Tod und (trauer) aus Religionspädagogischer Sicht im Kindergarten / Hort

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Egal, wie Du das auch immer machst, mein grundsätzlicher Rat lautet, erzähle dabei keine Märchen, also so ein Zeug von wegen Himmel und Ewigkeit und Jenseits und Wolke und sonstiges Gedöhns.

Dieses Thema ist schon schwer genug für mache, nutze ihre durch die Behandlung dieses Tehmas entstehende Notlage nicht dazu aus, ihre Köpfe mit Märchen aus irgendwelchen Wüsten zu verbiegen, das wäre echt fies.

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Was genau wäre daran "fies"? Ist nicht jede Form von Trost gerechtfertigt? Was verlieren Kinder, wenn sie über die Vorstellung von Engeln im Himmel in ihrem Schmerz getröstet werden?

Und was gewinnen sie, wenn man ihnen diese Vorstellung nicht erlaubt?

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@Jule59

Echten Trost zu spenden bedeutet vor Allem, nicht zu lügen, vor allem bei Kindern.

Faktisch unbelegte und vernünftig betrachtet hanebüchene Geschichten aus 1001 Nacht für bare Münze zu verkaufen ist ganz gewiss eine Lüge.

Und will man nicht lügen, bleibt man bei dem, was man weiß - im Sinne von belegen können.

Irgend eine Story zu erzählen, Hauptsache sie hört sich im Moment tröstlich an, ist kein Trost.

Und was gewinnen sie? Indem man eben nicht ihre Wehrlosigkeit ausnutzt, ihnen Hirngespinste einzutrichtern sondern sie in faktisch / vernünftigem Denken anleitet, gewinnen sie die Fähigkeit, selbstständig und im Leben bis zum letzten Punkt völlig ergebnisoffen und kritisch zu denken.

Und fies ist es, ihnen diese Möglichkeit einzuschränken, indem man ihren noch nicht vorhandenen mentalen Schutz ausnutzt.

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@fastlink
Indem man eben nicht ihre Wehrlosigkeit ausnutzt, ihnen Hirngespinste einzutrichtern sondern sie in faktisch / vernünftigem Denken anleitet, gewinnen sie die Fähigkeit, selbstständig und im Leben bis zum letzten Punkt völlig ergebnisoffen und kritisch zu denken.

Demzufolge scheinst du anders erzogen zu sein. "Ergebnisoffenheit bis zum letzten Punkt" stelle ich mir jedenfalls anders vor :).

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@Jule59
Ist nicht jede Form von Trost gerechtfertigt?

Dope, LSD, Kokain, Heroin, Crack... wo ist da für Dich die Grenze der Rechtfertigung?

Was verlieren Kinder, wenn sie über die Vorstellung von Engeln im Himmel in ihrem Schmerz getröstet werden?

Den Bezug zur Realität. Es gibt Studien, die nachweisen, daß Kinder, denen man solchen Unsinn erzählt auch als Erwachsene eher geneigt sind, irreale Erklärungen hinzunehmen.

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@Jule59

Ergebnisoffen bis zum letzten Punkt ist man selten. Immer spielen irgendwelche Vorlieben, Schubladen, Vorurteile etc. mit.

Man kann sich jedoch wenigstens bemügen, zumindest mal alles in Frage zu stellen (und damit meine ich alles), einen Schritt zurück zu machen, es aus vernünftiger und faktenbasierter Sichtweise betrachten.

So fallen Entscheidungen viel leichter, wenn sie auch nicht immer so ausfallen, wie man sich das wünscht.

Und genau da sind wir beim Thema. Nur weil man sich diesen Trost wünschen würde, so muss er dennoch nicht wirlklich existieren. Man kann sich natürlich mit Wunschvorstellungen trösten, nur ist das ein echter Trost - oder eher Selbstbetrug?

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Meiner Ansicht nach kann man dieses Thema ohne Bezug auf den Glauben und ein Weiterleben nach dem Tod weder für Große noch für Kleine gar nicht behandeln. Wenn du in einem religiösen Kindergarten arbeitest, dürfte es kein Problem sein, den Kindern zu versichern, dass das Leben auch nach dem Tod weitergeht und wir uns früher oder später alle wiedersehen. Das ist sicher ein großer Trost für die Kinder und eine Sicherheit, dass am Ende alles gut wird. Und es ist auch die Wahrheit, wie du weißt, wenn du selbst gläubig bist.

Auch die Tatsache, dass Oma oder Opa oder irgendein anderer Mensch, dessen Tod sie in ihrer Familie bereis erlebt haben, jetzt nicht mehr leiden muss und es ihm sogar sehr gut geht, stimmt sie bestimmt froh und glücklich. Du könntest auch hinzufügen, dass diese lieben Menschen uns ganz bestimmt aus ihrer jetzigen Welt sehen können und sich über alle guten Dinge freuen, die wir tun und erleben. Das hilft jedem Kind weiter, den Tod nicht als etwas Schreckliches und Endliches zu sehen.

Wenn es dir erlaubt ist, sprich mit ihnen über die Auferstehung Jesu Christi, durch die für uns alle die Auferstehung und das Ewige Leben möglich geworden ist. Ich würde den Kleinen aber trotz aller Ernsthaftigkeit dieses Themas die Freiheit lassen, das zukünftige Leben mit ihrer eigenen Phantasie auszuschmücken und vielleicht Bilder von ihrer Vorstellung zu malen, die ihren eigenen Wunschvorstellungen entsprechen, ob mit oder ohne Engel.

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