Tipps für perfekte Saltos?

2 Antworten

Zunächst einmal bin ich überaus froh, dass hier endlich mal wieder jemand "Rückwärtssalto" schreibt und nicht "Backflip" - ich kann das ganze Verdenglische schon langsam nicht mehr hören bzw. lesen. Fast so, als ob der Sprung dadurch ganz besonders "trendy-dandy-hip-cool" würde! Dafür schon mal Danke !

Jetzt zu Deinem Problem:

Ich vermute, du hast noch leichte Schwierigkeiten bei der Orientierung, die aber überaus wichtig ist, denn der Rückwärtssalto hat schließlich den Riesenvorteil, dass der Springer nach rund einer halben Saltodrehung den Landepunkt sehen kann. Im direkten Vergleich dazu ist der Vorwärtssalto um einiges schwieriger, weshalb der Springer im Vereinstraining schnell zum 1 1/2 Salto vorwärts übergeht, was die Orientierung wieder erleichtert.

Am gefahrlosesten lernt man den Sprung im Wasser, d.h. entweder vom federnden 1-m-Brett oder alternativ (bei guter Sprungkraft) vom Startblock.

Wichtig beim Ansatz des Sprungs: Auch wenn es die meisten falsch machen:

Beim Absprung niemals den Kopf in den Nacken legen sondern immer - Augen geradeaus - ! Damit vermeidest du zum einen eine Hohlkreuzhaltung und eine zu flache Sprungkurve, zum zweiten das Gefühl, du müsstest irgendwie "nach hinten" arbeiten. Kopf gerade stehen lassen - und erst in der zweiten Saltohälfte zum Wasser orientieren, das ist immer noch früh genug.

Als Orientierungshilfe könntest du dir ein kleines "Shammy" (Ledertuch) oder eine Badehaube auf die Eintauchfläche legen - diesen Punkt dann vor der Landung anvisieren und mit den Füßen treffen.

Du brauchst weiterhin im Sprungansatz einen turbo-schnellen Armschwung, d.h. deine Arme müssen wieder oben über dem Kopf sein, wenn du das Brett oder den Blockrand verlässt. Dann nach hinten-oben abspringen und in der Luft genauso schnell in die Hocke gehen, also die Schienbeine umfassen. Dabei - ich wiederhole mich gerne - immer den Kopf gerade stehen lassen. Denn je höher der Sprung wird, desto eher kannst du die Hocke wieder öffnen und desto mehr Zeit hast du für die Orientierung.

Das gleiche gilt übrigens auch für den Sprung auf dem Trampolin. (Bin übrigens selbst Übungsleiter für Kunst- und Turmspringen).

Good luck!

üben, üben, und mit offenen Augen springen. Dann den richtigen Punkt finden wo man sich streckt um perfekt ins Wasser zu kommen.

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