Tipps für beraat nacht? (15.07.)

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Botschaft des DITIB-Vorsitzenden Sadi Arslan zur Berat-Nacht

Am 15. Schaban, dem zweiten der gesegneten drei Monate - dieses Jahr in der Nacht von Donnerstag 15.07.11 auf Freitag - begehen wir die Berat-Nacht: die Nacht der Vergebung und der Erlösung.

Die Berat-Nacht ist folglich für Muslime, die sich ihrer Sünden und Fehler bewusst werden, ein gesegneter und heiliger Zeitpunkt, in der sie für diese Sünden um Vergebung bitten und auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen können. Gleichzeitig ist diese Nacht auch ein Vorbote des Ramadan.

Unser Prophet Muhammed, Allah segne ihn und schenke ihm Heil, sagte dereinst: „Verbringt die Berat-Nacht mit Gottesdiensten und fastet am Tag. Allah offenbart sich in dieser Nacht, d.h. von Sonnenuntergang bis zum Tagesanbruch am Himmel und fragt dabei ‚Gibt es denn niemanden, der mich um Vergebung bittet, damit ich ihm vergeben kann? Gibt es denn niemanden, der um Lebensunterhalt bittet, damit ich es ihm gewähren kann? Gibt es niemanden, den eine Sorge plagt, damit ich ihn davon erlösen kann?’“ (Ibn-i Mace, Ikame 191)

In dieser Nacht sollten wir Gebete verrichten, den Koran lesen, Allah um Vergebung bitten, darüber nachdenken, wie man der Menschheit noch weiter dienen könnte, unseren Kindern die Bedeutung solcher Nächte beibringen, unsere Verstorbenen mit Gebeten bedenken, für Frieden im Land und auf der ganzen Welt beten sowie den Bedürftigen helfen.

Lassen Sie die Liebe in unsere Herzen einziehen. Denn dann ist hier kein Platz mehr für Hass und Groll. Wir sollten versuchen ein guter Diener Gottes zu sein: reif, besonnen und im Dienste der Menschheit. Wir sollten alles tun, was in unserer Macht steht, damit es keine Kriege gibt auf der Welt, damit nicht gemordet wird, damit niemandem Unrecht geschieht. Wir sollten jeden mit Liebe und Barmherzigkeit umarmen. Allen voran unseren Nachbarn, sollten wir den Menschen in der Gesellschaft, in der wir leben, mit den Grundsätzen des Islam, nämlich Liebe, Respekt und Toleranz begegnen. Kein Herz darf Schmerz erfahren, aus keinen Augen dürfen Tränen des Leids fließen, kein Kind darf verwaisen. Kein Mensch auf der Welt, ganz gleich in und aus welchem Erdteil, darf Unrecht und Unterdrückung erfahren. In dieser Nacht, der Berat-Nacht, der Nacht der Vergebung sollten sich die Hände im Gebet erheben, im Gebet für Brüderlichkeit und Frieden.

In diesem Sinne und geladen mit diesen Gefühlen, bete ich dafür, dass diese gesegnete Nacht der islamischen Welt Einheit und Zusammenhalt, sowie der ganzen Menschheit Eintracht und Frieden bringt. Ich wünsche allen Muslimen eine gesegnete Berat-Nacht.

http://www.ditib-gmuend.de/04082009001.html

Kann mir jemand die Überlieferungskette von diesem Hadith (?) posten oder mir sagen wo in der authentischen Sunna z. B. Buhary dieser steht. Wäre ganz hilfreich, weil ich ihn nicht finden kann.

Und was ist (Ibn-i Mace, Ikame 191)? Vielen Dank.

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@halima2

Lailat-ul-Bara’a (Berat Kandili)

Wie jedes Jahr, ist 2 Wochen vor Beginn des gesegneten Monats Ramadan Lailat-ul-Bara’a, die Nacht der Schuldenvergebung (auch laylat-un-nisfi min Sha’ban, Hälfte des Monats Scha‘ban genannt). Bara’a bedeutet „von Schulden oder Anschuldigungen befreit werden“.

In der Hadith-Sammlung von Ibn Madschah wird durch Ali ibn Abi Talib (r) ein Hadith vom Gesandten Allahs (s) dazu überliefert: „Wenn die Hälfte des [Monats] Scha’ban kommt, steht in seiner Nacht auf. Fastet an jenem Tage. Denn Allah kommt nach Sonnenuntergang zum untersten Himmel herab und sagt: ‚Gibt es niemanden, der um Vergebung bittet, damit Ich ihm vergeben kann? Gibt es niemanden, der um Versorgung bittet, damit ich Ihn versorgen kann? Gibt es keinen, der Sorgen hat, dem Ich diese nehmen kann?’ Dieser Ruf dauert dann bis zum Frühlicht an.“

Obwohl viele die folgenden Verse auf Lailat ul-Qadr, die Nacht der Bestimmung, beziehen, sagen manche Koran-Kommentatoren, dass die ersten Verse in der Sura ad-Duhan (44) auf diese besondere Nacht hindeuten: „Ha. Mim. Bei der klaren Schrift, Wir haben ihn ja in einer gesegneten Nacht herabgesandt, Wir sind ja Warner. In ihr wurde jede weise Angelegenheit entschieden.“ (Verse 1-4). So ist der Koran in dieser Nacht von der Urschrift im siebten Himmel zum Himmel der Erde herabgebracht worden.

