Tipps gegen Lügen,betrügen und klauen unseres 10 Jährigen Sohnes.

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6 Antworten

Kein Mensch tut etwas grundlos, so gibt es für jede Handlung eine Ursache. Eure Aufgabe ist es herauszufinden, eben welche Ursache dieses Verhalten eures Sohnes hat. Das kann man nicht über eine Ferndiagnose via Internet beantworten, da schlicht und ergreifend dabei zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Du schreibst am Anfang, dass ihr bereits miteinander geredet habt, oftmals wird dabei jedoch lediglich das Vergehen betrachtet aber nicht der (emotionale - denn ein solcher ist es zumeist) Hintergrund tangiert. So bleibt mir lediglich zwei Wege zu empfehlen:

  1. Ihr setzt euch nochmal zusammen, achtet darauf, dass nicht eine Atmosphäre einer Anklage entsteht. Gebt ihm zu verstehen, dass ihr nicht gegen ihn seid, sondern vielmehr im helfen wollt, Probleme (und diese bestehen zweifelsohne) gemeinsam zu lösen. Redet darüber, dass es euch verletzt, wenn er euch bestiehlt, aber eben nich weil ihr dann sauer seid, sondern weil ihr ihn lieb habt und ihm vertrauen möchten, denn das ist ein Bestandteil von "Liebhaben" usw.. Sprecht über das, was euch in solchen Momenten bewegt, aber achtet wie gesagt in euren Formulierungen darauf, eben nicht anzuklagen sondern helfen zu wollen.

  2. Sollte das keine Lösung bringen kann ich euch nur empfehlen sich nicht davor zu scheuen externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, wie sie das Amt oder andere Organisationen anbieten.

In diesem Sinne wünsch ich euch viel Glück.

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Kommentar von CNKLM
04.10.2011, 15:25

Danke für die lieben Worte! Zu 1. ist schon passiert... Zu 2. ist bereits organisiert. Die Durchführung (siehe auch Kommentar weiter unten bitte) erfolgt in einigen Tagen.

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Habt ihr euch mal gefragt, ob nicht ein klitzekleines bisschen euer Verhalten ihm gegenüber mit seinem Verhalten zu tun haben könnte?

Kinder können den Eltern manchmal einen (riesengroßen) Spiegel vorhalten.

Je mehr ihr im Sanktionen verhängt, ihn als Täter seht und je weniger ihr versucht, seine Beweggründe zu verstehen, umso eher wird es passieren, dass er erst recht außerhalb richtig krumme Dinger zu machen. Wenn nicht jetzt - dann könnte es aber in ein paar Jahren passieren.

Schaut nicht nach mehr Strafen, sondern nach einem respektvollen Miteinander. Und da seid ihr dran, den ersten Schritt zu machen.

Keine Prügelstrafen? Schön, aber der Rest ist nu ja...

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Kommentar von CNKLM
04.10.2011, 15:11

SPIEGEL... jaaa da könnte was dran sein.... QUATSCH!!! wie ich schon schrieb wir machen es ihm so nicht vor. ZITAT: Keine Prügelstrafen? Schön, aber der Rest ist nu ja... Was... nu ja? Das die bisher gewählten Konsequenzen nicht perfect sind, ist offensichtlich. Die richtige Medizin war halt noch nicht dabei!?! Darum schrieb ich ja!

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Zu verwöhnt obwohl sich das nicht so liest? Versucht er so unbewusst Grenzen aufzuzeigen? Sein eigenes Ich in den Vordergrund zu schieben? - Gedankenanregung halt.

Geht er in einen Sportverein, einen Musikverein oder so? Es ist oft hilfreicher wenn Gleichaltrige die keine Geschwister sind Grenzen setzen. Das geht natürlicher ab.

Gibt es in Eurer Familie eine Krise von der Ihr meint die Kinder bekommen sie nicht mit? Das kann auch ein politisches Thema sein dass immer mal wieder besprochen wird in Sorge.

Bestimmt er selbst wie lange er am PC sitzt und was er da macht? - Natürlich habt Ihr eine Kindersicherung drin. Bezweifelt niemand. - Reduziere. Außer den wirklich nötigen H-ausaufgaben maximal auf eine halbe Stunde täglich. Er hat ein Handy? Das braucht der allenfalls für den Schulweg. Dann kann er es abgeben.

