Tipps für Physikalische Rechnungen?

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3 Antworten

Rechne dir zuerst immer die Einheiten der gegebenen Größen (sofern sie das nicht schon sind) auf SI Einheiten um, bevor du die Aufgabe bearbeitest . Das erspart dir am Ende unter Umständen ein großes Durcheinander, was auch zu Fehlern führen kann, wenn du es dann plötzlich mit gemischten Einheiten zu tun hast. Bsp.: F=(m*M*G)/r^2 (Gravitationsgesetz nach Newton). Rechne das mal zum Spaß mit Gramm anstatt Killogramm für die beiden Massen m und du wirst merken was ich meine.

Ebenfalls, wie schon von meinen Vorpostern erwähnt, schreibe dir die gegebenen Größen erst mal auf. So verschaffst du dir einen Überblick und übersiehst nicht eventuell etwas.

Mach dir basierend auf der Aufgaben/Problemstellung die physikalische Situation erst mal klar damit du weist welche Formeln zum Einsatz kommen könnten. Also soll heißen nicht einfach stur bei halb verinnerlichtem Text irgend welche Formeln anhand der gegeben Werte hinklatschen und auf das Beste hoffen.

Mehr fällt mir im moment auch nicht ein. Der rest ist eben können und durchschauen, was aus fleißigem Lernen resultiert ;)
Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

mfg Truman



Das erste, was mir einfällt:

Achte beim Rechnen auf die »Dimension«, womit hier die Art der physikalischen Größe gemeint ist, was impliziert, mit welcher Maßeinheit sie zu messen sind.

Es ist beispielsweise unsinnig, Größen, von denen eine die Dimension einer Länge und die andere die einer Fläche hat, miteinander zu addieren oder voneinander zu subtrahieren, etwa

(1) 3m + 4m² = ?

oder dergleichen. Wenn Du später Vektorrechnung machst, so kannst Du nicht Vektoren aus Vektorräumen unterschiedlicher Dimension einfach so addieren, etwa

(2.1) (1;3) + (3;4;5) = ?;

wohl aber gehen

(2.2) (1;3;0) + (3;4;5) = (4;7;5) oder
(2.3) (0;1;3) + (3;4;5) = (3;5;8).

Auch sind Maßeinheiten wie √{m} oder dergleichen meistens unsinnig. »Meistens« sage ich deshalb, weil dies vom Einheitensystem abhängt und durchaus anders sein kann.

Die Kontrolle von Maßeinheiten kann durchaus Rechenfehler entlarven, ehe man ein möglicherweise falsches Ergebnis einfach akzeptiert und einfach zur Tagesordnung übergeht.

Das sollte man auch dann nicht ohne Weiteres tun, wenn der Taschenrechner es liefert. Der rechnet i. Allg. nur mit Zahlen und »bemerkt« nicht, wenn man sich vertippt.

Oft ist es jedoch möglich, eine Überschlagsrechnung mit groben Werten durchzuführen und somit auch gleich zu wissen, ob das vom TR gerechnete Ergebnis richtig sein kann.

Auf jeden Fall heißt es in der Physik (und natürlich nicht nur da): Hirn an! Erst denken, dann rechnen! Man wisse immer, was man tut.

Also grundsätzlich lohnt es sich einmal aufzuschreiben was mal alles gegebene hat, dann was macht eigentlich sucht und dann welche Formeln man hat.

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