Tochter war 7 Monate in Pflegefamilie wegen Jugendamtsfehler und hält uns jetzt für fremd was kann man da tun?

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9 Antworten

Lasst Ihr einfach Zeit  - das wird schon wieder. Bedrängt sie nicht, lasst sie auf Euch zukommen.

Bezieht sie vorsichtig in Euer Alltagsleben ein.

"fahrlässiger Amtsmissbrauch" nennt sich das Juristisch !!!

Wenn ihr mit dem Anwalt noch in Kontakt seid, versucht es ruhig bis zum Bundesfamilien- oder Bundessozialgericht (für letzteres braucht ihr aber nicht zwingend einen Anwalt)!

Was das Kind angeht würde ich zunächst bei "pro Famila" fragen, was der beste Weg wäre. Falls tatsächlich fachmedizinische Hilfe vonnöten ist, z.B. von einem kinderpsychologen, müsste das Sozialamt diese Kosten ersetzen; vorausgesetzt es ist "Gerichtlich festgestellt"! 

Notfalls vom Bundesverfassungsgericht!!

Bundesfamilien- oder Bundessozialgericht

solche Gerichte gibt es nicht ...

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Lieber Markus

Eure Tochter hat sicher eine starke Bindung zu Euch aufgebaut. Das ist gut, das ist normal oder sollte es sein und es ist natürlich. Leider wird die Bindung zwischen Eltern und Kindern über die letzten Generationen immer schwächer.

Es muss schrecklich für sie gewesen sein, 7 Monate von Euch getrennt zu sein. Ich glaube, die Bindung wird nun auf die Probe gestellt. Sie ist sicherlich nicht so stark wie zuvor. Das Mädchen hat mit dieser Erfahrung sicherlich das Vertrauen verloren, was nun wieder mit einer starken Bindung an Euch aufgebaut werden muss.

Dies könnt Ihr tun, indem Ihr viel Zeit gemeinsam mit ihr verbringt. Es muss kein Urlaub irgendwo sein. Egal, jede Zeit gemeinsam hilft. Nehmt Euch frei, falls Ihr arbeitet und verbringt viel Zeit mit ihr. Am besten 24 Stunden am Tag. Lasst sie bei Euch im Bett schlafen. Unsere Kinder haben viele Jahre mit uns im Bett geschlafen und die jüngeren tun es immer noch. Das hilft, eine starke Bindung aufzubauen und bring das Vertrauen hoffentlich wieder zurück.

Ich würde das Kind nicht in die Krippe geben. Vielleicht zu Oma/Opa, wenn sie diese von vorher noch gut in Erinnerung hat oder einfach nur jetzt gern dahin mag. Doch wichtiger finde ich, dass sie die gesamte Zeit mit mindestens einem Elternteil hat.

Einer der wichtigsten Wissenschaftler in der Bindungsforschung ist Gordon Neufeld. Er wohnt in Kanada, wo auch ich mit meiner Familie wohne. Ich empfehle Dir, Dich mit seinen Büchern, Texten, Videos zu beschäftigen wie 

Liebevoll,

Thorsten

eine langsame Rückführung wäre für das Kind natürlich besser gewesen, jetzt hat es von heute auf morgen seine Bezugspersonen verloren und ist bei Fremden Person, denn das seid ihr nun mal für das Kind, fremde Personen. Und wenn ihr jetzt von dem Kind noch verlangt, dass es mit euch knuddelt oder euch als Mama und Papa behandelt, damit es euch gut geht, dann überfordert ihr ein so kleines Kind total.

Ihr müßt ihr einfach Zeit geben, sich an die neue Situtation zugewöhnen, das wird einfach seine Zeit brauchen, mindestens Monate, von heute auf morgen wird das nicht gehen, das könnt ihr ja auch echt nicht erwarten, aber es wird besser, man braucht halt einfach viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

Ich habe eine Bekannte, bei der war der Sohn auch ab 16 Monate für lange Zeit in einer anderen Familie, die Familie ihrer Tante und für ihn war es die Mutter. Die Mutter war schwer erkrankt. 

Für ihn gab es aber eine langsame Rückführung, die Mutter wohnte erst mal bei der Schwester. Aber ihre Kinder (gab noch eine ältere Schwester) haben sie erst mal gar nicht respektiert als Mutter. Sie merkten auch, dass die Mutter (im Rollstuhl) nicht so schnell reagieren konnte. Aber mit der Zeit wurde es besser, sie konnte wieder laufen, zog in wieder in eine eigene Wohnung und ihre Eltern/Kind Beziehung wurde wieder normal. 

Doch, solche Fälle gibt es. Auch, dass die Sachbearbeiter Angst vor der Öffentlichkeit haben. Denn die ARD hat schon mal über übelste Zustände an bestimmten Orten berichtet. Und dradio geht auch angemessen mit dem Thema um. 

https://www.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html

Natürlich ist es gerade für so ein kleines Kind sehr schwer. Wie schon geschrieben kann ich jetzt hier nur raten, lasst dem Kind Zeit. Nehmt es nicht persönlich sondern als seine ganz natürliche Reaktion aufgrund der Umstände und des Alters. 

