Titration schwache Base schwache Säure?

1 Antwort

Wenn die Base stärker als die Säure ist, dann liegt der Äquivalenzpunkt im Basi­schen, und wenn die Säure stärker als die Base ist, dann eben im Sauren. Sollten die beiden gleich stark sein, dann bekommst Du am Äquivalenzpunkt eine neutrale Lösung

Diese Formulierung schließt auch die von Dir beschriebenen Fälle (starke Säure oder Base) mit ein.

Wie stark eine Säure ist, sagt Dir der pKₐ-Wert. Wenn pKₐ<0, dann spricht man von „star­ker Säure“, und der Zahlenwert des pKₐ spielt keine Rolle (bei Basen spiegel­bild­lich ebenso). Wenn aber beide schwach sind, dann mußt Du die Werte der Säure- und Basenkonstante numerisch vergleichen.

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Genau! Wenn die pKa und pKb Werte numerisch gleich sind ist der Äquivalenzpunkt um pH 7 (Z.B. Essigsäure und Ammoniak), ansonsten verschiebt er sich entsprechend der relativen Säure-/Basenstärke nach unten oder oben.

Ein wichtiger Unterschied zur Titration mit starken Säuren/Basen besteht allerdings in der zunehmenden Unschärfe des Übergangsbereiches vor und hinter dem ÄP.

I.e. je mehr sich die pK-Werte annähern desto unschärfer wird der Übergang, bis hin zu einem fast linearen, und somit für die Titration aussagelosen Graphen.

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@PeterJohann

Dein letzter Absatz erinnert mich daran, daß ich eigentlich noch vorhatte, in meiner Antwort darauf hinzuweisen, daß kein normaler Mensch eine schwache Säure oder Base als Maßlösung verwendet, weil die Schärfe der Äquivalenzpunkte darunter immer leidet und ich mir keinen Fall vorstellen kann, in dem eine solche Wahl einen Vorteil bringt.

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