Tochter arbeitet auf 25std/Monat basis und Mutter arbeitet Teilzeit. Bezieht zusätzlich Alg 2. Geld was Tochter verdient wird bei Mutter abgezog Kann das sein?

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5 Antworten

Das Einkommen und das Bafög - abzüglich der darauf entfallenen Freibeträge wird nur auf den Bedarf der Tochter angerechnet !

Wenn die Tochter aber danach inkl.des Kindergeldes noch soviel anrechenbares Einkommen hat,dass sie ihren Bedarf ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken kann,dann wird der Überschuss dem Kindergeld zugerechnet.

Dieses benötigt das Kind dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr und es würde dann max. das volle Kindergeld auf die BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) angerechnet,in dem Fall also auf die Mutter,wenn sie nur 2 Personen im Haushalt sind.

Würde die Mutter durch ihre Erwerbstätigkeit noch keine Freibeträge abgezogen ( theoretisch ) bekommen,dann würde das Kindergeld was ja dann ihr sonstiges Einkommen wäre bis auf 30 € Versicherungspauschale von ihren Leistungen abgezogen,also dann nur 160 € max. angerechnet.

Da sie aber nun schon Freibeträge auf ihren Teilzeitjob nach § 11 b SGB - ll bekommt,würde angenommen das volle Kindergeld auf die Mutter angerechnet,denn in den Freibeträgen gibt es in der ersten Stufe einen Grundfreibetrag von 100 € aus dem Bruttoeinkommen und darin sind diese 30 € Versicherungspauschale schon enthalten.

Diese kann pro Person nur 1 mal geltend gemacht werden.

Es kommt also darauf an wie viel Bafög - die Tochter bekommt und was sie in der Ausbildung max. an Bafög - bekommen könnte,denn danach wird dann der Freibetrag von 20 % für Aufwendungen wegen der Ausbildung theoretisch vom tatsächlichem Bafög - abgezogen.

Dazu kommt dann das anrechenbare Nettoeinkommen aus ihrer Erwerbstätigkeit,nach dem die Freibeträge theoretisch abgezogen worden und dazu wird dann das Kindergeld von 190 € addiert.

Das alles wird dann addiert und ergibt das gesamte anrechenbare Einkommen der Tochter und das wird dann mit ihrem Bedarf im Haushalt verglichen.

Mit 20 Jahren steht ihr derzeit ein Regelsatz von 324 € zu und dazu kommt dann min. noch ihr Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass ergibt dann min.den Bedarf der ihr zusteht.

Mal angenommen die KDU - beträgt 500 €,dann läge der Kopfanteil bei 250 € + min.ihren Regelsatz von 324 € würde ihr Bedarf bei min. 574 € liegen.

Wenn dann ihr anrechenbares Einkommen bei angenommen 674 € liegen würde,dann hätte sie einen Überschuss von 100 € und diese würden auf das Kindergeld entfallen,dass sie dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würde und auf die BG - verteilt würde,max. würden dann also diese 30 € Versicherungspauschale berücksichtigt.

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Kommentar von isomatte
26.04.2017, 11:14

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mutter und tochter sind ab einkommen der tochter kein bg mehr. das übersteigende einkommen des kindergeldes wird der mutter abgezogen. das ist richtig. aber sie erhält ja das kindergeld und kann sich die beträge die fehlen von der tochter zahlen lassen: mietanteil, strom, wasser. lebensmittel

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Wenn die Tochter soviel Einkommen hat (inkl. Bafög und Gehalt), dass sie ihr Kindergeld nicht mehr (oder nicht mehr voll) benötigt für ihren Unterhalt,

wird des Kindergeld (oder ein Teil davon) bei der Mutter als Einkommen angerechnet bei ihrem Bedarf an ALG II.

Allerdings kann sie von diesem Einkommen einen Freibetrag von 30,- als Versicherungspauschale abziehen, falls diese Paschale nicht schon von einem anderen Einkommen abgezogen wurde.

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Andere Teile des Einkommens der Tochter werden nicht angerechnet beim Bedarf der Mutter an ALG II. Eine Ausnahme bildet SGB II § 9 Absatz 5, der bei Teilzeitjobs aber kaum in Frage kommt.

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Die Tochter ist in Ausbildung und fällt aus dem Alg2 raus. Somit bekommt die  Mutter nur noch ihren Regelsatz und ihren Mietanteil. Den anderen Teil der Miete muss die Tochter an die Mutter bezahlen zuzüglich Strom, Wasser, Lebensmittel etc.

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Kommentar von isomatte
06.04.2016, 06:59

Nicht in jedem Fall,es kommt auf die Ausbildung an !

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Wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben,  egal ob Tochter und Mutter,  Vater und Kinder oder Freund und Freundin oder sonst was,  dann ist das eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft wo die Einkommen zusammen gerechnet werden und alles was über dem Regelsatz von Alg2 ist,  bis zur Freigrenze abgerechnet wird. Somit ist es richtig,  dass das Einkommen der Tochter abgerechnet wird.  Warum soll die Allgemeinheit zahlen und dafür arbeiten gehen,  wenn es noch andere Haushaltsmitglieder gibt,  die über Einkommen verfügen?  

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