Tod eines Haustiere, wie geht ihr damit um?

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11 Antworten

Das Du Dein Kaninchen verloren hast, ist tragisch für Dich. Aber denk doch einmal so: Du durftest es für sehr lange Zeit haben. Das war sehr schön. Es hat sich sicher wohl bei Dir gefühlt. Aber eben auch Tiere werden einmal alt. Auch wenn man es ihnen nicht so ansieht, sie leiden vermutlich unter den gleichen Zimperlein, wie Menschen, wenn sie älter werden, und dann ist es irgendwann einfach nur noch eine Erlösung, wenn die Augen irgendwann zu bleiben. Also gönn ihm seine Ruh. Nur wenn Du es vermagst, den Tod so zu betrachten, wirst Du lernen, ihn zu akzeptieren. Noch kämpft alles in Dir gegen diese Ohnmacht, nichts dagegen getan zu haben noch es gekonnt zu haben. Aber so ist das im Leben. Du musst es akzeptieren. Jetzt bist Du tief verletzt in Deiner Seele. irgendwann wird aus der offenen Wunde eine Narbe. und genau damit wirst Du leben müssen, und daher auch damit leben lernen. Weine ruhig, wenn es Dir hilft. Lass es raus. Aber sage Dir dann auch, dass Du nun einmal lebst und Deinem Kaninchen jetzt nichts mehr weh tun kann, dass es ihm gut geht. Freu Dich sogar darüber. Das darfst Du nämlich. Wenn Du das schaffst, dann wirst Du auch wieder fröhlich. Mir hat einmal jemand gesagt: "Nur wer loslassen kann, der liebt." Lass Dein Kaninchen los. Lass es im Frieden in seinem Wald liegen. Es ist bestimmt nicht allein. Im Gegenteil. Dort sind reichlich seiner Artgenossen.

ja, den spruch kenn ich. ich sollte ihn mir zu herzen nehmen, danke!

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Versuch, nichts in dich hineinzufressen, sondern versuch wenn möglich über deine Trauer zu reden, wenn möglich vielleicht hilft sogar eine Therapie bei einer Psychologin? Der Hund von meinen Eltern ist auch vor kurzem gestorben, und dabei bin ich heute auf folgenden Link gestoßen, der dir bei deiner Trauerarbeit helfen könnte, wenn deine Freunde und Familie schon überfordert sind mit deinem Mitteilungsbedürfnis: http://www.tiertrauerchat.de/

danke für deinen ratschlag

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Habe meine Mohrle (Katze) mit elf Jahren verloren. Unsere Susi lebt noch und ist jetzt 14. Habe jetzt schon Angst vor deren Abschied. Ich habe bei Mohrle fast 6 Monate gebraucht um einigermaßen drüber hinweg zu kommen. Ich kann voll mit dir mitfühlen. LG Klaus

danke..

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Denk daran, dass er es 9 Jahre bei dir gut gehabt hat und bestimmt nicht wollen würde, dass du total kaputt gehst. Du hast ihm ein Zuhause gegeben und darfst jetzt auch ruhig weinen, Trauer ist nun mal nicht so schnell "abgehakt". Geh ruhig zu der Stelle im Wald, wenn es dir hilft. Aber mach dir bewußt, dass hier nur der Körper liegt. Meine Häschen sind auch gestorben, das zweite mit 10 Jahren an Krebs, und ich war dabei, das war auch sehr traurig, aber man kann nicht mehr machen, als sie begleiten. Rede viel darüber, und wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, gib neuen Kaninchen aus dem Tierheim ein Zuhause, das würde sich dein letztes Kaninchen bestimmt auch wünschen. Bitte immer mindestens zu zweit, Kaninchen brauchen Artgenossen (Gruppentiere). Wünsche dir alles Gute!

dankeschön, eure antworten helfen mir echt!

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wie wäre es denn mit einem neuen haustier? das hat nichts mit untreue zu tun, aber in vielen tierheimen sitzen genug tierchen, die sich einen neuen besitzer wünschen. mit neun jahren hat es ein stolzes alter erreicht und vielleicht tröstet es dich , wenn du daran denkst, dass es bestimmt nicht so lange gesund geblieben wäre, hättest du es nicht mit ganzer liebe gepflegt. ich würde aber meinen kummer nicht in mich hineinfressen, sondern ruhig drüber reden, sein "grab" besuchen, vielleicht in gedanken mit ihm sprechen und wirklich vielleicht darüber nachdenken, ob du nicht einem anderen tier etwas gutes tun willst.

das stimmt.... das kaninchen ist sehr alt geworden und hatte ein schönes leben. mehr kannst du nicht für es tun und mehr hätte es sich bestimmt auch nicht gewünscht.

