Tipps zum Vortragen einer klassischen Rolle (Vorsprechen an der Schauspielschule)?

7 Antworten

hab die restlichen antworten nur überflogen...ich machs kurz und konstruktiv:) vertraue deinem kritischen zugang (aber bleibe konstruktiv;)! du musst nicht "eins mit der figur" werden, also uns nicht die vollständige illusion bieten können - jedoch deine rolle darin (deine positionierung in text, von dir als heutiger mensch) glaubhaft spielen;). da darf ruhig eine differenz von dir und dieser rolle, was sie in der situation sagt und du nicht zu 100% teilst, erkennbar sein - wenn du diesen doppelausdruck, diese gratwanderung schaffst - hut ab. es ist nur sehr subtil herzustellen...da ist praktisch kein zeigen/demonstrieren des gemeinten dabei. zu den übertriebenen reaktionen: halte dich genau an die situation - versuche du sie zu verstehen und halte dich dann an die sprache...ich glaube dann nimmt der glaube, da grosse gestik schwingen zu müssen ab (z.B. kann eine dreifache wortwiederholung (3mal He du!) ja ein bruch,gedankl. umbruch sein und nicht nur die steigerung in eine richtung - probier aus:) - ich glaube wichtig wird sein, dass dein spiel und du lebendig bleiben auf der bühne, du die anbindung zu dir nicht verlierst (also meinst, was du sagst) - hab den Mut dazu - viel glück!

Und wieder jemand, der absolut keinen Plan davon hat, was es tatsächlich heißt, schauspiel zu lernen. Impro und große Szenen die eine tolle wirkung haben kann jeder volltrottel.

Beim spielen muss es darum gehen zu berühren, voll drin zu sein...ganz gleich aus welcher zeit der text stammt oder wie komisch er einem beim lesen vorkommt...der inhalt ist doch der, der berührt und wenn er das tut, dann ist es egal wie die Wortwahl ist, oder ob er "altmodisch" oder "überzogen" ist.

Nein, ich verstehe nicht, was du meinst.

Die Typen mit dem Fernsehkram haben weit überwiegend gar keine Schauspielschule besucht, sondern spielen immer sich selbst. Eine Sprache, die heute nicht mehr üblich (???) ist, beherrschen sie meist auch nicht, nicht einmal korrektes Hochdeutsch von heute, sondern nuscheln, was das Zeug hält.

Ein Schauspieler, der auf der Schauspielschule das gesamte Handwerkszeug und die ganze Bandbreite der Darstellung lernen will, findet weder die Sprache unüblich, noch die Reaktionen überzogen, sondern möchte sich in die Personen einfühlen, die so sprachen und so fühlten, und sie dem Publikum begreiflich, verständlich machen. Dafür begeistert er sich.

Wenn dich das nicht begeistert, lass das Projekt Schauspielschule fallen.

Also, jetzt tue nicht so, als sei das eine Sprache, mit der heute jedermann vertraut ist. Oder spricht man heute etwa noch so? Für die heutige Zeit ist das eine unübliche Sprache! Ein hessischer Dialekt ist für jemanden aus Bayern oder generell für Bayern auch unüblich!! Natürlich ist das eine schöne Sprache, nur leider nicht so leicht nach zu empfinden, wenn man eigentlich eine andere Sprachmelodie gewohnt ist. Ich sage ja nicht, dass das grundsätzlich schlecht ist, ich wollte doch nur ein paar Tipps, wie man damit besser zurecht kommen kann!! Immer diese Leute, die auf allem herumhacken müssen!

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@Lackaffe

ach und noch etwas: wenn Du Dich mit Theater usw auskennst, dann müsstest Du wissen, dass man anders Theater spielt, als in Filmen oder im richtigen Leben. Im Theater sind Dinge meistens überzogener dargestellt! Das ist ja auch gut so! Aber im alltäglichen Leben, würde man sich nicht so verhalten, da sind die Handlungen viel nüchterner und reservierter!

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@Lackaffe

Du hast immerhin an Sprache und Reaktionen der klassischen Stücke rumgenörgelt. Dabei liegt das Problem bei dir, du kannst sie anscheinend nicht nachempfinden. Wenn du sie so gering einschätzt, dass du sie nur "wohl oder übel" hinnimmst, um die Aufnahmeprüfung zu bestehen, und wenn du eigentlich nur "moderne Rollen und Fernsehkram" spielen willst, was willst du dann auf einer Schauspielschule?
Meine Antwort ist so, weil deine Frage so war.

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@cyberoma

Ich hab halt bis jetzt nur Erfahrung mit modernen Rollen usw gehabt. Wer sagt, dass ich an den klassischen Stücken nicht auch Freude finden werde? Aber um das zu können, muss ich erstmal wissen, wie ich so eine Rolle am besten spiele.

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@Lackaffe

Die Basis jeden Rollenverständnisses ist: ERNSTHAFTES INTERESSE. Am Charakter, an der Zeit, in der dieser Charakter agiert - und an seiner entsprechenden Sprache und seinem sozialen, kulturellen und historischen Hintergund. Hast Du ein sprachliches Talent und ein allgemeines historisches Interesse (sollte ein Schauspieler mitbringen!), bist Du autoamatisch interessiert. Bist Du das nicht, dann solltest Du Dich auf beides kritisch prüfen.

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@rosehip

Nur weil man sich profilieren will, sollte man keine drei Jahre alte Diskussion aufwärmen. ^^

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