Tod... Sind wir letztendlich in der Ewigkeit gefangen?

41 Antworten

Hallo ! ich bin 15

Ich hab mir deine Frage auch schon manchmal gestellt.
Ich bin der Meinung, dass wir nicht ewig bewusst leben, sondern dass, wenn wir sterben, der Körper weiter in einem unendlichen Kreislauf geht.
Denn im Grab verrottet er ja. Dann wird er von den kleinen Kleinstlebewesen wie Bakterien zersetzt, welche aus dem Körper Nährstoffe herstellen. Diese werden dann zum Beispiel von Pflanzen benutzt, welche dann wieder von Tieren oder Menschen gefressen/ gegessen werden. Dann werden sie wieder ausgeschieden und verrotten dann wieder.
Vielleicht entsteht aus unseren Knochen auch ein Fossil, was dann in tausenden von Jahren von den Bewohnern unserer Erde gefunden wird. Die wundern sich bestimmt, von wem die Knochen waren. Vielleicht werfen sie die Knochen weg oder stellen sie in einem Museum aus. Vielleicht wird das Museum zerstört und das Fossil auch. Vielleicht wird das dann zu Kohlenstoff oder einem anderen Stoff, welches dann weiterverwendet wird. Und so setzt sich dieser ewige Kreislauf immer weiter fort. Selbst wenn die Erde zerstört werden sollte, kann sie danach ja nicht ganz weg sein. Wahrscheinlich wird sie zu großen Brocken zersprengt, welche dann für immer schwerelos im Weltall herumschweben. Selbst wenn das Universum sich irgendwann zusammenzieht oder explodiert, stelle ich mir vor, dass es ja dann nicht wegsein kann. Dann wäre ja Nichts. Nirgendwo. Das ist etwas, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Bestimmt schwebt das Universum dann als kleines Körnchen irgendwo herum. Oder es ist jetzt schon ein kleines Körnchen in einem viel größeren Universum.
Was ist hinter dem Universum ?

Wenn wir sterben, trennt sich meiner Meinung nach die Seele vom Körper ab.
Sie schwebt dann hoch in den Himmel, und ist aus einem Material, was durch alles hindurch gehen kann. Ich bin evangelisch-christlich, aber auch ich weiß nicht, was nach dem Tod mit unserer Seele passiert. Vielleicht kommen wir zu Gott, in den Himmel, wo wir dann alle wiedersehen, die schon verstorben sind. Das hoffe ich sehr.
Vielleicht gibt es Paralleluniversen, wo unsere Seele mit unserem Ich-Sein, unserem Bewusstsein und unserem Charakter dann hinkommt. Dort könnte man dann ein ganz neues Leben in einer ganz neuen Welt beginnen, und wenn man dort stirbt, geht das ganze von vorne los.
Vielleicht schwebt unsere Seele auch in einem unendlichen, leeren Raum herum, wo auch alle anderen Seelen sind.
Möglicherweise werden wir auch wiedergeboren und unsere Seele wird zur Seele eines Babys irgendwo auf der Welt, genau in dem Moment, wo es gezeugt wird.
Ich glaube, dass das alles wirklich irgendwie auf die Ewigkeit hinausläuft, und das ist für mich ein erschreckend schöner Gedanke!

Die Antwort auf deine Frage lautet für mich darum: Was ist hinter dem Universum ?

- Ich hoffe, das hier liest sich jemand durch. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn jemand in den Kommentaren mit mir darüber weiterdiskutiert ! :)

Wie stellst du dir Gott vor?

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@ViolettaSparkle

Eigentlich gar nicht !

(Obwohl ich darüber natürlich auch mal wieder nachgedacht hab^^)

Vielleicht sieht er ja aus wie der Weihnachtsmann :D so mit einem langen Bart und richtig alt !

Vielleicht ist Gott ein kleines Kind, was die Planeten und das Universum wie Murmel in der Hand hält und damit spielt...oder eine junge Frau, die ihr Kind - die ganze Welt- beschützen will und sich Sorgen um deren Zukunft macht ?

Vielleicht hat Gott gar keine Gestalt, sondern ist einfach Garnichts oder Alles ? Vielleicht ist das Ganze Universum Gott ? Und das, was dahinter liegt ?

Ich bin mir nur sicher, dass alle Menschen sich ohne Gott irgendwie voneinander entfernen würden, und dass Gott da ist, um sie zusammenzuhalten.

Ich diskutiere gerne weiter darüber ! ^-^

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@narufan22

Die Menschen die Nahtoderfahrungen hatten, konnten Gott allesamt nicht sehen. Ich hab schon eine ziemlich genaue Vorstellung vom Aussehen des Teufels, doch bei Gott bin ich mir uneins.

Er müsste eigentlich aussehen wie ein Lebewesen, da bin ich mir ziemlich sicher. Fragt sich nur, welches? Er könnte aussehen wie ein Bärtierchen, weil diese Tiere "untötbar" zu sein scheinen. Er könnte aussehen wie ein Bakterium, weil das die ersten Lebewesen waren. Er könnte aussehen wie ein Mensch, weil Menschen sich als einzige über sich selbst und ihr Umfeld ausführliche Gedanken machen können.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich Gott vorstellen kann, ich bin mir nicht sicher :)

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@WorldHistory99

Ich glaube nicht, dass wir jemals wissen werden, wie Gott aussieht! Wir können nur daran glauben, dass es Gott gibt.
Und ob man daran glaubt, ist jedem selbst überlassen !
Wie sieht denn für euch der Teufel aus ?
Glaubt ihr, es gibt nach dem Tod so etwas wie ein Gericht?
Einen Ort, wo die Menschen sortiert werden, nach dem Gewicht ihrer guten und bösen Taten im Leben ?

