Tipps für eine Langstreckenfahrt (≈200km) mit dem Fahrrad?

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5 Antworten

Ihr fahrt über Nacht. Damit ist das Problem Sonne schon einmal geregelt. Sichtbarkeit und Licht sollte selbstverständlich gut geplant sein.

Körperlich gibt es zwei Problemzonen: Den Hintern und das Handgelenk. Ich würde das Trekkingrad bevorzugen.

An Nahrung würde ich stärker kalorienhaltige Nahrungsmittel mitführen. Schokolade, Keksschokolade, Schokoriegel, sofern es nicht zu warm dafür ist. Erdnüsse, Studentenfutter und Ähnliches wäre auch gut. Und vielleicht Salzkekse oder Salzstangen; Salz sollte dabei sein. Powerriegel, Müsliriegel sind natürlich auch erlaubt und insbesondere bei Hitze meist den Schokoformen überlegen^^.

Wasser wird wahrscheinlich reichen, weil du ja auch Festnahrung dabei hast. Und es klebt nach dem Verschütten nicht. Aber isotonische Getränke sind auch erlaubt und schmecken vielleicht auch besser^^ Die Menge ist schwierig einzuschätzen. 3 Liter? Heiß wird es ja nicht sein, sportliche Intensität gibt es auch nicht, also sollte die Menge nicht so groß sein müssen. 2 Liter reichen wahrscheinlich auch.

Den Schlafrhythmus würde ich nicht umtrainieren. Ist ja eine einmalige Sache. Ich würde da nicht schläfrig werden. Immer was los, der Wind pfeift um die Ohren, die Nacht ist kurz. Und weil alles neu und besonders ist, bleibt auch dein Körper aufmerksam und wach.

Spannend könnte sein, wie du mit Fahren in der Dunkelheit zurechtkommst, ob du jeweils noch Strecke, Umgebung und Leute wahrnimmst, oder nachher nur noch die Bewegung roter Rücklichter bemerkst und Entfernungen gar nicht mehr abschätzen kannst. Falls du sonst ohne Helm fährst: Hier wäre vielleicht mal einer angesagt^^

Pausen sind eine Frage dessen, wie ihr vorankommt. Mit 10 Leuten kann man sich ja recht flexibel absprechen.

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Kommentar von TypMitGitarre
11.06.2017, 22:19

Ich bin mit dem Trekkingrad gefahren und am Hintern wurde es gegen Ende trotz Radlerhose wirklich recht unangenehm.

Ich hatte eine Flasche Wasser und eine Flasche mit einem isotonischen Getränk dabei. Normalerweise bin ich kein Freund dieser krachsüßen Sportlergetränke, aber in diesem Fall hat der Liter davon gut getan.

Ich habe meinen Schlafrhythmus etwas nachjustiert und hatte so gut wie gar nicht mit Müdigkeit zu kämpfen - Das wäre wohl auch ohne die Umstellung so gewesen.

Man musste sich in der Nacht beim Windschattenfahren schon deutlich mehr konzentrieren, es ist zum Glück alles gut gegangen.

In Sachen Nahrung fand ich vor allem die Salzriegel sehr nützllich, von den PowerBars kann ich den PowerBar Ride empfehlen - da steckt ordentlich Energie drin, nicht nur tonnenweise Zucker wie in vielen anderen Riegeln.

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Die Menge an Wasser, die man bei einer solchen Tour benötigt, ist eigentlich nur durch die Anzahl der Trinkflaschenhalterungen am Rad und dem mitgeführten Gepäck begrenzt.

Der Bedarf wird größer sein, als mitgenommen werden kann.

Bedeutet: Unterwegs immer mal nachtanken.

Aber auch beim mitgeführten Gepäck muss man optimieren, zu viel ist auch nicht gut. Je weniger Gewicht, desto besser.

Günstig ist/sind Gepäcktasche(n) am Rad, welches dafür geeignet sein muss. Je mehr Gänge desto besser.

Auf jeden Fall sollten Wechselklamotten dabei sein, wenn ihr mal in einen Regen kommt und klitschnass werdet, weil mal gerade keine Unterstellmöglichkeit in der Nähe.

Jeder sollte für sich eine Menge Proteinriegel und/oder Müsliriegel mit sich führen, die haben einen hohen Energiegehalt und belasten den Magen nicht sonderlich. Ab der 2. Stunde rechne alle 30 min 1 Riegel.

Am Tag zuvor und vielleicht auch zum Frühstück gerne ein ausgiebiges nudellastiges Frühstück mit viel Kohlehydraten, um alle Speicher bis zum Rand zu füllen.

