Tipps Tod von einen Verwandten verkraften?

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4 Antworten

Natürlich gibt es für so eine Situation nie eine Pauschale Lösung. Paradoxerweise ist der Tot die einzig wirklich gestehende Komponente im Leben. Und mache Menschen entscheiden eben für sich bis zur letzten Sekunde die Kontolle über ihren Weg und sein Ende zu behalten. Mein Vater war 55 Jahre alt, als er vor 20 Jahren an Lungenkrebs starb. Am Schluss wog er als Erwachsenen Mann nur noch 35 kg, und war zu nichts mehr in der Lage. Er ist in meinen Armen gestorben. Durch das ich ihn gemeinsam mit Mutter vorher noch ca ein halbes Jahr lang gepflegt haben, könnte man sich natürlich ganz anders drauf einstellen. Aber ich war danach auch Wochenlang nur noch eine leere Hülle, und ich habe mir selber geschworen das ich bei einer solchen Diagnose auch auf jeden Fall selber Schluss mache solange ich dazu noch in der Lage bin. Aber ich will dich nicht noch mehr deprimieren. Die Sache ist die, erstmal muss man einfach Trauer und Schmerz zulassen. Jeder tut dies auf eine ganz individuelle Weise. Aber du musst es zulassen. Du wirst wieder lachen, glaube mir. Aber versuche nicht so zu tun als ginge es dir gut obwohl es nicht der Fall ist. Das frisst sich fest. Gebe deiner Trauer Raum und Ausdruck. Wenn du reden willst, such dir eine/n Vertäuten und rede. Wenn du heulen möchtest, heule. Wenn du beten möchtest, bete. Du wirst merken, wenn du mit deiner Trauer ehrlich umgehst wird sie immer weniger, und schließlich verschwinden, und sich in ein ehrendes Gedenken wandeln wenn der Mensch dir persönlich nah stand oder dir wichtig war. Und dann wirst du auch wieder ohne schlechte Gefühle lachen und dein Leben lieben können. Wir alle sind ein Produkt derer der Tot sind, und Ehre und Dank Gebühren Ihnen. Jedoch die Welt gehört den Lebenden. Ich wünsche dir Kraft und Heilung.

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Hallo.

Wenn du so jung bist und noch nichts mit dem Tod zu tun hattest, dann ist das besonders aufwühlend für dich, weil du dich der Sterblichkeit aller Menschen und deiner selbst bewusst wirst.

Da dein Großonkel sich selbst getötet hat, musst du dich auch noch damit auseinandersetzen, dass es Fälle gibt, in denen der Selbsterhaltungstrieb verschwindet und das Leben nicht mehr lebenswert scheint.

Zum Verarbeiten brauchst du auf jeden Fall Zeit, das geht nicht von heute auf morgen.

Es würde dir bestimmt helfen, wenn du jemanden hättest, dem du zu den Umständen Fragen stellen könntest. Aber über Selbsttötungen wollen die meisten Menschen nicht gern sprechen, sondern lieber vertuschen. Schwierig.

Aber du wirst auf jeden Fall wieder lachen können, ganz bestimmt! Keine Angst.

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Kommentar von TheMemories
09.07.2017, 22:00

Ich muss immer an ihn denken und dann frage ich mich immer warum hat er das getan.://

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Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen
reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.
Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich bin Christ. Der Glaube hilft vielen Menschen. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

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Was für ein Verhältnis hattest du denn mit deinem Großonkel? Wie gut kanntest du ihn?

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Kommentar von TheMemories
09.07.2017, 21:59

Er war wie ein Onkel bzw. Opa für mich.  

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