Tochter(ld.34) i.b.Eltern-BG in eigener Whng.mietfr.eingezg.Kann man MB bei Arge geltend machen

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4 Antworten

Antwort: Die Mehrkosten können die Eltern nicht gegenüber der ARGE geltend machen. Du gehörst nicht in die Bedarftsgemeinschaft und es sind deine Kosten und nicht die der Eltern.

Bei einem Gehalt von 800 € ohne Kosten für die Unterkunft zu haben - verfügst du über mehr Geld als manch andere. Natürlich bist du ein anderes Einkommen gewöhnt und es sicher auch nicht so einfach wieder mit den Eltern unter einem Dach zu wohnen, wenn man vorher schon lange einen eigenen Haushalt hatte.

Also von meiner Seite gebührt dir Anerkennung, dass du die zweite Ausbildung dennoch begonnen hast.

Jetzt sind 800 € nicht die Welt aber auch nicht nichts. Mehrkosten fallen natürlich für dich an, wenn du im Haus deiner Eltern wohnst. Einen Anspruch auf BAB hast du bei einer 2. Ausbildung nicht mehr. Du kannst aber Wohngeld beantragen. Lies hier mehr: http://www.azubi-azubine.de/mein-geld/finanzielle-hilfen.html#Wohngeld Ein Problem sehe ich in der Berechnung der für dich anfallenden Mehrkosten. In einem Haus gibt es keinerlei Zähler für deinen Anteil an Strom, Wasser/ Abwasser, Warmwasser oder Heizung. Ob die Wohngeldstelle dann einen solchen Antrag bearbeiten kann, musst du dort selbst mal erfragen. Ich würde mich also auf den Weg dahin machen und das klären.

Wichtig ist auch, dass sich dadurch die Kosten deiner Eltern vermindern und das sollten sie dann gegenüber dem Jobcenter auch offenlegen (also Einnahmen von dir nicht verschweigen).

alles Gute.

Gegenfrage, warum lassen die Eltern die Tochter mietfrei wohnen?

Zumindest an den Nebenkosten sollte sich die junge Dame beteiligen.

Ich denke, auch wenn der Staat die Eltern unterstützt, wird er die Mehrkosten der Tochter nicht übernehmen, da diese über ein Einkommen verfügt.

Gar nicht!

Für die Mehrkosten hast DU, die du auf Grund deines Alters nicht zur elterlichen BG gehörst, aufzukommen. Es ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers, dich indirekt zu finanzieren.

Kannst du für die Kosten nicht aufkommen, kannst du Hilfe beantragen; ob du unterstützt wirst, lässt sich von hier aus nicht abschätzen, da bei einer dem Grunde nach BAB-/BAföG-fähigen Ausbildung immer der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II im Raum steht.

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