Die asphaltierte Strecke macht vieles leichter, von daher sollte kein Ungemach drohen, die Höhenmeter sind moderat.

Fahrradreparaturset ist unbedingtes Muss, also Schlauchwechsel, Kettenreparatur oder -wechsel.

Fahrrad zuvor in Ruhe vielleicht nochmal komplett durchchecken!

Was ich jetzt nicht so richtig verstehe ist, wieso die Fahrt über Nacht gehen soll.

Das schafft doch eher Probleme als dass es was nutzt.

Folgende Situationen stelle ich mir in der Nacht problematisch vor:

- Nachfassen von Getränken / Verpflegung im Handel

- Wechsel einer Kette oder eines Schlauchs wenn ringsum alles stockfinster ist

Daher mein Tipp: Verlegt die Tour zeitlich so, dass ihr meinenthalben früh beizeiten z. B. ab 05:00-06:00 Uhr losfahrt und weitestgehend im Tageslicht.

Das reduziert die Klamotten, da ihr nicht die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ertragen müsst.

Da läßt sich unterwegs bei Bedarf viel mehr regeln.

Nehmt mal eine Rolle Klopapier mit, man weiß nie, wozu die alles gut sein kann.

Führt eine Liste mit Telefonnummern von Herbergen und Quartieren mit, für den Fall, dass ihr einen Plan B ziehen müsst, weil Plan A unvorhergesehen nicht umgesetzt werden kann.

Die Gründe können vielfältig sein und sind u. U. nicht immer in eurer Macht.

Bei den Pausen ist jeder anders gestrickt. Da müßt ihr untereinander euch verständigen.

Vielleicht alle 70 km eine Pause, das ist eine moderate Strecke, die man problemlos am Stück spritzig runterspulen kann.

Günter

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Kommentar von napoloni
20.05.2017, 08:59

Was ich jetzt nicht so richtig verstehe ist, wieso die Fahrt über Nacht gehen soll.

13 Stunden in der Sonne kann im Sommer - schönes Wetter vorausgesetzt - tödlich sein. Und weil es dann auch wärmer sein dürfte, wäre der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Hat also auch ein Gutes und einen ganz eigenen Erlebniswert :o)

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4-5 Liter an Getränk würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Wenn mit Sicherheit Geschäfte auf der Strecke liegen, ist soviel Zusatzgewicht nicht nötig.

Vom Essen her: viele Kohlenhydrate aber auch Eiweiß, zum Beispiel:

-vor dem Wegfahren: Müsli mit viel Haferflocken und Milch

-Bei  Stopps: eventuell Vorkochen, zb Porridge, Milchreis, (Alternative: Brotjause mit Eiern, Schinken)

Dazwischen immer wieder eine PowerBar.

Bei den anderen Punkten kenne ich mich nicht so gut aus.

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Kommentar von TypMitGitarre
19.05.2017, 22:07

Es liegen schon hier und da Geschäfte an der Strecke, aber da wir von 20 Uhr bis ca 9-12 Uhr unterwegs sein werden wird das erst gegen Ende eine Option sein.

Vielen vielen Dank für die guten Nahrungsvorschläge!

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Zu 1.: Zwei Flaschen a 1l .

Zu 2.: Lange Pausen gehen auf die Muskeln und machen müde. Nur so lange wie man für einen Ess-Riegel braucht.

Zu 3.: Ja, denn mit diesem Kastraten-Rad Berge anzugehen ist hirnrissig!

Zu 4.: Gepäck so wenig wie möglich, Du fährst ja nur eine Nacht, einen Reseve-Schlauch, Flickzeug, Regenjacke, Funktionspullover.

-Schlafrythmus anpassen? Eine gute Radhose, gute starke Beleuchtungsanlage (halte so eine Tour mit üblicher Beleuchtung nicht für ratsam), Schuhe mit fester Sohle, Rad vorher durchchecken sind wichtiger.

Wird übrigen nicht einfach, solche Strecken trainiert man an oder man ist sehr sportlich. Glaube nicht, dass Du es schaffst.

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Kommentar von TypMitGitarre
11.06.2017, 22:10

Die Fahrt fand von gestern zu heute statt. Vor allem die letzten 40km waren anstrengend, aber wir sind alle gesund angekommen :)

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Du weißt das Du einiges mitnehmen mußt. Ist das Singlespeed dafür ausgerüstet Gepäck zu transportieren?

Ich würde bei einer solchen Strecke jedenfalls nicht mit einem Singlespeed fahren, egal wie flach, schon gar nicht ohne Langstreckenerfahrung.

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Kommentar von TypMitGitarre
19.05.2017, 22:57

2 Flaschen passen ran+Flickzeug. Der Rest kommt in einen Rucksack.

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