Tod der Großmutter nicht verkraftet, wie damit umgehen?

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8 Antworten

Hallo MeridiasStern,

einen lieben Menschen zu verlieren stürzt fast jeden in tiefe Trauer. Manche sagen zwar, der Tod gehöre zum Leben dazu, dennoch empfinden ihn die meisten als einen schrecklichen Feind. Dir geht es ganz sicher genauso. In einer solchen Situation kann man mit Worten oft gar nicht beschreiben, was man wirklich fühlt. Manchen geht es so, dass sie sich mit dem Geschehen gar nicht abfinden wollen, oder sie können nicht realisieren, was da eigentlich passiert ist. Viele empfinden, dass das Leben nun nicht mehr so ist, wie vorher. Davon kannst Du ja selbst ein Lied singen, nicht wahr? Nach dem Tod eines lieben Menschen beginnt ein langer Weg der Trauer. Die Frage ist, wie es einem gelingen kann, die Trauer gut zu verarbeiten.

Für viele gehört Weinen mit zur Trauer. Dass Tränen sinnvoll und nützlich sein können, bestätigen auch Psychologen. Gefühle hingegen zu unterdrücken, schadet mehr als es nützt. Wenn Dir also danach ist, zu weinen, dann lasse deinen Tränen einfach freien Lauf. Hinterher wirst Du sicher merken, dass es Dir wieder besser geht. Du brauchst Dir daher Deiner vielen Tränen nicht zu schämen!

Es könnte jedoch auch sein, dass Gefühle der Wut in Dir aufsteigen. Das kann z. B. dann passieren, wenn jemand etwas Gedankenloses oder Falsches sagt. Oder man ist sogar wütend auf den Toten, weil er einen im Stich gelassen hat. Auf keinen Fall wäre es richtig, diese Gefühle zu verdrängen. Es wäre hilfreich, wenn Du Dich einem guten Freund anvertraust, der Dir gut zuhört und in der Lage ist, auf Deine Gefühle richtig zu reagieren.

Falls Du an Gott glaubst, dann kann es Dich sehr erleichtern, wenn Du ihm im Gebet Dein Herz ausschüttest. Das mag dazu führen, dass sich Deine Gedanken und Gefühle wieder beruhigen, denn die Bibel verspricht: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten." (Philipper 4:6, 7)

Der größte Trost ist es jedoch, daran zu denken, dass Gott verheißen hat, die Toten eines Tages wieder aufzuerwecken. Von der künftigen Auferstehung sprach auch Jesus Christus, als er folgendes verhieß: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... einer Auferstehung des Lebens." (Johannes 5:28, 29) Damit ist nicht gemeint, dass wir unsere Angehörigen und Freunde eines Tages im Himmel wiedersehen werden. Die Bibel spricht von einer irdischen Auferstehung, bei der die Toten wieder einen Leib aus Fleisch und Blut erhalten, der dem gleicht, den sie vor Ihrem Tod hatten, allerdings ohne Krankheiten und Gebrechen. Wir werden die Verstorbenen also so sehen, wie wir sie gekannt haben. Kannst Du Dir vorstellen, wie unbeschreiblich groß die Freude sein wird, wenn diese Auferstehung stattfinden wird? Wie schön wird es dann sein, all die Lieben, die man bis dahin durch den Tod verloren hat, wieder in die Arme schließen zu können!

Der Tod ist heute zwar noch, wie eingangs gesagt, ein schrecklicher Feind, doch verheißt die Bibel, dass dieser Feind eines Tages "zunichte gemacht" werden wird, und zwar für immer (1. Korinther 15:26)! Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deinen Schmerz und Deine Trauer nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Hey, ich kann deine Gefühle gut verstehen, mein Zieh-Vater, mein Opa ist zur selben Zeit verstorben, ich habe ihn immer Vater genannt, weil er das für mich auch war. 

Auch ich habe, lange jeden Tag geweint und manchmal überkommt es mich heute noch, dann ziehe ich mich für ein paar Minuten zurück und trauere immer noch.

Das musst du auch nicht ändern, du sollst und darfst trauern. Solange du möchtest. 

Aber du musst dir auch eines sagen; Unsere Lieben, haben bestimmt gewollt das wir wieder glücklich werden und unser Leben so gut wie möglich Leben.

Ich würde es nochmal mit einem anderen Psychologen versuchen, deine Oma ist nicht weg, solange du sie im Herzen trägst, deine Oma ist nur woanders und es gibt Wege von ihrer Kraft zu schöpfen.