Imam Al-Mundhiri (gest. 656 n.H.) führt in seinem berühmten Werk At-Targhib wat-Tarhib (Band 2, Seiten 116-120) 14 Ahadith über dieses Thema auf. Folgende Punkte können u.a. aus diesen Ahadith zusammengefasst werden:

1.) Der Monat Scha’ban ist ein wichtiger Monat.

2.) In diesem Monat führt Allah (t) die Abrechnungen über Seine Schöpfung aus.

3.) Der Prophet (s) fastete in diesem Monat.

4.) Der Prophet (s) empfahl Gebete für diese Nacht und das Fasten am nächsten Tag.

5.) Der Prophet (s) besuchte gewöhnlich an diesem Abend die Gräber der Muslime und bat für sie um Vergebung.

Ein weiteres wichtiges Ereignis trug sich am 15. Scha’ban in der Islamischen Geschichte zu. Es wird berichtet, dass Allah (t) die Offenbarung, die bisherige Qibla von der Masdschid-ul-Aqsa in Richtung Kaaba zu ändern, am 15. Schaban im Jahr zwei nach der Hidschra während des Zuhr-Gebets schickte.

http://www.muslimehelfen.org/wissen-tun/artikel/lailat-ul-baraa-berat-kandili.html

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17 So: al-'ahad: 15. Shaban 1432

am 15. shaban ist der 17.7.

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Salamualaikum, also man fastet an dem Tag,auch wenn es ein Freitag ist? Und man muss halt den Tag davor,also heute,oder den Tag darauf,also Samstag,fasten. Stimmts?

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@DienerinAllahs
  • Du kannst den Freitag und noch 2 Tage dazu fasten.
  • Nur Freitag oder
  • Ein Tag vorher, den Tag und ein Tag danach, also 3 Tage hintereinander.

    • Nocht besser; wie es unser lieber Prophet tat, den ganzen Monat, Sunnah.
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Quellverwiese zur Beraat-Nacht habe ich fast ausschließlich auf Seiten türkischer Herkunft gefunden. Deshalb kann ich Dir nicht genau sagen, ob es sich um eine regionale Besonderheit handelt. Trotzdem solltest Du Varsinbirsin den Stern geben. Die Antwort ist treffend und bestens.

Es ist nicht zulässig, der Nacht zur Hälfte von Scha’bān eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken

Frage:

Ich habe eine Frage über den Sufismus. Sie haben bestimmte Bittgebete für die Nacht zur Hälfte von Scha’bān und stehen in dieser Nacht auch auf, um gemeinsam das freiwillige Gebet (Qiyām al-Layl) zu verrichten. Außerdem fasten sie den Tag zur Hälfte von Scha’bān. Was ist eure Meinung zu dieser Gruppe?

Antwort:

Es ist bei den Ahlu ş-Şunnah bekannt, dass das Aufstehen in der Nacht zur Hälfte von Scha’bān (für das freiwillige Gebet) und das Fasten an diesem Tag zu den Neuerungen gehört, die von der Scharī’ah nicht erlassen wurden. Dies hat zwei Gründe:

Erster Grund: Es ist nichts darüber überliefert worden, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, seine Gefährten oder die übrigen rechtschaffenen Vorfahren (Şalaf) dieser Nacht eine besondere Aufmerksamkeit schenkten, weder durch das Aufstehen in dieser Nacht (für das Gebet) noch indem sie den darauffolgenden Tag gefastet haben. Dies ist der erste Grund.

Wir glauben entschieden daran, ohne zu zweifeln oder zaghaft dabei zu sein, dass alles Gute im Befolgen der rechtschaffenen Vorfahren (Şalaf) steckt und alles Schlechte in den Neuerungen der Nachfolger (Khalaf). Daraus ergibt sich folgendes: Jede Art von Anbetung (‘Ibādah), das erst nach den rechtschaffenen Vorfahren eingeführt wurde, zu den Neuerungen gehört. Außerdem hat der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, den Begriff der Irreführung auf jede Art der Neuerung angewandt, egal wie bedeutsam sie (bei ihren Leuten) sein mag oder von ihren Anhängern geschmückt und verschönert wird. Dies verhält sich so, wie ein Gefährte des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, der ja zu ihren gottesfürchtigsten und wissendsten gehört, nämlich ‘Abdullah Ibn ‘Ummar Ibn al-Khattāb, Allahs Wohlgefallen auf ihm, gesagt hat: „Jede Neuerung ist Irreführung, auch wenn die Menschen es als etwas Gutes ansehen sollten!“

Diese authentische Überlieferung über Ibn ‘Ummar ist die unmissverständliche Erklärung der allgemeinen Aussage des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken: „Jede Neuerung ist Irreführung!“ Ibn ‘Ummar sagt in deutlicher arabischer Sprache: „Jede Neuerung ist Irreführung, auch wenn die Menschen es als etwas Gutes ansehen sollten!“ Wenn dies also so ist, dann ist das Fasten in der Nacht zur Hälfte von Scha’bān und das Aufstehen in dieser Nacht für das Verrichten des freiwilligen Gebets zwei Dinge, die in die Religion neu eingeführt wurden, da sie zur Zeit der rechtschaffenen Vorfahren nicht existiert haben. Das ist zu Punkt eins.

