Tochter ritzt sich was tuen?

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7 Antworten

Also es könnte sein das sie das nicht mit einem Familienmitglied besprechen will, ich möchte auch nicht das meine Eltern von meinen Problemen erfahren. Gut ich bin auch nicht mehr so jung aber das bringen Depressionen mit sich, ich geh mal davon aus das sie welche hat, man will keinem davon - oder nur Fremden, einer nicht nahe stehenden Personen erzählen wie es in einem aussieht. Aus Angst das die Person nicht mit der dunklen Gedankenwelt zurechtkommt, weil man die Person nicht verletzen will oder um sich selbst zu schützen, keine Angriffsfläche bieten und so.

Du hast geschrieben sie will nicht zum Psychologen, na ja, das wollte ich auch nicht am Ende gings mir aber so schlecht das man mich überreden konnte. Weiter auf der Theorie basierend das sie Depressionen hat will sie sich umbringen weil sie den Schmerz nicht mehr ertragen kann, sie wird es aber vorerst nicht tun, ich kenn sie nicht und hab nicht mit ihr gesprochen aber ich dachte auch ein bis anderthalbjahre darüber nach wie ich mich am schnellsten und schmerzlosesten umbringen könnte und immer wenn man dann kurz davor steht erkennt man erstmal (jedes mal aufs neue) was man tut wenn man das durchzieht, Leben zu Ende - keine Chance auf Rückkehr ...

Sie ritzt sich, das hab ich nie und will es nicht aber ich kenn ein paar die das getan haben oder tun. Sie beschreiben es so, alle inneren Schmerzen werden von dem äußeren unterdrückt (was will man mehr wenn man nur leidet) später wird es dann zur Sucht, es kann natürlich alles noch andere Gründe haben und jede Depression ist anders weil sich jede aus den persönlichen Erfahrungen zusammensetzt die ja nun einmalig sind.

Falls sie es aber doch zulässt das du ihr hilfst könnte das folgender Maßen aussehen. Also grundsätzlich musst du sie IMMER ERNST NEHMEN das ist die oberste Regel der Pädagogik und du solltest dich an sie halten. Verständnis ist das nächste wichtige, wenn man sich verstanden fühlt ist das schon fast die halbe Miete, dummerweise fühlt man sich am besten von gleichen verstanden, also währe eine Selbsthilfegruppe nicht schlecht wo man Leute trifft die wissen wie es ist so zu leiden. Lass sie (wenn es soweit kommt) problematische Erlebnisse aus ihrem Alltag beschreiben und wie sie sich dabei gefühlt hat. Hör ihr einfach zu, lass sie vielleicht auch mal Situationen mit Figuren nachstellen damit du sie besser verstehen kannst (hat meine Psychologin ab und zu mit mir gemacht, ich fand es jedes mal schrecklich albern) hierbei ist wichtig das du sie erst nach "längerer Behandlung" sowas machen lässt. Das funktioniert nur/ oder besser wenn sie Vertrauen zu dir hat.

Aber zurück zum zuhören, ich bin abgeschweift. Meine Psychologin hat mich und meine Art zu denken erst richtig kennengelernt mich diese Art dann ausleben lassen. In meinem Fall verfüge ich über zwei Jahre Entwicklungsvorsprung und höheren mentalen Fähigkeiten als normal (hat mir meine Psychologin gesagt und ein paar andere bei denen ich gesehen hab wies ist behandelt zu werden) also stelle ich mir alles "plastisch" dar und verknüpfe das ganze mit Dingen die mir Spaß machen oder die ich mag. So stellte ich die Rangordnung in meiner Klasse (ich wurde gemobbt) wie folgt dar: Sklaven, Pioniere, Siedler, Bürger, Patrizier und Aristokraten. Ich zählte freilich zu den Sklaven denn für die anderen war ich im echten Leben genauso wenig wert und das liesen sie mich gerne und oft spüren, Patrizier und Aristokraten waren die Klassenkasper und beliebtesten der Klasse - der Posten wechselte ziemlich oft, Bürger usw. du hast denke ich das Prinzip verstanden. Das als Beispiel genommen kannst du dir ja abkupfern, finde heraus wie sie sich Dinge darstellt wie sie Erlebnisse abruft, lass sie einfach laut denken um das herauszufinden am Anfang ziemlich komisch aber später normal.

