Tod und ich kann nicht damit umgehen?

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10 Antworten

Hallo kleineMausiii15,

das tut mir sehr leid! Einen lieben Menschen zu verlieren stürzt fast jeden in tiefe Trauer. Manche sagen zwar, der Tod gehöre zum Leben dazu, dennoch empfinden ihn die meisten als einen schrecklichen Feind. Dir geht es ganz sicher genauso. In einer solchen Situation kann man mit Worten oft gar nicht beschreiben, was man wirklich fühlt. Manchen geht es so, dass sie sich mit dem Geschehen gar nicht abfinden wollen, oder sie können nicht realisieren, was da eigentlich passiert ist. Viele empfinden, dass das Leben nun nicht mehr so ist, wie vorher. Nach dem Tod eines lieben Menschen beginnt ein langer Weg der Trauer. Die Frage ist, wie es einem gelingen kann, die Trauer gut zu verarbeiten.

Für viele gehört Weinen mit zur Trauer (auch wenn Du im Moment noch nicht weinen kannst, mag Dir das vielleicht später gelingen). Dass Tränen sinnvoll und nützlich sein können, bestätigen auch Psychologen. Gefühle hingegen zu unterdrücken, schadet mehr als es nützt. Wenn Dir also danach ist, zu weinen, dann lasse deinen Tränen einfach freien Lauf. Hinterher wirst Du sicher merken, dass es Dir wieder besser geht.

Es könnte jedoch auch sein, dass Gefühle der Wut in Dir aufsteigen. Das kann z. B. dann passieren, wenn jemand etwas Gedankenloses oder Falsches sagt. Oder man ist wütend auf den Toten, weil er einen im Stich gelassen hat. Auf keinen Fall wäre es richtig, diese Gefühle zu verdrängen. Es wäre hilfreich, wenn Du Dich einem guten Freund anvertraust, der Dir gut zuhört und in der Lage ist, auf Deine Gefühle richtig zu reagieren.

Falls Du an Gott glaubst, dann kann es Dich sehr erleichtern, wenn Du ihm im Gebet Dein Herz ausschüttest. Das mag dazu führen, dass sich Deine Gedanken und Gefühle wieder beruhigen, denn die Bibel verspricht: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten." (Philipper 4:6, 7)

Ein großer Trost ist es, daran zu denken, dass Gott verheißen hat, die Toten eines Tages wieder aufzuerwecken. Von der künftigen Auferstehung sprach auch Jesus Christus, als er folgendes verhieß: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... einer Auferstehung des Lebens." (Johannes 5:28, 29) Damit ist nicht gemeint, dass wir unsere Angehörigen und Freunde eines Tages im Himmel wiedersehen werden. Die Bibel spricht von einer irdischen Auferstehung, bei der die Toten wieder einen Leib aus Fleisch und Blut erhalten, der dem gleicht, den sie vor Ihrem Tod hatten, allerdings ohne Krankheiten und Gebrechen. Wir werden die Verstorbenen also so sehen, wie wir sie gekannt haben. Kannst Du Dir vorstellen, wie unbeschreiblich groß die Freude sein wird, wenn diese Auferstehung stattfinden wird? Wie schön wird es dann sein, all die Lieben, die man bis dahin durch den Tod verloren hat, wieder in die Arme schließen zu können!

Der Tod ist heute zwar noch, wie eingangs gesagt, ein schrecklicher Feind, doch verheißt die Bibel, dass dieser Feind eines Tages "zunichte gemacht" werden wird, und zwar für immer (1. Korinther 15:26)! Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deinen Schmerz und Deine Trauer nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

