolluntersuchungen - meine Güte, es gibt nun wirklich Schlimmeres.

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@LiselotteHerz

Nur zur Info: Ich bin auch langjährige Hashimoto-Patientin. Darüber hinaus gibt es das - neben anderen Autoimmunerkrankungen, wozu auch Rheuma zählt - mehrfach in meinem größeren Verwandtenkreis. Die Lebensqualität ist äußerst unterschiedlich und zu einem Teil - trotz "angeblich" guter Einstellung - eine Qual. 

Ich denke, dass Du das sehr einseitig aus Deinem Blickwinkel siehst, da es Dir mit der Erkrankung gut geht und Du dies auf andere überträgst. Es ist auch gut, dass es Dir gut geht. Aber das trifft noch lange nicht auf alle Hashimoto-Patienten zu. Ich kenne durchaus Hashimoto-Patienten, die arbeitsunfähig geworden sind, usw.

Ich bleibe dabei, dass die Ärztin nicht weiß, was sie da sagt. Überhaupt die Aussage, "sich eine Autoimmunerkrankung auszusuchen" finde ich ja schon den Hamnmer. Wie ich schon sagte, keine Autoimmunerkrankung ist schön und keine ist besser als die andere.

Gruß

Catlyn

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@Catlyn

Es tut mir leid, dass es Dir nicht so gut geht. Aber ist es wirklich sinnvoll, der Fragestellerin hier Angst zu machen? Wir wissen ja nicht mal, ob sie überhaupt Hashimoto hat.

Ich mache das so: Wenn ich vermehrt Haare in der Bürste habe und beim Kämmen das Waschbecken voller Haare ist, weiß ich, die Dosis muss reduziert werden, dann gehe ich zu meiner Endokrinologin und lasse meine Blutwerte checken. Oder aber, wenn ich plötzlich wieder anfange zu frieren wie ein Schneider und ständig schlafe, dann bin ich unterversorgt. Das merkt man doch nach einer Weile selbst, wann man zur Kontrolle muss.

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@LiselotteHerz

Hallo Liselotte,

bitte entschuldige, wenn ich etwas hart rübergekommen bin. Ich möchte auch auf gar keinen Fall jemanden Angst einjagen, wie du ja auch schon in anderen meiner Kommentare sehen kannst. Mir selber geht es auch nicht schlecht, jedoch anderen in meiner Familie schon. Ich habe mich nur so über den Kommentar der Ärztin geärgert. Das einzige worum es mir ging ist die Bemerkung Deiner Ärztin, mit der sie Hashimoto so verharmlost.

Bei mir funktioniert die Einschätzung, ob etwas mit der Einstellung nicht stimmt, leider überhaupt nicht, und ich habe die Erkrankung wirklich schon sehr lange. Ich kann mich da weder auf Frieren noch auf Haarausfall berufen. Ich merke nur, dass es mir nicht gut geht. Dann sind die Werte aber meist schon total niedrig oder total unlogisch. Deshalb kann ich nur jeden empfehlen, regelmäßig vierteljährlich zu Kontrollen zu gehen. So kann man dann rechtzeitig vorbeugen.

Also bitte nicht böse sein. Mit mir ist ausnahmsweise mal der Ärger durchgegangen, da Ärzte Hashimoto meist eh nicht ernst nehmen.

LG

Catlyn

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Beruhige Dich erstmal wieder und warte Die genaue Diagnose bzw. Behandlung ab - und Schilddrüsenhormone können sich auf die Psyche auswirken.

http://www.welt.de/gesundheit/article13363620/Stoerung-der-Schilddruese-laesst-die-Seele-leiden.html

Angst wird vor Allem durch Stresshormone ausgelöst - besonders durch psychischen Stress. Einen wirksamen Tipp gegen Stress findest Du im Kommentar.

Angst vor Krankheiten ist normal, aber mit Hashimoto hast du eine normale Lebenserwartung, nur die vielen Symptome nerven aber auch damit kann man gut leben.

Hat die Unterfunktion Einfluss auf die Psyche? Ja oder nein. Mama mia..

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@MissMinaj

Unbehandelter Hashimoto führt zu starken Depressionen. Ich war auch immer sehr schnell gereizt und stark erschöpft, bevor sie bei mir diese Diagnose gestellt haben. Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Das bessert sich innerhalb von ein paar Wochen, wenn man seine Hormone regelmäßig einnimmt.

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