Tipps: Ernährung, Lebensstil Gallensteine?

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5 Antworten

  • Ja, bei vorhandenen Gallensteinen, aber auch nach der Entfernung von Gallensteinen, sollte die Ernährung angepasst werden.
  • Bei vorhandenen Gallensteinen treten die Beschwerden in vielen Fällen stark abhängig von der Ernährung auf. So führt fettes Essen zum Beispiel oftmals zu verstärkten Problemen bis hin zu sehr schmerzhaften Koliken.
  • Man kann ganz klar festhalten und als medizinisch gesichert bezeichnen, dass eine hohe Fettzufuhr bei Patienten mit aktuellen oder früheren Gallensteinen die Bildung und das Wachstum von Gallensteinen begünstigt und außerdem akute Gallenkoliken auslösen kann.
  • Empfehlenswert bei Neigung zu Gallensteinen ist eine fettreduzierte und ballaststoffreiche Ernährung, also viel Obst und Gemüse, viel Vollkornprodukte, viel zusätzliche Ballaststoffe. Gleichwohl ist es heutzutage nicht mehr üblich, eine spezielle "Gallen-Schonkost" zu beachten, sondern es wird eine ausgewogene, abwechslungsreiche, weitestgehend normale Ernährung angestrebt, bei der es keine absoluten Verbote gibt und die sich möglichst an den üblichen Lebensgewohnheiten orientiert.
  • Eine fettreduzierte Ernährung bedeutet auch nicht, ganz auf Fett zu verzichten. Im Gegenteil soll die Nahrung einen ausgewogenen Fettanteil haben, denn die Gallenflüssigkeit soll ja auch ausgeschüttet und verwendet werden. Fettfreie Ernährung würde dagegen so gut wie keine Gallenflüssigkeit freisetzen, was auch ungünstig wäre.
  • Bei akuten Gallenbeschwerden wie häufigen Koliken wird zudem empfohlen, Lebensmittel zu reduzieren, die Blähungen verursachen -- dies soll den zusätzlichen Druck auf die Gallenblase vermindern und ist also nur rein symptomatisch. Dies kann man für sich selbst ausprobieren und schauen, worauf man mit Blähungen reagiert und ob diese die Gallenschmerzen verstärken oder nicht. Typische Beispiele an Lebensmitteln wären Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen) sowie Kohl.
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Ich hatte mal Gallensteine-jetzt sind die bei mir  laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie) entfernt.

Es gibt auch Menschen die Steine haben aber keine Beschwerden dann wird ein OP als nicht notwendig gesehen. Die Gallenblase dient als Reservoir für die vom Leber ankommende Gallensäure, die dann bei fettem Essen kontinuierlich ins Zwölffingerdarm abgegeben werden. Bei einem Missverhältnis kann es zu den sogenannten Steinen kommen.

Bei der Ernährung versucht man auf eine fettarme Schonkost zu setzen: die, die Gallenblase schont.

Also weglassen : Fast Food, Wurst, Schweinefleisch, Speck, Sahne, Nüsse, fetten Fisch

Erlaubt: Fisch (fettarm), Gemüse , Obst, Reis , Nudeln ,Kartoffeln

Beim Kochen muss du natürlich auf die dosierte Zugabe von Fett achten (nur ein Esslöffel)

Bei Lebensstil  empfiehlt man 30-60 Min Sport, Fahrradfahren , Schwimmen...da muss man sich nicht so stark einschränken.

Ich weiß wie schlimm die krampfartigen Schmerzen im Oberbauch sind, wenn es nicht anders geht wirst du halt operiert dann darfst du Alles essen ohne Einschränkungen.

Grüße, Candy

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Die vielfach empfohlene fettarme Ernährung halte ich für Unsinn. Oft führt gerade ein übertriebener Fettverzicht zur Bildung von Gallengries und irgendwann auch -steinen. Immerhin regt Fett den Gallefluss an. Und Lecithin, was der Leber hilft Gallenflüssigkeit zu bilden und Fett loszuwerden, ist ein Fettbegleitstoff - kommt in fettarmen Diäten erst recht zu kurz!

Zweckmäßiger ist m.E. eine kohlenhydratarme Ernährung. Dadurch wird der Leberstoffwechsel verbessert (u.a. weil die Glykogenspeicher der Leber entleert werden - die Leber schwillt also ab; und weil die Fructosezufuhr gestoppt wird - und somit auch die Einlagerung von Fett in der Leber). Ballaststoffe sind auch hilfreich. Und natürlich alles, was die Leber stärkt.

Sicherlich kann bei bestehenden Gallensteinen durch eine fettige Mahlzeit eine Gallenkolik ausgelöst werden. Aber für die Bildung von Gallensteinen ist das Fett gerade nicht verantwortlich! Vorbeugenderweise, zumindest solange man nicht mehr als Gallengries hat, ist m.E. eine LCHF-Ernährungsweise (low carb, high fat) hilfreich.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass LCHF den Gries "austreibt". Und aus erster Hand weiß ich, dass fettarme Diäten symptomatische Gallensteine überhaupt erst auslösen können.