Ich trage seit mein Opa tot ist seine Uhr, sie ist kaputt und zeigt die Zeit nicht mehr, aber so habe ich immer ein Stück von ihm bei mir. Und wenn mein Leben schwierig wird, dann erinnere ich mich an alle die schönen Zeiten mit ihn und lass meine Tränen fließen,  dann wische ich sie weg und mache weiter, mit mein Opa mir wieder beim Leben zugucken kann

ich kanns gut verstehn... bei mir wars ähnlich, meine großmutter hat für mich gesorgt und war mir mehr mutter als meine echte mutter, denn die war gefühlskalt, überfordert und stets abwesend. meine oma ist schon viele jahre tot und ich vermisse, vermisse, vemisse sie..

es wird im lauf der zeit etwas besser und ist nicht mehr so sehr im vordergrund wie zu beginn. aber..ich gehe auch fast jeden tag zu ihrem grab, dann fühle ich mich ihr nah und kann meine probleme mit ihr besprechen. sie hilft mir, auch wenn wir uns im echten leben nie mehr sehen werden. ich hoffe sehr, dass wir wieder zusammen sind, wenn ich mal sterbe. das ist eine große sehnsucht in mir und ich kann mich im prinzip ablenken mit meinem alltäglichen leben und dem gedanken, dass es ihr gefallen würde wie ich es mache.

alles GUTE dir!..und trost im herzen, wenn du ihre anwesenheit spürst


Du könntest eine Therapie zur Trauerbewältigung machen, falls du das möchtest. Und es gibt auch Selbsthilfegruppen, wo du auf Leute triffst, die ähnlich empfinden und unter dem Tod eines geliebten Menschen genau so leiden wie du. Es ist verständlich, dass dir deine Grossmutter soviel bedeutet hat, weil sie für dich eben wie eine Mutter war. 

Du hast Dich in Deiner Trauer festgefahren. Du hast diese Trauer so tief in Dein Gehirn eingegraben, dass Du sie dort so ohne Weiteres nicht mehr heraus bekommst. Nach 5 Jahren ist es fast unmöglich das "abzuschalten".

Je mehr Zuspruch und Verständnis Du erhalten hast und immer noch bekommst, um so mehr wirst Du positiv in Deiner Trauer bestätigt und um so weniger kannst Du sie überwinden.

Darüber nicht reden – so wie Deine Eltern es gemacht haben – wäre Deine Rettung gewesen. Leider ist das jetzt zu spät.

Und jetzt, da ich Dich so vor den Kopf gestoßen habe, ist Dein erster Gedanke ganz bestimmt, "Wie unsensibel! Was fällt diesem ldi0ten denn ein, so respektlos zu reden!". Habe ich recht – so ungefähr?

Diese Art von Gedanken sind es, die Dich in Deiner Trauer gefangen halten. Ich bin unsensibel, richtig. Aber ich trauere nicht um die Toten, denn die brauchen unsere Trauer nicht. Vielmehr bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass man sich für die Toten freuen sollte, denn – egal an was man glaubt – sie haben die Last und den Schmerz des Diesseits hinter sich.

Trauer ist ein ganz und gar egoistischer Zustand. Obendrein ist es noch ein Verlangen nach etwas völlig Unmöglichem. Deshalb ist Trauer auf lange sich ein Hinderungsgrund für das eigene Leben.

Ein guter Mensch der gestorben ist, ist in unserer Umwelt einfach nicht mehr existent, wie ein guter Freund, der z.B. das Land verlassen hat. Man kann diesen Freund eine Weile vermissen. Das muss reichen.

Alles Andere ist und bleibt eine Beschneidung des eigenen Lebens.

Wie weit soll Diene Trauer noch gehen?

Wie tief willst Du noch darin ertrinken?

Willst Du so lange leiden, bis Dein eigenes Leben unerträglich wird?

Und was wirst Du dann machen?

Du siehst, entweder konzentrierst Du Dich darauf wie unsäglich unsinnig Deine Trauer ist und Du führst es Dir immer und immer wieder vor Augen, um in der ewigen Wiederholung die tiefen Gräben in Deinem Gehirn zu löschen oder Du wirst … na, jetzt sollte Dir klar sein, wohin das führt.

Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen reden.
Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Gibt es an
Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit
diesem reden.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Ich würde die empfehlen andere Psychologen auf zu suchen und wenn die dir auch nicht helfen können dann gibt es im Internet eine Nummer gegen Kummer die ist auch kostenlos und die können einen echt gut Helfen ich hoffe ich konnte dir ein wenig Helfen

Der Körper kommt und der Körper geht.
Da müssen wir alle durch. Nimm es an, etwas anderes bleibt dir nicht übrig.

Das was jetzt ist anzunehmen macht dich von der Spannung frei welche entsteht wenn man das was ist ablehnt.

Ich kann gut nachvollziehen wie es sich jetzt anfühlt. An solchen Tagen haben mich die Hörbücher von Eckhart Tolle aufgemuntert.


Mfg

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