Tipps zum Kauf eines Pferdes

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5 Antworten

Ich finde deine Bedenken bezgl. der finanziellen Situation durchaus berechtigt. Wen es schon schwer wird, den vollen Kaufpreis für das Pferd in einer (oder vielleicht maximal zwei Teilen) zu bezahlen, was willst du tun, wenn teurere Anschaffungen oder Tierarztbehandlungen notwendig sind ?

Zu den 675,- die du jetzt an Grundkosten hast, kommen ja noch weitere Kosten dazu. Versicherung, Impfungen, Hufschmied, Reitstunden, Tierarzt etc.

Meine Erfahrung in Sachen Pferdehaltung: Es wird oftmals teurer, als man sich das vorher ausgerechnet hat. Mal ist ein Stallwechsel notwendig, dann hat das an sich gesunde Pferd vielleicht doch die eine oder andere behandlungsbedürftige gesundheitliche Schwachstelle, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Der ursprünglich geplante Weg der Ausbildung klappt nicht und du bist auf eine (teurere) Alternative angewiesen etc. etc.

Wenn man von Anfang an schon finanziell knapp da steht, kanns echt schwer werden. Ich finde, man sollte finanziell einfach genügend Spielraum haben, um auf alle Eventualitäten sofort reagieren zu können und einen plötzlich auftretende Probleme nicht um den Schlaf bringen...

400 bis 800 Euro kostet allein der monatliche Unterhalt eines Reitpferdes. Das ist in der Schweiz nicht anders nur das du das in Franken (x1,2192) bezahlst. Zusätslich zur Stallmiete kommen moch Kosten für Hufschmied, Vereinsbeitrag, Tierhalterhaftpflichtversicherung, Tierarzt (Impfungen), extra Futter, Ausrüstung, usw. Hast du 1500 CHF jeden Monat und jeden Tag mindestens 2 Stunden Zeit übrig. Und das für die nächsten 25 Jahre. Laß es sein. Außerdem muß du noch Rücklagen schaffen wenn das Pferd mal in der Tierklinik behandelt werden muß. Das fängt bei 5000 CHF an. Und das für die nächsten 25 Jahre. Laß es sein.

Dann sind das 675,- CHF im Monat. Mal als Orientierung für meinen Text, der Mindestlohn ist 3.500 CHF, abzüglich Abgaben und Miete. Bleibt dann noch genug für das „Echte Leben“ übrig? Du benötigst ja auch noch das ganze Equipment, das macht locker eine Zusatzbelastung von 200 CHF im Monat für 1 Jahr. Ist der Equidenpass beim Pferdekauf schon dabei? Die Schweizer nehmen da gerne auch nochmal 100 Franken extra. Mit der lebenslangen Einmal-Grundimmunisierung habt ihr es ja etwas einfacher, da sparst Du Tetanus und musst nur Influenza besorgen.

Bedenke das Pferd ist 2 Jahre alt und kann noch gar nichts. Bis das ein vollwertiges Reitpferd ist, kostet das auch nochmal Geld. Du musst also 3 Jahre investieren.

Ist die Kasse nicht so prall gefüllt, dann würde ich Dir davon abraten und wäre ich in der Schweiz ein Freizeitreiter, ein modern gezüchteter Freiberger wäre meine Lösung. Da gibt es fast eine Gesundheitsgarantie. Mit den Hufen gibt es wenig Stress, auch nicht mit der Fütterung. Dazu, wenn es ein junges Pferd sein soll, dann kauft man den im Herbst/Winter, da fallen die Preise und Du bekommst einen Absetzer mit 6/6/6 oder sogar 7 schon für 1200 CHF.

Das ist nur meine Meinung die sich auf Deine Frage mit der Ratenzahlung entwickelt hat. Entscheiden musst Du, aber „Gelegenheiten“ gibt es immer, also lasse dich nicht hetzen.

Auf ein Pferd mit potentieller "Gesundheitsgarantie" sollte man sich aber bei der Überlegung der Finanzierungsmachbarkeit meiner Meinung nach nicht verlassen....

Ich finde es nicht gut, bei einem schmalen Geldbeutel auf ein "Robustpferd" auszuweichen, weil selbst die was haben können. Das finanzielle Problem bei einer Erkrankung ist damit nicht zwangsläufig minimiert.

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@sukueh

Risiken kann man nur eingrenzen, niemals aufheben. Wer aber dazu neigt seinen Kompass nach dem "Was wäre wenn" auszurichten, wird im Leben nie etwas erreichen.

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@stefanweb

Der sollte sich dann aber auch das Pferd kaufen, das er möchte und keinen Kompromiss schließen, weil er meint es wäre günstiger...

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@sukueh

Ich gebe nur Denk- und Entscheidungshilfen, keine Anweisung.

Mit dem Kopf durch die Wand? Manchmal das was man möchte nicht immer das Richtige. Ich kann das hier nicht einschätzen und zeige nur, dass die Münze zwei Seiten hat, das erhöht die Möglichkeiten.

Nun, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

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Zur Stallmiete kommen noch rund 200 Euro monatlich an weiteren Nebenkosten. Hufe, Zahnarzt, Versicherung, Impfungen, Wurmkur, Reitunterricht, Sattler, Mineralfutter...

Musst umrechnen in chf..

Da auch jederzeit eine Tierarztrechnung von mehreren tausend Euro passieren kann, würde ich kein Pferd kaufen, solange es nicht etwas an Ersparnissen gibt. Wegen der ohnehin großen monatlichen Belastung würde ich nicht auf Raten kaufen.

Und obwohl du das Pferd kennst, kaufe auf keinen Fall ohne AKU und ohne Vertrag.

Da die Stute erst 2 ist kommen natürlich auch immense Kosten für die Ausbildung auf dich zu.

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Neben den Kosten solltest du dir Gedanken machen das dein Pferdchen noch nicht eingeritten ist!Bist du dir sicher das du das schaffst?Wenn das ein Bereiter übernimmt ,kostet das auch nochmal.Und eine Garantie ob du dann mit Ihr klar kommst gibt es auch nicht.

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