Tipps Umgang mit Angst?

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3 Antworten

Also zum einen um an nen Termin zu kommen musst dich am Besten bei jedem Therapeut im Umkreis auf die Warteliste setzen lassen. Länger als 6 Monate muss man da normal nicht warten.
Dann gäbe es noch die Möglichkeit mit Selbsord zu drohen und sich vom Krankenwagen als Akutfall einliefern zu lassen, aber dann sitzt du erst einmal paar Wochen auf der Geschlossenen und ich glaub nicht dass das so gut wäre.

Ängste bekämpft man nur, indem man sich ihnen stellt. Das bedeutet Expositionstherapie. Man muss sich aktiv in eine Situation begeben in der man Angst hat, nicht davon rennen und die Angst bis zum Ende durchstehen. Die Angst steigt nur bis zu einem bestimmten Punkt an und an dem angekommen fällt sie wieder ab. Es ist wichtig, dass Leute mit Panikattacken merken wie es sich anfühlt, wenn die Angst ohne davon zu rennen wieder abflacht, dadurch erkennt man dass einem nichts passieren kann.
Also pick dir die Angst raus vor der du noch am wenigsten Angst hast. Sagen wir mal du hättest Angst vor Fahrstühlen, dann musst du irgendwo hin gehen und mit dem Fahrstuhl so oft rauf und runter fahren, bis du die Angst durchgestanden hast.
Das selbe gilt für Autofahren. Nimm am Besten jemand mit und fahr eine Landstraße entlang, so lange bis du da keine Angst mehr hast und steiger dich nach und nach bis zur Großstadt oder Autobahn.

Bei Panikattacken muss man sehr viel an sich selber arbeiten und üben üben üben und vor allen Dingen versuchen, sich nicht vorher schon verrückt zu machen. Bei Panikattacken redet man sich vorher schon ein etwas nicht zu schaffen und scheitert dann wirklich. Du musst netter zu dir selbst sein, du musst dir selber Mut machen und dir selber auch mal sagen wenn was gut gemacht hast oder dich belohnen.

Der Witz ist, die Klinik allein bringt dir gar nichts. Denn bei Panikattacken helfen dir keine Psychologen und haben dir ein Wunderheilmittel, nur du ganz allein kannst an dir selber und deiner Einstellung arbeiten.

Tust du das nicht, kann es in einer generalisierten Angststörung enden und dann gehst wirklich gar nicht mehr vor die Tür.

Medikamente könnten helfen, zum Beispiel Johanniskraut (Laif 900) oder Lasea mit Lavendel. Wirkung ist erst nach 14 Tagen zu erwarten.
Bei einer Panikattacken helfen Bachblüten Notfallbonbons zum Beruhigen oder es gibt Ammoniak-Riechampullen, die stinken ekelhaft aber versetzen dir so einen Schock dass das Gehirn von der Panik abgekenkt wird und so die Panikattacke abgeschwächt/beendet wird.
Es gibt Psychopharmaka die angstlösend wirken, wenn es gar nicht mehr geht, musst mal zum Neurologen oder Psychiater da bekommt man schneller nen Termin als beim Therapeuten, diese brauchen aber auch 4-6 Wochen bis sie richtig wirken.
In der Klinik lernen Patientwn mit Panikattacken Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung PME.
Wer das richtig übt und beherrscht kann Panikattacken mit dieser Technik beenden.

Hoffe da ist was dabei.
Bleib tapfer, das kann man wieder in den Griff bekommen. Sicher erscheint es dir grad so, als wär das alles total schrecklich und warum muss das gerade dir passieren, aber du wirst lernen damit umzugehen und wirst es schaffen. Die meisten bekommen es in den Griff 👍🏻

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Kommentar von kaugummis
17.01.2017, 12:12

Hey, danke für die ausführliche Antwort.

Nun ist es so, dass ich nicht immer Panikattacken habe, sondern auch einfach nur eine starke Angst - funktioniert dass da auch mit der Angst aushalten bis sie verschwindet oder ist das nur so bei Panikattacken? Von Panikattacken habe ich nämlich auch gehört, dass die max eine Stunde gehen weil dann das Adrenalin und alles verbraucht ist.  Weißt du was dazu? :)

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Kommentar von Endorphinlein
17.01.2017, 13:46

Naja kommt drauf an, wie sich die Angst bei dir äußert. Hast du körperliche Beschwerden? Schwindel, Übelkreit, Durchfall, Unruhe, Schwitzen oder sowas?

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Eine Therapie wäre nötig. Vorerst ist es wichtig über die Ängste zu sprechen. Mit Eltern oder Freunden oder Lehrern.

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Wenn du schnellere Hilfe willst, dann besorg dir Citalopram. 

Andernfalls stell dich deiner Probleme. Verhaltenstherapie!!!

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Kommentar von kaugummis
16.01.2017, 20:21

Habe grade einmal Citalopram gegoogelt. Dort steht dass man die Einnahme und Dosierung auf jeden Fall mit dem Psychater abgesprochen werden soll, hört sich also nicht nach etwas rein pflanzlichen (dementsprechend "unbedenklichen") an - und die Psychater verschreiben mit nichts weil dass kontraproduktiv wäre. Ja, mich meinen Problemen stellen, wenn das mal so einfach wäre nh? Als ich es vor den Weihnachtsferien noch gemacht habe hats damit geendet dass ich innerhalb einer Woche viele Kilos abgenommen habe, ich jeden Tag Angst hatte und sie mit jedem Tag schlimmer wurde. Und wie gesagt, Verhaltenstherapie liegt in den Sternen. Mir ist bewusst dass man sich dort den Ängsten stellen muss, aber man bekommt immerhin noch therapeutische Unterstützung, mithilfe deren man dann die Ängste verarbeitet. Offensichtlich kriege ich es nicht alleine hin, mich den Ängsten zu stellen und dabei etwas positives herauszuziehen.

Aber ttoztdem danke für die Antwort :)

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