Zweitens: Diejenigen, die solch eine besondere Aufmerksamkeit für die Nacht zur Hälfte von Scha‘bān billigen, stützen sich dabei auf einen Ĥadīth, dessen Überlieferungskette sehr schwach ist. Dieser Ĥadīth wurde bei Ibn Mādjah in seinem „Şunnan“ über den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, verzeichnet, wo darin er sagte – dieses darf dem Propheten jedoch nicht zugeschrieben werden: „Wenn die Nacht zur Hälfte von Scha’bān anbricht, dann steht in der Nacht (für das freiwillige Gebet) auf und fastet am Tage.“

Dann erwähnte er einen Vorteil, bei dem der Überlieferer, dem seine bösen Taten ihm ausgeschmückt wurden, übertrieben hat, als er diesen Ĥadīth seinem Gesandten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zugeschrieben hat. Dazu gehört zum Beispiel, dass einer Person an diesem Tag so und so viel Sünde und Fehltritte vergeben wird. Dieser Ĥadīth ist sehr schwach, sodass damit nicht gearbeitet werden darf. Dieses gilt auch sogar bei denen, die es für erlaubt ansehen, mit einem schwachen Ĥadīth im Bereich der rechtschaffenen Werke zu arbeiten. Denn auch bei ihnen gilt die Bedingung, dass die Schwäche eines Ĥadīths nicht stark sein darf.

Doch dieser Ĥadīth ist sehr schwach. Außerdem kann zum Fasten in der Hälfte von Scha’bān auch seine folgende Aussage, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hinzugefügt werden, das bei uns authentisch ist: „Wenn die Hälfte von Scha’bān verstrichen ist, dann fastet nicht bis Ramadan.“

Zweifellos ist der fünfzehnte Tag die Hälfte von Scha’bān, vor allem, wenn der Monat Scha’bān kürzer ist und nur neunundzwanzig Tage hat. In diesem Fall ist es dann zweifellos die Hälfte von Scha’bān und das Fasten ist nicht erlaubt.

Somit haben diejenigen, die in der Hälfte von Scha’bān fasten, gleich zwei Fehler begangen. Sie haben mit einem Ĥadīth gearbeitet, der sehr schwach ist. Und wenn sie sagen sollten, dass sie auf diesen Ĥadīth nicht angewiesen seien, dann sagen wir ein weiteres Mal zu ihnen, dass sie in der Religion Allahs etwas neues eingeführt haben, dass keinen Ursprung hat. Außerdem haben sie dem authentischen Ĥadīth widersprochen, wo darin er, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Wenn die Hälfte von Scha’bān verstrichen ist, dann fastet nicht bis Ramadan.“

Somit darf der Nacht zur Hälfte von Scha’bān keinerlei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, da bezüglich ihrer Gunst nichts Authentisches überliefert wurde. Außerdem wurde über die rechtschaffenen Şalaf nichts überliefert, dass sie dieser Nacht eine besondere Aufmerksamkeit schenken, so wie wir es von diesen Nachfolgern hören.

Was die Hälfte von Scha’bān anbetrifft, so haben wir nun gezeigt, dass der erste Ĥadīth, den wir zuvor erwähnten, nicht authentisch ist und im Gegensatz dazu folgender Ĥadīth authentisch ist: „Wenn die Hälfte von Scha’bān verstrichen ist, dann fastet nicht bis Ramadan.“

In dieser Angelegenheit sieht man jedoch wieder, dass die unwissende Masse der Menschen leider einigen Anbetungen ihre völlige Aufmerksamkeit schenkt, obwohl diese nicht authentisch sind, weder aus der Sicht der Überlieferungskette noch aus der Sicht des Verständnisses. Doch im Gegensatz dazu schenken sie den Anbetungen, die authentisch über den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, überliefert wurden und über die die Gelehrten der Muslime keine Meinungsverschiedenheit haben, sehr wenig Achtung. Sie schenken den Anbetungen ihre Achtung die keine Achtung verdienen und widersetzen sich im Gegensatz dazu den Anbetungen, die ihre Achtung erfordert. Dies ist eine Ermahnung und die Ermahnung nützt den Gläubigen, wenn Allah will. http://www.basseera.de/faa/fiqh-f/neuerung-fatawa-fiqh/367-nacht-zur-haelfte-von-schaban-.html

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@halima2

fettes DH

keine Erneuerung im Glauben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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