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Hi kleineMausii15 Es ist nicht sehr einfach mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Gerade in deinem Alter (bzw das Alter in dem ich dich etwa schätze) kann man es nicht verstehen wieso jemand sowas tut. Weisst du denn wieso sie sich das Leben genommen hat? Wurde sie gemobbt? Hatte sie Depressionen? Ich hatte selber lange Selbstmordgedanken, das ist jetzt aber auch schon 1 - 2 Jahre her. Hatte auch einen Selbstmordversuch, aber der Zug welcher jeden Tag pünklich ist hatte genau dann eine Verspätung... In einem Menschen geht viel vor wenn er sich töten möchte. Es muss einen schlimmen Grund haben, nichts mehr wofür es sich zu leben lohnt. Ich tippe auf Depressionen, so enden leider viele Depressionen. In deiner Freundin muss ein wahnsinniger innerer Sturm losgebrochen sein, sie hat es sich bestimmt lange überlegt ob sie es auch machen möchte. Ich weiss selbst dass dir das wahrscheindlich nicht besonders helfen wird indem ich dir das schreibe. Aber du kannst bestimmt nichts dafür. Du warst bestimmt eine gute Freundin, da bin ich mir sicher. Dass du sie vermisst ist ganz normal. Du musst nur probieren mit dem abzuschliessen, auch wenn es nicht einfach ist. Wenn du Hilfe brauchst melde dich bei einem Psychologen, die können dir professionelle Hilfe anbieten, nimm diese Hilfe unbedingt in Anspruch wenn du denkst, dass du sie benötigst und alleine nicht klar kommst. Ich wünsche dir alles Gute! :-)

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:49

Ich wusste immer das sie gemobbt wurde und es ihr allgemein nicht gut ging! ich hatte sie schon zwei mal vom Selbstmord abgehalten und hatte gehofft es geschafft zu haben aber es hat mich sehr getroffen und ich wünschte manchmal das sie mich einfach mit genommen hätte

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:55

Du hast mir bereits geholfen allein durch deine Worte Danke

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Liebe Mausi,

erstmal drück ich Dich in Gedanken und weiß aus eigener Erfahrung,was Du durchmachst.

Ich kann mir gut vorstellen,was in Dir so vor sich geht,infolge dem ganzen Geschehen,was Du mit deiner geliebten Freundin so die letzter Zeit durch hast. Auch an Schuldgefühlen,die du Dir möglicherweise machst,weil Du sie letztlich doch nicht abhalten konntest,ihr junges Leben aufzugeben.

Selbst Fachleuten gelingt dies leider nicht immer und du hast ganz sicher alles dir menschenmögliche getan,um sie davor abzuhalten.

Ich würde Dir im Moment eine Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeuten ans Herz legen,einfach um erstmal den immer wieder kehrenden Druck und die Trauer stückweise auszuleben und zu bearbeiten.

Er/Sie wird Dich auch wegen einer Trauergruppe beraten und schauen,ob das das Passende für Dich sein könnte.

Keiner kann und soll dir diesen Schmerz,den du absolut zu Recht empfindest wegtherapieren,nur ein wenig dabei helfen,ihn besser zu ertragen.

Wende Dich an Deinen Hausarzt,er weiß wohin er Dich überweisen wird.

Eins kann ich Dir versprechen, dein Schmerz wird mit der Zeit leichter und du lernst,auch damit wieder ein lohnenswertes Leben für Dich zu führen.

Alles erdenklich Gute!

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Kommentar von kleineMausiii15
21.03.2017, 18:11

Danke das ist echt lieb! Mittlerweile weine ich weniger! Aber der Schmerz sitzt tief

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Kommentar von kleineMausiii15
21.03.2017, 19:45

Im Moment scheinen so viele Menschen von mir zur erwarten das ich funktioniere wie sonst auch! Nur schaffe ich es nicht! Und keiner versteht mich

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Das Leben ist wie ein Kinofilm und manchmal verläßt jemand, mit dem wir in den Film gegangen sind, das Kino früher als erwartet, weil seine Aufgabe als unser zeitweiliger Begleiter abgeschlossen ist.  Was immer die Gründe waren - er hat uns auf Dinge aufmerksam gemacht, die uns sonst entgangen wären und so unser Leben in die richtige Richtung gelenkt. Das war sein Geschenk. Und wir können uns nur auf eine Art dafür bedanken - nicht, indem wir trauern, sondern indem wir das Geschenk annehmen und unser Leben mit allen Sinnen erleben. Unsere zeitweiligen Begleiter sind nicht wirklich weg - sie warten einfach nur im Foyer. Nach dem Film sehen wir uns alle wieder und dann gibt es ganz viel zu erzählen. :)