Später kannst du dann während sie dir beschreibt was vorgefallen ist oder so, mögliche Fehler in ihrem Denken ganz sanft und NICHT DRÄNGEND aufweisen und ihr zeigen das es alles eig. gar nicht so schlimm ist. So jetzt fällt mir erstmal nichts mehr ein aber ich bin gerne noch für Fragen zu haben, schreib einfach wenn ich irgendwo was unschlüssiges geschrieben hab. Ach und weise sie auf keinen Fall ein, das ist dann sehr schlecht ham die anderen ja schon beschrieben.

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Grundsätzlich kannst du besser einschätzen, wie ernst es ihr v.a. mit den Selbstmordabsichten ist. Wenn du denkst, dass sie in absehbarer Zeit keine (noch größeren) Dummheiten macht, such eine Beratungsstelle oder auch eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe und vereinbare dort einen Termin FÜR DICH!

Die Mitarbeiter dort kennen sich sehr gut aus und können mit dir ganz verschiedene Strategien besprechen.

Versuche, mit deiner Tochter offen ins Gespräch zu kommen. Keine Vorwürfe, kein "Entwerten" ihrer Gefühle, keine "Besserwisserei"!

Sie hat Probleme, die du nicht für sie lösen kannst, und möglicherweise bist du ein Teil davon.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dasss dein Kind auch dir Vorwürfe macht! Stell dich schon mal daruf ein und versuche, ruhig zu bleiben - oft ist das nur der Versuch, einen Streit anzufangen, um die eigentliche Diskussion zu vermeiden.

Sprich nicht so sehr über ihr Verhalten, sondern darüber, wie du es erlebst, was es in dir auslöst. Über deine Ängste, über deine Hilflosigkeit, deine Wut usw.

Und überlege mit ihr gemeinsam, wie es weitergehen könnte.

Eine Zwangseinweisung ist immer nur der letzte Ausweg. Aus Sicht deiner Tochter ist das Bevormundung, Zwang und "Abschieben"! Damit erreichst du das genaue Gegenteil dessen, was sie braucht.

Lies dir das mal durch:

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=120526.html

Übrigens: wenn reden nicht funktioniert, kann manchmal auch ein Brief helfen - den kann sie in Ruhe lesen und sich ihre Antwort/ Reaktion genau überlegen!


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Was du bitte niemals tun darfst ist dein Kind fürs Ritzen zu bestrafen. Ritzen ist bereits eine Selbstbestrafung. Wenn du sie also einsperrst, ihr Vorwürfe machst, sie einweisen lässt, dann macht es die Situation nur schlimmer.

Menschen, die sich ritzen, sehen den Selbstmordversuch sehr häufig als krasse Form der Selbstverletzung an und haben gar nicht wirklich die Absicht zu sterben, was nicht heißt, dass es nicht trotzdem gefährlich werden kann und es soll auch nicht heißen, dass dieser Schrei nach Aufmerksamkeit kein sehr ernstzunehmendes Problem ist.

Gib ihr immer wieder die Chance mit dir zu reden oder weise sie darauf hin, dass sie jederzeit mit jemand anderem reden kann. Es könnte ja sein, dass du ein Teil des Problems bist. Möglicherweise kann sie sich einer dritten Person leichter öffnen. Lass ihr die Option, dass sie sich an einen Therapeuten wenden darf wenn sie das möchte.

Bau Vertrauen zu ihr auf. Gib ihr das Gefühl, dass sie dir vertrauen kann.