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ich kann dich verstehen, ich hatte 2 zwergkaninchen, das waren ganz liebe tiere. als der eine ganz plötzlich starb wurde der andere schrecklich krank, hatte ständig feuchte augen(tränen) und starb kurz darauf. das ist jetzt 3 jahre her und ich könnte heute noch heulen deswegen. ich habe das glück, meinen zwei hasen ein grab auf unserem grundstück geben zu können. ich pflege es ganz liebevoll. die trauer wird kleiner, vielleicht vergeht sie mal, aber sicher nicht bei mir. es tut mir leid.

Das tut mir sehr leid für dich. Ich kann dich verstehen, weil ich meine Lieblingskatze mit 6 Jahren nach langer Krankheit verloren habe. Man sagt Zeit heilt alle Wunden. Manchmal stimmt das. Geh in ein Tierheim und schau ob du ein neues kleines Tier findest. Da tust du ein gutes Werk, und dir kann es über deine Trauer hinweghelfen.

danke für deinen beistand. nur haben wir schon zwei straßenkatzen (mutter + baby) bei uns aufgenommen, das war aber noch bevor er gestorben ist. und meine eltern erlauben mir deswegen kein neues kaninchen. ich liebe diese katzen auch, aber sie helfen mir leider nicht darüber hinwegzukommen..

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ich kann dich verstehen... hab auch schon solche situationen durch.... mir hat es immer geholfen ein neues tier aufzunehmen, dem es vorher sehr schlecht ging. das hat -für mich- dem tod des vorherigen tieres einen sinn gegeben. nämlich dass dafür ein anderes geschundenes wesen ein gutes zuhause bekommt. aber sowas ist individuell, jeder empfindet etwas anderes als trost....

red mit irgendwem darüber... und dann lass los. es war ein kaninchen und hat mit fast 9 jahren doch wirklich ne lange zeit gelebt

ja das stimmt, ich habe auch schon mit einigen leuten geredet, meiner mutter und meiner oma z.b. die haben mir das selbe gesagt, aber ich pack es einfach nicht.

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@lorey007

kann ich verstehen. wir haben im juni nach 11 jahren unseren hund einschläfern müssen.. und es war der absolute horror.. hier zu hause haben ständig alle geheult und es ging uns nur schlecht. mein großer liegt hinten bei uns im garten und jeden abend zünden wir draußen ein teelicht für ihn an. inzwischen (ich will nicht sagen dass ich drüber weg bin, denn heulen könnt ich immer noch wenn ich daran denke) gehts mir wieder ganz gut. also lenk dich ab, genieß das leben und abends wenn du im bett liegst dann denkst du halt mal an dein kaninchen..

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Ich kann dich auch sehr gut verstehen vor 2 jahren verlor ich mein hund lizzy (border collie) sie war erst 4 jahre alt und wurde überfahren vor meinen augen es war sehr schmerzhaft und ich weine bis heute noch man sagt lass es los egal wie schmerzhaft es ist.Sie hat es bestimmt dort oben gut ..

ich habe meinen ersten Hund einschläfern müssen.

Es ist nun schon fast drei Jahre her, aber ich vermisse ihn immer noch.

Ich kann Dir leider kein Geheimrezept geben, wie man mit Trauer fertig wird. Ich kann Dir nur schildern, was mir geholfen hat:

Weine, wenn Dir danach ist (hole es quasi nach, wenn es situationsbedingt nicht sofort geht)

Erkenne, daß wir unsere Haustiere als vorübergehende Leihgabe ansehen müssen.

Freue Dich über die Zeit, die Du mit Deinem Hasen verbringen durftest.

Vertraue darauf, daß er ein gutes Leben bei Dir hatte.

Und stehe zu Deiner Trauer, genauso, wie Du es eben gemacht hast.

Ich weine heute noch ab und dann um meinen Paco und das wird wohl auch so bleiben.

Unsere Tiere bleiben in unserem Herzen, und das ist gut so.

Alles Liebe

pacole1

danke für eure lieben antworten, das hilft mir wirklich.. ich denke ich werde morgen noch einmal bei ihm vorbeigehen, ihn in guter erinnerung behalten und versuchen wieder etwas fröhlicher in die zukunft zu schauen (: danke!

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