Tod im Unterricht?

13 Antworten

Also bei uns ist es im Reliunterricht im Lehrplan. Aber es wird nicht nur von einer religiösen Seite aus betrachtet. Wir haben allerlei besprochen. Nahtoderfahrungen, Bestattungen, Trauer im Allgemeinen, wie man mit dem Tod von Angehörigen klarkommt etc.

Ich finde es allgemein sehr gut, allerdings errinnere ich mich gut, wie ich einmal sehr kurz vor den Tränen war - ich vertrag es überhaupt nicht, über meinen eigenen Tod nachzudenken.

Also nicht für jeden optimal. Aber man sollte sich schon damit auseinandersetzen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Gehe auf eine Klosterschule, ein sehr guter Freund ist Mönch

Ja, sollte man. Der Tod ist ein Teil des Lebens, und die Schule hat den Auftrag, einen aufs Leben vorzubereiten, nebst den Eltern. Zudem ist der Tod ein wichtiges Thema in vielen literarischen Werken, ist also als Thema unumgänglich.

Alles was wichtig im Leben ist, wird niemals angesprochen im Unterricht!

Z.B., wie du deine Steuern machst, warum wir hier sind und wohin wir gehen.

Warum du Zeitlebens´unglücklich bist und immer auf der Suche nach dem Glück.

Warum du Dinge kaufst, die dich nicht glücklich machen und wie das Finanzsystem funktioniert.

Warum du immerzu arbeiten gehst, aber nie genug dabei rumkommt.

Tod ist auch interessant, aber deine Geburt (Körper) ebenso!

Hallo confused1221,

ja, denke schon.

Man kann immer mal überraschend mit dem Tod in Kontakt kommen, wenn zum Beispiel Familienmitglieder sterben. Da ist es gut, wenn man zumindest eine gewisse "Vorbereitung" drauf hat.

Auch sehe ich eine extreme Gefahr gegeben, dass bei schlechter Aufklärung zum Thema Tod, Menchen auf alle möglichen Versprechungen (Leben nach dem Tod) reinfallen. Die Konsequenzen daraus können so dramatisch sein, dass man lieber mal ein paar Unterrichtsstunden für das Thema opfern kann um die Leute davor zu warnen.

Gruß

Hey, danke für deine ausführliche Antwort!

was genau meinst du mit „warnen“? Bist du der Meinung es gibt kein Leben danach?

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@confused1221
Bist du der Meinung es gibt kein Leben danach?

Natürlich gibt es das nicht. (Man lege überhaupt mal einen Beweis für das Gegenteil vor. Es basiert einzig auf Wunschdenken.)

Und warnen muss man Menschen davor, weil das schon extremen Einfluss auf ihr Leben haben kann.

Gibt genug Leute dir rumlaufen und sagen "im Leben danach wird alles anders/besser". Und diese Menschen handeln genau nach dieser Prämisse. Du kannst dir vorstellen welchen Schaden das im Leben dieser Menschen anrichtet.

Auch muss man warnen, weil es wirklich viele Menschen gibt, die einfach behaupten "ja, gibt ein Leben nach dem Tod". Man sollte den Leuten in der Schule helfen einen kritischen Verstand zu entwickeln und bei unbewiesenen Aussagen ganz hellhörig und wachsam werden.

Gruß

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Ja, warum denn nicht? Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo solche Themen tabu waren. Wir entwickeln uns immer weiter zu einer offenen Gesellschaft, die viel akzeptiert und respektiert. Ich finde es sogar extrem wichtig, über den Tod zu sprechen, weil man dann keine Angst mehr davor haben muss.

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