In was für Kreisen verkehrt der Junge denn? Was treibt sich da in seiner Klasse rum? Ein angemeldetes Gespräch mit dem Lehrer um gemeinsam eine Lösung zu finden schadet selten. Vielleicht könnte Ihr Euch auch vorstellen, anstatt nur zu Hause auf die Kinder aufzupassen, Euch in der Schule einzubringen. Lernt er nach dem Unterricht in der Schule hat er keine Möglichkeit zuhause was anzustellen. Sind Erwachsene da als Aufsicht und Ansprechpartner kommen sicher noch manche anderen Erwachsenen und Kinder. Die Erziehung verteilt sich auf mehr Schultern, andere Einflüsse können ganz selbstverständlich wirken.

Bastelt und werkelt er hier und da? Oder hat er nur Technik im Kopf?

Macht Ihr hier und da mit der Familie einen Naturerkundungstag? - Übrigens auch eine Frage an den Lehrer. Vielleicht nutzt es was wenn sich ein Elternteil bereit erklärt mit den örtlichen Förster zu sprechen, den einen oder anderen Kontakt zu anderen Eltern aufzubauen.

Die Klasse ist in mancher Beziehung durchmischt? Kennst Du die Eltern anderer Kinder und hast Kontakt zu ihnen?

Ich höre mal auf. Nimm was Du brauchst und lass den Rest stehen. -:))

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Kommentar von CNKLM
04.10.2011, 18:18

DANKE! Tja wo soll ich anfangen.... -zum ersten Absatz.... ja könnte sein. -Er geht seit kurzem in die Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr. Zu einem Sportverein habe ich ihn nicht bringen können. -Krise gibt es keine. Da bin ich mir sicher! Eine kurzfristige Veränderung gibt es allerdings. Ich arbeite spontan seit drei Wochen als Urlaubsvertretung ( in meiner Elternzeit ). Allerdings ist sein Tagesablauf davon nicht betroffen. Auch der Schulwechsel von der Grund- in die jetzige Realschule hatten wir unter verdacht genommen. Allerdings ist unser Problem nich erst seit August existent.
-Thema PC...unsere Kids können an die Rechner. Überwiegend zur Hausaufgabenrecherge oder um aufgeworfene Fragen, zu welchen ich keine Antwort habe, zu lösen. Gespielt wird an REGENTAGEN max. eine Stunde. Bevorzugt spielen die Kinder dann bei Playmobil.de, Lego.de oder sie fliegen mit einem Flugsimulator. -auch Fernsehen und Spielemomente an der Wii oder am Nintendo sind bei uns Zeitlich begrenzt. -Handys besitzen unsere Kinder nicht! Ich weiß wir sind sehr Rückständig, Aber wir sind der Meinung, dass tut nicht not. Den Schulweg bewältigen sie so gut wie nie allein. Zuhause gibts Festnetz von welchen aus sie sich verabreden können und ansonsten haben die Freunde auch Telefon. Es ist also (bis jetzt) kein Handy erforderlich gewesen. -mhh... Technik, Basteln, Natur.... ich denke das ist mit der Modelfliegerei in welche er sich auch zeitweise einklinkt abgedeckt. UND ANSONSTEN -wir wohnen in einer ruhigen Spielstrassensiedlung...mit VIEL Natur dahinter. da passiert es eigentlich täglich frei nach dem Motto... "Tür auf-Kind raus-Tür zu, -bis es wieder dunkel wird.
Oder eine Horde dreckiger Kinder vor einem steht mit der Bitte "kriegen wir nen Eis?" OK ich kenn dich nicht aber hier! Nein so nun auch nicht. NAtürlich kennen wir die Nachbarkinder. Und ab 18:00 Uhr sieht auch jede Mutter zu ihre eigene Brut in die Badewanne zu kriegen! ;) Tja wie man sieht, eigentlich doch wie im Bilderbuch. EIGENTLICH. Aber ich bin hier auch weniger auf der Fehlersuche. Und eine Lösung erwarte ich eigentlich auch nicht. Das wäre ganz schön naiv. Nicht war?! Ich dachte hingegen an Berichte von "Leidensgenossen" und ehemaligen "Leidensgeossen" um evtl. einen anderen Weg gezeigt zu bekommen welchen wir noch nicht kennen oder gesehen haben. ABER wir haben unsere "Fühler" auch i andere Richtungen ausgestreckt.

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Na, offenbar ist Euer Sohn eine harte Nuss - da wäre eine spontane Ohrfeige und kräftiges Brüllen angebracht, quasi als Schocktherapie, denn mit Vernunft ist dem wohl nicht beizukommen. Vielleicht legt er es darauf an, mal hart die Grenzen aufgezeigt zu kriegen.