Wenn alles schief läuft, dann ist es besser sie einzuweisen. Sie wird dich vielleicht dafür hassen, aber dafür ist sie in der Psychiatrie wenigstens vor sich selbst sicher.

Such dir selbst Hilfe. Geh zu einem Psychologen, nutz vielleicht auch die Möglichkeit einer Familientherapie, schütz deine eigenen Gefühle. Für Angehörige ist so was die Hölle und je mehr du darunter leidest, desto weniger kannst du für sie da sein.

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Hallo :)
Wenn reden nichts bringt müsst ihr als Eltern handeln um euer Kind zu schützen. Das heißt nicht sie einweisen zu lassen, sondern gespräche mit Lehrern, Ärzten und Psychologen zu führen.
LG

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Eine Einweisung ist der falsche Weg. Damit zeigen Eltern nur noch mehr das sie die eigene Tochter nicht verstehen und sie will verstanden werden. Zunächst solltest du mit Vorsicht versuchen herauszufinden was die Hintergründe dafür sind und mit ihr darüber sprechen. Wenn sie aber nicht mit sich reden lässt, dann erkläre einem/einer guten Freund/Freundin von ihr die Situation, damit dieser/diese mit ihr sprechen kann. Falls Gespräche nicht helfen, würde ich einen Psychologen o.ä. aufsuchen.

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staysic88 28.04.2016, 14:40

reden tut sie nicht sie blockt total ab Freunde wechselst sie Wie ihre Unterwäsche. und zum Psychologen will sie nicht. Ich weis halt nicht weiter ich kenne das so nicht mit ritzen oder dauerhaft Freunde wechseln

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WasSollHierhin 28.04.2016, 14:41
@staysic88

Du könntest alleine mit einem Psychologen reden. Ich glaube das wäre ersteinmal das Beste, denn diesem kannst du alles genauer schildern und auf Fragen eingehen als in einem Internetforum. Außerdem gehören solche Szenarien zu seinem Alltag und er wird schon wissen was das beste für deine Familie ist.

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staysic88 28.04.2016, 14:44

Sie hatte viel durch gemacht meine Lebensgefährtin hat soeben mit 17 bekommen dann kam sie zu Pflege zu ihrer Tante und vor 1.5 Jahren zu uns da die Tante sie rausgeschmissen hat. dann ist letztes Jahr ihr Opa an Krebs erkrankt. Ich denke da iSt der Grund oder mit der Grund.

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WasSollHierhin 28.04.2016, 14:46
@staysic88

Daran könnte es eventuell liegen, aber wie ich oben schon geschrieben habe: Suche am Besten ein Gespräch mit jemandem der mit soetwas öfters zutun hat.

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Versucht als Eltern Zugang zu Eurem Kind zu finden !

Aufmerksamkeit  und Interesse muss sie spüren , dann wird sie sich Euch öffnen!

Irgendwo ist diese Hilflosigkeit begründet , dieses  herauszufinden ,  kann man als liebende Mutter doch nicht Fremden überlassen ?

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Ja, wäre am besten

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staysic88 28.04.2016, 14:36

kann ich sie gegen ihren Willen einweisen

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anaandmia 28.04.2016, 14:56

Ja wenn sie 14 ist und sagt, das sie sterben will aufjedenfall.

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Liv300 17.07.2016, 22:17
@anaandmia

Aber mal ehrlich, mach das nicht gegen ihren Willen!!! Dann wird sie in der Anstalt sitzen und sich einfach nur denken, das sie jetzt KOMPLETT alleine ist. Ich meine, irgendeinen Grund muss es ja für Ihr tun geben. (Es ist schonmal sehr toll, dass sie dir überhaupt davon erzählt hat)

Also, rede lieber mit ihr. Vielleicht will sie es ja selber. Dann wäre es ziemlich praktisch.

Noch sehr viele Glück für euch. LG Livia

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