Wahrscheinlich ist der Kernproblem bei Gallensteinen ein gestörter Leberstoffwechsel - i.d.R. in Verbindung mit Fettleber und Hyperinsulinämie. Das führt nämlich erst dazu, dass die Blutfettwerte entgleisen und die Leber ihre Arbeit nicht mehr richtig erledigt kriegt.

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ickebinshallo 16.06.2016, 14:45

Wie möchtest du eine ballaststoffreiche, aber kohlenhydratarme Ernährung realisieren? Insbesondere Haferkleie sind ja reich an Ballaststoffen. Vieles Gemüsesorten lösen dagegen Blähungen aus.

?

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Candy1982 16.06.2016, 14:53
@ickebinshallo

keine Kohlenhydrate ist aber sehr schwer im Alltag zu realisieren...und Zuviel Fett ist auch nicht gerade gut.

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ArchEnema 16.06.2016, 16:07
@ickebinshallo

Gerade die Blähungen sind ja ein Zeichen für (fermentierbare) Ballaststoffe. Vollkorngetreide bläht mindestens so sehr wie z.B. Kohl oder Zwiebeln. Getreide ist aber aufgrund der Kohlenhydrate eben nicht meine Empfehlung. Wenn, dann doch eher Weizenkleie als Haferkleie. Aber schmeckt ja nach Sägemehl...

Kompatibel wären etwa geschrotete Leinsamen. Idealerweise erst direkt vor der Verwendung schroten, die Omega-3-Fettsäuren sind leichtverderblich. Auch Mandeln und Macadamias sind ballaststoff- und fettreich, dabei kohlenhydratarm.

Ansonsten natürlich jede Art Gemüse, sofern nicht zu kohlenhydratreich.

Wichtiger als die Ballaststoffe ist m.E. aber der möglichst niedrige Kohlenhydratanteil. Es geht ja letztlich darum, die Leber "freizupusten". Dafür eignen sich eben naturbelassene Fette/Öle, bei ausreichend Protein und wenig Kohlenhydraten.

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ArchEnema 16.06.2016, 16:08
@Candy1982

Auch nicht schwerer als kein Fett! Und gesundheitlich sind die Fette wichtiger als die Kohlenhydrate.

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Candy1982 18.06.2016, 02:11
@ArchEnema

soviel Fett belastet den Magen, Fett hat 9 Kalorien/1 g und , Kohlenhydrate weniger 4 Kalo./1g, dem Körper ist es doch egal was du isst  Hauptsache die Kalorienbilanz stimmt  und du hast dein Eiweiss und Vitamin und Mineralstoffe.Außerdem ist es schwer ohne Kohlenhydrate weil das 50 % unserer Ernährung ausmacht. Naja die Low--Carb Anhänger meinen das wär das beste aber ich habe schon seit 20 Jahre Erfahrung mit Diäten und Ernährungsumstellung, da macht mir keiner was vor.

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ArchEnema 18.06.2016, 12:37
@Candy1982

dem Körper ist es doch egal was du isst  Hauptsache die Kalorienbilanz stimmt  und du hast dein Eiweiss und Vitamin und Mineralstoffe

Na guck, Kohlenhydrate hast du nicht aufgezählt! Brauchen wir ja auch nicht. Fett allerdings schon, zumindest ein Bisschen (essentielle Fettsäuren; außerdem zur Aufnahme fettlöslicher Vitamine).

Aber hier geht es ja nicht um bloße Gewichtskontrolle, sondern um Gallensteine! Und bei einer beginnenden Gallenproblematik ist eine fettarme Diät ein ganz doofe Idee. Weil nämlich Gallensteine meist auf Insulinresistenz/Hyperinsulinämie hindeuten, d.h. die Vorstufe zu Typ 2 Diabetes. Insulin kurbelt nämlich die körpereigene Produktion von Cholesterin an. Unsere einzige Möglichkeit, Cholesterin auszuscheiden, ist über die Galle und somit den Darm (hierbei helfen Ballaststoffe). Die meisten Gallensteine bestehen überwiegend aus Cholesterin!

Vordringliches Ziel muss also sein, den Insulinspiegel runterzukriegen - und währenddessen die Gallenflüssigkeit in Bewegung zu halten. Und diese Bedingungen erfüllt eigentlich nur eine kohlenhydrat-, jedoch nicht fettarme Ernährung. Keine fettarme Diät, und auch keine Hungerkur...

Ich will nicht unterschlagen, dass z.B. Kartoffeln und Hülsenfrüchte auch ganz ohne Fett den Gallefluss anregen können (und dabei auch Ballaststoffe mitbringen). Weil sie nämlich Trypsinhemmer enthalten - Antinährstoffe, die die Verdauung bremsen und so die Verdauungssäfte besonders anregen. Aufgrund des Kohlenhydratgehalts (v.a. bei den Kartoffeln), ist dann aber extrem fettarme Ernährung angesagt (sonst wird es nichts mit der Normalisierung des Insulinspiegels und des Gewichts). Und das ist wie gesagt kein bisschen einfacher als Low Carb, und bringt langfristig zudem das Risiko von Vitaminmangel (A, D, E, und K sind fettlöslich) mit sich. Deshalb sehe ich HCLF kritisch. Je "kaputter" man bereits ist, desto schwieriger ist es, damit klarzukommen.