Natürlich frage ich mich auch, ob ihr ihm als Kleinkind nicht beigebracht habt, was mein und dein, gut und böse ist. Da fehlte es wohl schon früher am konsequenten Durchgreifen. Die Weichen dafür werden zwischen 3 und 5 Jahren gestellt...

Vor allem müssen alle Erziehungsbeteiligten an einem Strang ziehen - wird er von den Großeltern zu sehr verweichlicht und zuwenig kontrolliert? Er sollte aufgrund seiner Taten ständig unter Aufsicht stehen. Man darf ihn keine 5 Minuten allein lassen... Freiheiten kann nur beanspruchen, wer sich verantwortungsvoll verhält. Er hat bewiesen, dass ihm nicht zu trauen ist.

Hausarbeiten zu machen ist im übrigen keine Strafe - daran sollten sich größere Kinder schon allein deshalb beteiligen, um selbständig zu werden. Außerdem hat das nichts mit den verübten Straftaten zu tun!

Ich würde über dem Knaben bei der nächsten Untat spontan ein Donnerwetter loslassen, das sich gewaschen hat und ihn vor die Alternative stellen, entweder auf der Stelle das Klauen und Lügen aufzuhören, oder in die geschlossene Klapsmühle gebracht zu werden - denn sein Hang zum Stehlen ist schon neurotisch. Alternative: Ein Erziehungsheim für Schwererziehbare - da kann er dann eine Karriere als Knastbruder beginnen.

Grundsätzlich solltet ihr nicht selbstzerstörerisch in Verzweiflung darben, sonden Eure berechtigte Wut an dem Bengel auch an ihm auslassen. Er muss zu spüren bekommen, dass das keine Kinkerlitzchen sind, die er sich da leistet und ihr nicht die Hanswurste seid, die er so schön auf die Palme bringen kann. Prügel sind keine Erziehungsmethode - aber "wer nicht hören will, muss fühlen", wenn ihm anders nicht beizukommen ist.

Also klar und deutlich sagen, was Sache ist und nicht um Respekt bitten, sondern ihn einfordern - und zwar im Befehlston! Denn wenn ihm alles am A. vorbei geht, erkennt er Euch ja offenbar nicht als Autoritätspersonen an - d.h. ihr habt Euch in der Vergangenheit zu sehr als Weicheier gezeigt. Ich finde solche Kämpfe auch nicht spaßig - aber auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Anders kriegt ihr den nicht durch.

Auf jeden Fall würde ich sofort mit ihm zu einem Kinderpsychologen gehen. Wenn er erstmal in der Pubertät ist, wird es noch schwieriger.

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Kommentar von CNKLM
04.10.2011, 15:19

Höchstwarscheinlich wurde bei uns schon zuviel gebrüllt. In diesem Fall nicht gut genug Löwe ;[. Wir haben parallel zu dieser "Umfrage" einen Termin beim Kinder-u, Jugendtherapeuten gemacht. Allerdings dauert es noch einige Tage bis zum vereinbarten Termin. Ich bin gespannt, ob dieser mir und meinem Mann weiterhelfen kann. Denn uns ist schon klar, dass wir etwas ändern müssen, damit sich unser Sohn ändern kann und wir alle wieder glücklich sind.

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Hier liegt einiges im Argen. Die Beziehung zu ihrem Sohn ist so beschädigt dass er sich durch sein klauen, lügen ect. die notwendige Aufmerksamkeit holt die er benötigt. Es ist jetzt wichtig was Sie wollen? Entweder arbeiten Sie mit professioneller Unterstützung( Familienberatung, Systemische Beratung) die kaputte Beziehung zu ihrem Sohn auf und verbessern diese gemeinsam (der eigentlich bessere Weg, aber setzt voraus dass Sie begreifen dass auch Sie sich hinterfragen lassen müssen) oder Sie lassen an ihrem Sohn ihre Defizite aus und holen nur für Ihn Hilfe vom Jugendamt oder Freien Trägern bzw. Psychologe). Sie haben es in der Hand.

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guck mal nach seinem freundeskreis.

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Kommentar von kiniro
03.10.2011, 23:13

Ich würde erstmal innerhalb der Familie anfangen.

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Kommentar von CNKLM
04.10.2011, 15:06

Freunde wurden "begutachtet". Naja das was man halt so mitkriegt. Meines wissens sind da nicht solche Probleme zu finden.

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