Tipps zum Schreiben eines Wiederspruchs.

2 Antworten

Dir ist zu zu muten das du die Strecke 2,9 km zu Fuß gehst bzw. mit dem Fahrrad fährst. Deshalb wird dir der Bus nicht bezahlt. Da hilft auch kein Widerspruch.

Beamtenlogik ist etwas sehr eigenwilliges. Außerdem geht es immer um öffentliche Gelder, da hat jeder Beamte das Gefühl, es wäre seins.

Natürlich bezieht sich die Rückerstattung von Beförderungskosten immer auf Verkehrsmittel und nicht auf Schuhe. Ich weiß ja nicht, mit welcher Methode diese 2.9 km gemessen wurden, aber ich würde die Strecke in Einzelabschnitte (also z.B. Haus-Bus, Bus-Bahn, Bahn-Bus, Bus-Schule) zerlegen und diese dann in einer einfachen(!) Tabelle darlegen.

Ja nicht erwähnen, dass Du lieber in eine andere Schule gehen würdest, als in die vom Amt bestimmte, das kratzt am Selbstverständnis der Beamten und beleidigt sie. Wenn Du als Bürger nicht begreifen willst, dass Du für den Beamten da bist und nicht umgekehrt, hast Du sowieso schlechte Karten. Die bringen Dir schon Manieren bei. Spätestens mit den Abwassergebühren...

Ach ja, es heißt "Widerspruch". Beamte lieben die Rechtschreibung. Korrektes Deutsch = höhere Bildung = höheres Einkommen = besserer Mensch. Je sauberer Dein Schreiben formuliert ist, umso mehr Chancen hast Du.

Hoffe nicht auf Menschlichkeit oder Logik. Gib auf, dann kannst du nur gewinnen.

Ich verstehe, dass das Bild der Beamten kein gutes ist. Aber deine Ansicht unserer Beamten ist schon sehr düster. Hast du etwa so schlechte Erfahrungen gemacht?

Fakt ist jedenfalls: Es entbehrt schon jeder Logik jemandem Geld zu geben, der keinen Anspruch darauf hat. Und besonders menschlich ist es auch nicht, denn dadurch würde die Landeskasse mehr belastet werden, was im Endeffekt wieder durch höhere Steuern oder sonst was ausgeglichen werden muss.

Und deine Logik bzgl der Rechtschreibung halte ich für falsch. Natürlich ist es einfacher einen Widerspruch oder ein Schreiben zu verstehen, wenn es korrekt verfasst wurde. Aber vertrau mir: Es ist leichter über den ein oder anderen Rechtschreibfehler hinweg zu sehen, als einen Brief zu lesen, der hauptsächlich aus Fremdwörtern besteht. Am besten ist dann noch, wenn der Absender diese Worte selbst nicht versteht und sich letztlich selbst ständig widerspricht ;-) Dann hast du nämlich gar keine Chance mehr den Willen des Absenders herauszufinden :-D

Zum Thema: Wenn du wirklich Widerspruch einlegen willst, dann schreibe auf jeden Fall wogegen! Oftmals wird das vergessen. Einen Widerspruch der so lautet: "Ich lege Widerspruch ein! Ihr habt euch da wohl verrechnet." kann niemand zuordnen. Am schlimmsten ist noch, wenn nichtmal ein Absender drauf steht. Und der landet dann wirklich in der Tonne.

Ich sehe das aber leider so wie diroda: Wenn die kürzeste Strecke 2,9 km beträgt, dann ist die kürzeste Strecke nunmal nur 2,9 km... Es wird dir nicht helfen zu argumentieren mit welchem Verkehrsmittel du zur Schule kommen willst. Es wäre ja auch nicht gerecht jemandem der 2,5 km weit weg wohnt die Fahrtkosten zu erstatten, nur weil er immer gerne mit dem eigenen Porsche morgens vor der Schule durch die Bauernschaften fährt und somit eine Wegstrecke von 17 km zurücklegt. (Klar, das Beispiel ist radikal, aber vielleicht verdeutlicht es was ich meine).

Kurzum: ich würde den Widerspruch lassen und mit dem Rad fahren.

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@Grinzz

Und was wenn ich einbaue, dass der Weg im Winter sehr schwer mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu passieren ist? Was wenn eine, angenommen nette Beamtin da gerade sitzt und es Akzeptieren würde diese lächerlichen unter 100m ?

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@rs4ever

Versuchen kannst du es... Ich kann deine Erfolgsaussichten auch nicht endgültig abschätzen, aber ich könnte mir denken, dass dein Widerspruch von wenig Erfolg gekrönt sein wird.

Aber du kannst es gerne versuchen. Dann aber teile uns doch bitte mit wie es ausgegangen ist, ja? ;-)

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