Hast du jemals LCHF ausprobiert?

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Candy1982 18.06.2016, 14:19
@ArchEnema

 Nein habe ich nicht, weil ich durch das starke Übergewicht eine Fettleber habe (ernährungsbedingt) und meine Gallenblase musste raus , die Ärztin stand am Bett und hat mir das mitgeteilt deswegen bin ich so traumatisiert (Träume das ich meine Leber verliere.....), außerdem hat sie gesagt ich müsste dringend abnehmen....ich wurde mit meinem Problem alleine gelassen.

Ich habe 1 Jahr nur flüssig gegessen  (Zusammenbruch) , 2 Wochen nichts gegessen, Markert Diät. 2 Wochen keine Kohlenhydrate, Formaline und Abführmittelmissbrauch (Glycilax), und bestimmt 50 Diäten gemacht, Hungern und Esssucht die ganze Palette. Ich weiß nicht vielleicht war ich essgestört.....wenn man auf Essen rum kaut und so tut und wieder ausspuckt, oder bunkert und weiter verschenkt und Lügen erzählt, oder schlechtes Gewissen bei einem Bissen ....deswegen ist mein Stoffwechsel so kaputt , ich will nie wieder hungern....Ich stand unter großen Druck weil alle gesagt du musst abnehmen ansonsten passiert das und das...

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ArchEnema 18.06.2016, 16:56
@Candy1982

Siehst du, Fettleber. Ganz ohne Hellseherei. Weil diese Dinge (Übergewicht, Hyperinsulinämie, Diabetes Typ 2, Gallensteine, und eben auch Fettleber!) klassischerweise zusammen auftreten. Kein Zufall.

ich wurde mit meinem Problem alleine gelassen.

Und genau das ist die Schweinerei! Man muss sich alles selbst zusammensuchen, wenn man nicht gerade einen der wenigen wissenden Ärzte erwischt....

Eine Fettleber kriegt man nicht von zuviel Fett im Essen, sondern von zuviel Kohlenhydraten (v.a. Fructose bzw. Zucker). Oder natürlich von Alkoholmissbrauch. Das Leberfett ist nämlich überwiegend in der Leber produziertes Fett (de novo Lipogenese), nicht welches, das man gegesen hat.

Dementsprechend ist Low Carb (nicht Low Fat) die beste und schonendste Strategie, um das in der Leber eingelagerte Fett loszuwerden. In der Bauchspeicheldrüse eingelagertes Fett ist die Ursache für Typ 2 Diabetes - kriegt man das Fett weg, dann kriegt man auch Typ 2 weg.

Sicherlich könnte man statt LCHF auch radikal fasten, das ist nicht die dümmste Idee. Aber dabei baut man eben massiv Muskelmasse ab (->Jojo-Effekt) und stresst die Leber (und das Gemüt) unnötig. Sie braucht Methionin (eine Aminosäure) und Cholin (ein Fettbegleitstoff; Bestandteil von Lecithin) um das Leberfett rauszuschaffen. Also letztlich Eiweiß und Fett. Kohlenhydrate braucht sie nicht. Die produziert sie selbst - und bei Hyperinsulinämie meist zuviel. Vielmehr entlastet es die Leber, wenn sie das gespeicherte Glykogen abbauen kann. Das drückt nämlich zusätzlich auf die Leber, und verbessert ihre Durchblutung und den Stoffwechsel nicht wirklich.

Mariendistel als Leberschutz ist auch nie verkehrt. Ebenso Folsäure und Vitamin B12 (erforderlich um körpereigene Radikalfänger zu recyceln).

Eine von vielen Studien dazu: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/oby.20623/full


Ergebnis: 6 Tage Low Carb bringt genausoviel wie 7 Monate konventionelles Kalorienzählen!

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Candy1982 18.06.2016, 17:05
@ArchEnema

Ja ich mache 2-3 Tage in der Woche No Carb, ich esse auch kein Brot, aber komplett ohne Kohlenhydrate habe ich starke Hungergefühle und fühle mich sehr schwach auf den Beinen, ich halte es dann nicht aus. Ich werde drüber nachdenken, vielleicht ist low- Carb doch nicht so schlecht. Du kennst dich sehr gut aus . Danke lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

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ArchEnema 18.06.2016, 17:09
@Candy1982

Gegen den Hunger isst man einfach gesunde Fette und genug Protein. Daher ja LCHF (low carb, high fat). D.h. neben dem Low Carb nicht auch noch kalorienzählen, sondern sattessen!

Es klingt verrückt, aber ein fettes Ribeye-Steak mit Kräuterbutter ist genau das richtige... Dazu z.B. grüne Bohnen, Kohl, etc.

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Kommt darauf an, ob eine OP nötig ist?

ansonsten kannst du mal mit dem Arzt darüber reden, im Internet findest du bestimmt auch Hilfe!

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