Fein finde ich, dass Ihr so gekämpft habt. Frage bitte den Anwalt, ob er weiterhin die Interessen des Kindes vertreten mag. Eine Überprüfung wegen Schadensersatz würde ich nachfragen. Schadensersatz insofern, dass Ihr wenigstens nun Hilfe erhaltet, das durch diese Maßnahme tatsächlich misshandelte Kind angemessen in Eure Familie zurück zu integrieren. 

Ich finde es ratsam, darüber mit dem Anwalt zu sprechen. Fehler machen alle Menschen. Da beißt keine Maus einen Faden von ab. 

Den Opfern steht aber für mich danach angemessene Unterstützung zu. 

Und nutze bitte die Seite. Sie sollte weitere Hilfsmöglichkeiten vor Ort nennen, falls sie vorhanden sind. 

Sollte die Geschichte so tatsächlich stimmen, hat sich hier keiner Gedanken um das Kindeswohl gemacht.
Wäre es euch um das Wohl des Kindes gegangen, dann hättet ihr der langsamen Rückführung zugestimmt! Die Kleine kennt euch doch gar nicht mehr. Jetzt hat man sie aus ihrer vertrauten Umgebung und von den Menschen, zu denen sie einen Bezug hat, weggerissen! Wie schlimm muss das für so einen kleinen Menschen sein...

Ich war einfach so sauer als das mit dem Fehler rauskam. Mein Sohn hat sich die ganzen 7 Monate die Schuld gegeben erklär mal einem 9-10 Jährigen dass er nicht schuld ist. Dass wir sie von einem Tag auf den anderen zurück bekommen damit habe ich selbst nicht gerechnet. Mittwoch kam der Anruf wir sollen morgen kommen und Donnerstag hat man uns sie unvermittelt zurückgegeben und gesagt damit ist man aus der Sache raus. Wir waren selbst total überrumpelt. Aber jetzt ist es nunmal geschehen was können wir jetzt tun ?

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So ganz glaube ich dir die Sache nicht.

Nur weil ihr mit der Öffentlichkeit droht, geht so was zum Wohle des KIndes eben nicht hopplahopp.

Sicher das ihr euer Kind liebt? Klar, ihr wollt es so schnell wie möglich wieder haben, verstehe ich.

Aber gerade WEIL ihr es liebt hättet ihr der langsamen Rückführung zustimmen sollen.

Du bist für sie eben nicht Papa sondern ein Fremder. Sie war ein Jahr alt als sie in die Pflegefamilie kam und hat euch so gut wie vergessen. Das ist völlig normal in dem Alter.

Sie muss und wird wieder lernen das du Papa bist und Mama Mama. Aber das dauert halt.

Ich hatte den Eindruck der Sachbearbeiter hatte Angst vor Konsequenzen. Ich habe selbst nicht geglaubt dass es so schnell geht erst hatte er gesagt die Rückführung würde 3 Monate dauern. Ich dachte durch die Drohung ginge es schneller vielleicht 3 Wochen aber dass er uns sie einfach so sofort wiedergibt damit habe ich nicht gerechnet. Nun ist es aber passiert. Was also können wir machen ?

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@MarkusMo

Auch wenn ihr sauer seid und eine schlechte Erfahrung gemacht habt. Holt euch Tipps vom Jugendamt. 

Ein Profi bin ich auch nicht. Ich kenne mich zwar durch meinen Beruf recht gut mit Kindern aus. Ob es aber richtig ist, noch mal mit den Pflegeeltern Kontakt aufzunehmen kann ich jetzt so auch nicht sagen (des Kindes wegen)

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@Nordseefan

Wenn Du doch schon selbst einräumst, dass Du kein Profi bist, warum gibst Du dann solche Vorurteile zum Besten ?

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Du kannst nichts tun, einfach nur Geduld haben. Das braucht Zeit, eine langame Zurückführung wäre für das Kind günstiger gewesen.

Ich schätze mal dass sich das schon legen wird.

Jetzt ist sie ja noch klein und versteht das alles nicht, später wenn sie erfährt dass ihr die leiblichen Eltern seid wird sie eher froh als traurig sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch noch viel Glück!

Es tut einfach so weh. Die Zeit war so schlimm für uns besonderst für meinen Sohn der sich die Schuld daran gegeben hat. Was meinst du wie lange dauert es bis alles wieder normal ist ?

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@MarkusMo

Das kann ich leider nicht sagen, aber vielleicht könntet ihr Kontakt mit der Pflegefamilie aufbauen, und diese könnte ihr auf irgendeiner Art und Weise erklären dass ihr ihre leiblichen Eltern seid. Nur leider ist sie wahrscheinlich noch zu jung um das zu verstehen.(Vielleicht in ein paar Monaten) Jedenfalls würde ich damit in die Öffentlichkeit gehen... Das arme Kind ist jetzt so verwirrt... Da sollte die Person die das angeordnet hat wirklich eine Strafe bekommen!

Deinem Sohn könntest du ja dann vorweisen dass nicht er, sondern die Person die das alles verursacht hat Schuld ist!

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