Tipps für ein schuldenfreies Leben?

20 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also zuerst einmal, was die Schulden deiner Eltern angeht: Du kannst das Erbe ausschlagen. Und wenn du schon weißt, dass da nur Schulden sind, solltest du das dann auch tun, und zwar muss das so viel ich weiß innerhalb von 6 Wochen nach dem Todesfall passieren, du darfst dann also nicht trödeln. 

Wichtig: Wenn du das Erbe ausschlägst, bezieht sich das wirklich auf alles. Du kannst also nicht z.B. das Auto nehmen und die Schulden nicht. Falls es da also irgendwelche Erinnerungsstücke geben sollte, an denen dir etwas liegt, z.B. Schmuck der Großmutter oder ähnliches - lass dir das, falls möglich, schon jetzt schenken.

Und wie man seine Finanzen in den Griff bekommt? Darüber sind Bücher geschrieben worden, und es gibt auch ziemlich viel dazu zu sagen. Ich möchte nur kurz einige Punkte nennen: 

- Nicht jeden Monat alles Geld ausgeben, was man hat. Sparen macht auch ohne Zinsen noch Sinn, denn irgendwann geht z.B. die Waschmaschine kaputt und man braucht eine neue. Dann ist es gut, wenn man das Geld einfach vom Sparkonto nehmen kann.

- Keinen Kredit für Konsumgüter aufnehmen, z.B. für einen neuen Fernseher oder ähnliches. Einen Kredit sollte man nur für solche Dinge aufnehmen, auf die man nicht sparen kann  (also z.B. eine Wohnung) oder die man braucht, um damit Geld zu verdienen (z.B. das Auto, wenn man damit zur Arbeit fahren muss). Ich habe derzeit auch einen Kredit für Möbel am Laufen. Das sind aber nicht meine eigenen Möbel, sondern ich habe damit eine Wohnung möbliert, um diese (teurer) möbliert vermieten zu können. Diese zugegebenermaßen sehr schönen Möbel habe ich selbst also nur an einigen Tagen genutzt. Aber wenn ich jetzt hier zu Hause z.B. einen neuen Schreibtisch möchte, dann kaufe ich den nicht auf Kredit, sondern warte, bis das Geld dafür vorhanden ist.

Bei meinem eigenen Schreibtisch, um beim Beispiel zu bleiben, kann ich warten. Beim Schreibtisch für die Mieter konnte ich nicht warten, den habe ich sofort gebraucht. 

- Noch ein Punkt: Wenn du mal Geld übrig hast, denke mal über eine Anlage in Aktien nach. Wenn man weiß, was man tut, ist das keine Zockerei. Du kannst dich auf einer Anlegerveranstaltung unverbindlich informieren. Solche Veranstaltungen gibt es regelmäßig (meist jährlich) in ganz Deutschland, und der Eintritt war bisher immer kostenfrei, auch wenn man sich vorher irgendwo registrieren musste. Google mal nach "Börsentag", "Anlegertag", etc.

Danke für die Mühe!

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@MateriellerNarr

Ah was, ist keine Mühe :-)

Nur eine Sache stört: Dass man das Mittagessen zum Tippen immer erst zur Seite legen muss.

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1. Lebe von 90 % Deines Nettoeinkommens! 10 % legst Du dauernd auf die hohe Kante, u. U. auf ein Tagesgeldkonto. Gibt zwar keine Zinsen, aber darum geht es auch nicht, sondern darum, dass 10 % automatisch (das ist am besten) abgebucht werden und damit nicht sofort verfügbar sind.
Also ins Langzeitgedächtnis einprägen: 90/10! 

2. Keine Kredite für den Konsum, auch nicht für den Urlaub. Es gibt Leute, die das tatsächlich machen. Luxus muss man sich leisten können! Es spricht aber nichts dagegen, z. B. einmal im Monat gut essen zu gehen - als Belohnung fürs Sparen. 

3. Fixkosten minimieren. Kleine Wohnung, geringe Miete, geringe Nebenkosten. Brauchst Du ein Auto oder reichen eine Bahncard und vielleicht ein Jahresticket für die Fahrt zum Arbeitsplatz, evtl. ein Busticket? Oder ein kleines Auto? 

4. Keine überflüssigen Versicherungen. Privathaftpflicht, Unfall, Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit reichen. Solltest Du mal Familie haben, muss natürlich eine hohe Risikolebensversicherung (am besten über Kreuz) her. 

5. Bei Sonderangeboten immer überlegen (na ja, bei wertvolleren Sachen, nicht bei zwei neuen T-Shirts), ob "sonder" auch "preiswert" ist. 

6. Brauchst Du (beruflich) teure Klamotten? Wenn nicht, tut es auch ein Hemd für 10 € statt für 50 €. 

7. Bleibt das Erbe. Ein Erbe erbt immer alles, Vermögen UND Verbindlichkeitenn! Per Gesetz gibt es nur "Ganz oder gar nicht!" Und es gilt: Schweigen ist hier wirklich Zustimmung!
Die Erbausschlagung muss innerhalb von sechs Wochen ab Eintritt des Erbfalls (es gibt natürlich auch Ausnahmen) beim zuständigen Nachlassgericht zur Niederschrift angezeigt werden, wenn man nicht erben will. Rechtsgrundlage ist der § 1944 "Ausschlagungsfrist" des BGB. 

Also Vermögen und Verbindlichkeiten schnell gegeneinander aufrechnen. Evtl. lohnt sich ja ein Erbe auch trotz Schulden, wenn die überschaubar sind. 

Wird der Nachlass von allen Erben ausgeschlagen, erbt der Staat, der aber dann nicht für die Schulden aufkommt! Sonst könnte man es sich ja einfach machen. 

Die gehen doch nicht etwa auf die Kinder über?!

Schulden werden genau wie Vermögen vererbt mit einer Ausnahme. Am Ende der Erbfolge steht immer der Staat und der Staat erbt keine Schulden, diese kann der Gläubiger dann ausbuchen.

Um auf deine eingängliche Frage zurück zu kommen wie man Schulden vermeidet

  1. Keine Konsumkredite, keine Finanzierungen, keinen Dispo, keine geduldete Überziehung des Bankkontos. Bei Null ist Schluss.
  2. Klare Übersicht über Einkünfte und unvermeidbare Kosten. Wie groß ist der Puffer der zur freien Verfügung steht?
  3. Ausgaben darauf hin überprüfen ob man sie reduzieren kann. Bei Lebensmitteln z.B. greife ich größtenteils auf Discounter zurück.
  4. Immer nach Möglichkeiten schauen das eigene Einkommen zu steigern durch ständige Weiterbildung und Qualifikation.
  5. Überschüssiges Geld sinnvoll investieren und nicht auf behinderten Sparbüchern und Tagesgeldkonten verrotten lassen. Diese beiden sind nur für eine Liquiditätsreserve gedacht.
  6. Kein Eigenheim, wenn dieses aus aktivem Arbeitseinkommen finanziert werden muss. Wohne selbst zur Miete, habe Immobilien, die du vermietest.

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Hi,

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MIt freundlichen Grüßen Xample987

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