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Trauer bracht seine Zeit. Jeder Mensch hat ein anderes Tempo um aus der Trauer heraus zu kommen. Zudem teilt sich die Trauer in verschieden Phasen ein. Du scheinst in der ersten zu sein. In der Nicht-wahr-haben-wollen Phase.

Wenn die Zeit gekommen ist wirst du jede Phase durchleben. Leider gibt eis kein Patentrezept was man tun kann damit es besser wird. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen tu wonach dir ist.

Wenn du weinen musst dann tu es. Die Tränen kommen sicher im ungünstigsten Moment aber schlucke sie nicht runter sondern lass ihnen freien Lauf. Wenn dir danach ist zu schreien dann tu es.

Der Schmerz wird weniger werden, du wirst lernen damit zu leben und auch wieder nach vorn schauen können auch wenn du dir es im Moment nicht vorstellen kannst.

Vielleicht hift auch dir ein Trauerforum weiter. Dort kannst du mit anderen über deine Gefühle und Gedanken schreiben.

Ich wünsche dir viel Kraft

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So lange ist es noch nicht her. Versuche deine Gefühle zu verarbeiten. Reden, schreiben etc. Such dir Hobbies die dich ablenken, aber unterdrücke nichts. So lange wie du für die Verarbeitung brauchst solltest du dir Zeit nehmen. 

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:33

Ich hab es glaube zu lange schon unterdrückt und dumme Dinge deswegen gemacht

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:37

Ich hab zu große Angst mich jemandem zu öffnen weil ixh angst habe das dieser nur naxhtritt und es noch schlimmer macht

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Hallo kleineMausi, 

das ist gerade mal einen Monat her. Da kann man nicht erwarten, dass man gleich wieder zur Tagesordnung übergeht. Zumal dir deine Freundin so viel bedeutet hat. Trauer braucht nun mal seine Zeit. 

Aber dennoch solltest du langsam versuchen, sie loszulassen. Es bringt weder dir noch ihr etwas, wenn du dich immer noch so sehr an sie klammerst. 

Als meine Tochter gestorben ist, habe ich mir vorgestellt, dass sie in so einer Art Himmel ist. Und dass es ihr dort gut geht. Ich konnte sie zwar nicht mehr sehen, oder mich um sie kümmern. Aber ich war mir sicher, dass sie dort gut ohne mich zurecht kommt. Das gab mir Trost. Und das hat mir geholfen zu lernen, mit der Trauer zu leben. 

Alles Gute

Virginia

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Es war Deine beste Freundin.

Und Du verhältst Dich jetzt genau so, wie man sich verhält, wenn sich die beste Freundin das Leben genommen hat.

Auch wenn Du keine direkte Angehörige bist, so denke ich, dass Du als beste Freundin dennoch nicht verkehrt bist, wenn Du Dich z.B. an

http://www.agus-selbsthilfe.de/

wendest. Agus steht für "Angehörige um Suizid."

Dir alles Gute!

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Sprich mit deinem Hausarzt, er kann dir eine Trauerbegleitung nennen, an die du dich wenden kannst.

Deine Reaktionen klingen erstmal sehr normal - niemand kann mit einem solchen Ereigniss umgehen. Das ist ein Ausnahmezustand, den man nicht alleine bewältigen kann.

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:34

meinst du man kann mir irgendwie helfen? Ixh drehe noch durch😭

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Kommentar von kleineMausiii15
09.02.2017, 21:38

Ich hab nur angst mich realen Menschen zu öffnen weil sie nur nachtreten

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gehe zu einer Trauerbegleitung, da gibt es Gruppentherapien, geteiltes Leid ist halbes Leid

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