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@WorldHistory99

Die Hölle ist der Ort, an dem die Engländer kochen, die Italiener den Verkehr regeln und die Deutschen Fernsehunterhaltung machen.

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@narufan22

Ich weiss ich komme ein bisschen spät, aber weil du gesagt hast, dass du evangelisch-christlich bist, ich denn gleichen Glaube teile und mir auch schon Gedanken darüber gemacht habe, wie Gott aussehen könnte, möchte ich gerne auch noch meine Meinung dazu beitragen.

Ich weiss es nicht mehr so genau, ich bin keine tüchtige Bibelleserin, trotzdem ist mir etwas geblieben und zwar steht irgendwo, dass Gott uns nach seinem Bild erschaffen hat. Aber mir ist aufgefallen, dass sich das ja nicht nur auf das äussere Bild, also auf das Aussehen, beziehen muss, es kann ja auch sein inneres Bild sein. Vielleicht hat uns Gott ja so gemacht, wie sein Innerstes ist. Wir sind nicht perfekt, doch wenn wir so wie sein innerstes aussehen, müssten wir es doch sein? Nein, ich glaube nicht, denn wir haben ja den freien Willen und Gott fühlt und durchlebt alles mit uns mit. Durch uns weiss er vielleicht, wie es sich anfühlt menschlich zu sein. Schliesslich hat er uns erschaffen.

In einem Buch habe ich einmal gelesen, dass Gott nicht immer riesengross und majestätisch sein muss, sonst weiss er ja gar nicht, wie sich z.b. einen Marienkäfer oder eine Ameise fühlt, oder wie wir uns fühlen, wenn die Welt drohend über uns schwebt und wir uns ebenfalls klein fühlen. Das würde ja irgendwie heissen, er ist alles und doch auch nichts? 

Vielleicht erfahren wir es ja irgendwann, oder auch nicht. Aber für mich ist die Hauptsache, dass ich weiss, dass er uns liebt. :)

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Wow, das nenn ich mal Antwort:D
Ich finde es bemerkenswert und beeindruckend, dass du mit 15 schon so viele Gedanken zu diesem Thema gesammelt hast. Hut ab ...

Könnte aber auch sein , dass es  keinen Gott in einer " göttlichen " Form gibt , sondern Gott als Begriff für den Auslöser des Urknalls gilt...
Vileicht hat Gott diesen Anfang gemacht und das Ende so wie du beschrieben hast ein sich selbst überlassen .

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Der Glaube an ein Leben nach dem irdischen Tod sehe ich nicht als einen Riesen-Alptraum, sondern als eine Hoffnung und als einen Lichtblick.

Ich denke da gerade an die armen Kinder, welche in diesem Leben die Hölle auf Erden hatten.(Man denke nur an die vielen furchtbaren Kinderschicksale in den letzten paar Jahren)Ebenso arme Erwachsene die hier auf der Welt grausames erlebten( Menschen in den KZs, Menschen die litten und ungeliebt waren...)

Schon um solcher Seelen wünsche ich mir, das sie in einer besseren Welt eine neue Heimat finden.

Es gib eine schöne Äußerung: "Farewell Mortality-Welcome Eternity"

Also: Lebewohl Sterblichkeit-Willkommen Ewigkeit"

Es gibt auch viele Berichte über Erscheinungen von Seelen und vieles das beweist das es mehr gibt als ein Grab und einen Sarg-Das Leben und das Sterben liegt in Gottes Hand und für ihn gibt es keine Toten.

Gute Frage. Diese Angst, dass wir nach dem Tod ausweglos gefangen sind, kenne ich auch.

Hier auf der Erde kann man sich ja, wenn man es nicht mehr aushält, zumindest immer noch sagen: Wenn es gar nicht mehr geht, mach ich eben Schluss.

Und nach dem Tod gibt es keine Flucht mehr.

Mit unserer Zeugung und Geburt sind uns also mindestens drei Zwänge auferlegt:

+ wir müssen leben

+ wir müssen sterben

+ wir müssen ewig dasein

Es scheint wie ein Fluch zu sein. Da kann man sich nur noch wünschen, wie schon Aristoteles das mal formuliert hat: "... das beste ist, überhaupt nie geboren worden zu sein."

Aus dieser Falle, in die man depressiv durch sein Denken hineinrutscht, kommt man eigentlich nur wieder raus, wenn man das Ganze nicht als einen Zwang sieht.

Christen sprechen von der HOFFNUNG auf ein ewiges Leben. Und das Wort "ewig" hat dabei nicht die Bedeutung von "unendlich lange", sondern von "unendlich gut". Eine Quantität kann quälend sein, aber eine Qualität ist etwas Lohnenswertes.

Es geht also darum -  statt sich ängstlich gefangen zu fühlen durch die eigenen negativen Vorstellungen - dass man sich vorstellt,

+ was denn das Wünschenswerteste nach dem Tod wäre,

+ was denn wirklich vollkommen wäre,

+ was denn heil werden muss

Christen bringen diese Wünsche in Verbindung damit, wie GOTT ist. Und Augustinus drückt es in einem Gebet so aus: "Unser Herz ist unruhig, bis es ruht in Dir."

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