Tipps gegen Panikattaken?

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4 Antworten

Ich gehe davon aus, dass du medizinisch relevante Panikattacken meinst (eine sogenannte Panikstörung) und nicht das, was man im Alltag unter "Panik haben" versteht.

Gegen richtige Panikattacken können diverse Metoden helfen. Angefangen bei Atemübungen, über autogenes Training bis hin zu einer progressive Muskelentspannung. Diese Dinge muss man jedoch beinahe täglich üben, damit man sie in einer solchen Situation anwenden kann.

Sind die Panikattacken zu stark hilft leider nur noch Chemie. Dies klingt drastisch, ist aber leider so. Ich hätte meine Panikstörung niemals ohne Medikamente überlebt, auch wenn ich alles andere zuerst versucht habe.

Im Prinzip gibt es vor allem zwei Wirkstoffgruppen die bei Panikattacken angewandt werden:

  • Benzodiazepine sind Notfallmedikamente. Sie können einfach bei unmittelbarem Bedarf genommen werden und wirken bereits ca. 20min nach der Einnahme hoch effektiv angstlösend. Nebenwirkungen haben sie kaum (ausg. Müdigkeit). Das Ganze hat aber auch eine Schattenseite. Bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4-8 Wochen) machen Benzodiazepine wie z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta) oder Alprazolam (Xanax/Xanor) schwer abhängig. Zudem ergibt sich relativ rasch eine Toleranzentwicklung. Dennoch: Für eine Kurzzeiteinnahme sind sie absolut alternativlos. Mehr Infos zu Benzodiazepinen hier: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/
  • Antidepressiva (allen voran der SSRI und SSNRI-Klasse) sind für eine längerfristige Medikation geeignet. Sie machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Dafür müssen sie täglich eingenommen werden und wirken erst nach 3-5 Wochen. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben können. Bekannte Präparate sind z.B. Citalopram, Sertralin, Venlafaxin usw. Mehr Infos zu SSRI's und SSNRI's hier: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/
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Atemübungen können helfen, wenn akute Angst besteht, um wieder runter zu kommen.

Angst ist immer die Angst vor Vernichtung.
Ich wünschte Dir, Du würdest die Erfahrung selbst machen, dass der, der Du wirklich bist, vom Sterben des Körpers nicht betroffen ist.
Denn dann müsstest Du keine Angst mehr haben.

Ich kann nur für mich sprechen, doch vielleicht hilft es Dir.
Der Tod ist eine Tür, beim Hindurchgehen streifen wir den physischen Körper ab und nehmen eine lichtvolle Gestalt an.
Die grobstoffliche Welt hier ist dazu da, um Erfahrungen machen zu können.
Die Welt "da drüben" ist zeitlos, in ihr ruhen wir uns wieder aus, tanken Kraft. Bis wir die nächste Reise anstreben.
Das alles hat einen tieferen Sinn, doch das hier mit Worten zu erklären scheint mir unmöglich zu sein. Ich kann selbst die Wahrheit hinter allem nur erahnen.

Ich hoffe, ich konnte Dir die Angst etwas nehmen.
Wenn sie wieder kommt, mache Dir bewusst, dass Du jetzt hier bist und die Angst in Dir auftaucht.
Sie kann Dir nichts anhaben, Du bist nicht die Angst.

Gute Besserung! :)

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Falls es sich um Hyperventilation handelt - nimm eine Tüte und atme gleichmäßig in die Tüte ein und aus - siehe Bild!

 - (Gesundheit, Medizin, Panikattacken)
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