Tip - logische Konsequenz - Tochter erscheint nicht im Hort wie vereinbart!?

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5 Antworten

Deine Tochter hat sehr viel Angst in den Hort zu gehen, was man gut nachvollziehen kann. Hast du denn schon einmal daran gedacht, ihr einen eigenen Haustürschlüssel zu geben, damit sie nach der Schule allein nach Hause gehen kann? Ich nehme an, sie ist in der 4. Klasse? Ab der 5. Klasse gibt es für Kinder keine Hortbetreuung mehr, oder? Bei uns zumindest. Da ist sie dann auch auf sich allein gestellt und muss klar kommen. Wäre jetzt eine gute Gelegenheit, sie darauf vorzubereiten. Wenn du ihr bisher so sehr vertrauen konntest, wird sie dich durch dein Vertrauen, dass du ihr dadurch entgegen bringst, nicht enttäuschen und sich an bestimmte Regeln halten, wenn sie allein zu Hause ist (z.B. dich gleich anzurufen, wenn sie nach Hause kommt; dass die Hausaufgaben gemacht sind, wenn ihr nach Hause kommt etc.). So könntet ihr den ganzen Stress mit dem Hort umgehen und eurer Tochter geht es dann auch wieder gut. Diese Sache jetzt bestrafen, würde ich nicht wirklich. Lieber nach langfristigen Alternativen suchen und mit ihr besprechen, damit sie nicht in den Hort gehen muss, denn besser wird es dort ja anscheinend nicht.

sannyleinschen 08.11.2011, 17:03

Ansich finde ich die Antwort gut von Cora72, trotzdessen finde ich, dass das Kind bestraft werden muss. Sonst denkt das Kind- selbst wenn es im Unterbewusstsein ist: "Das war ja anscheinend gar nicht so schlimm, dass ich mich nicht abgemeldet habe und nicht im Hort war" - und "...dann kann ich das ja öfters machen.". Deswegen würde ich das Kind auf jeden Fall bestrafen. Wie? Hm, vielleicht das sie 3 Tage lang keine Freunde in der Freizeit treffen darf? Das ist zwar hart, aber nur so lernt sie. Computer usw wegzunehmen finde ich immer schwachsinnig- umso größer wird der Reiz danach nur. Ich bin zwar erst 18 Jahre alt, aber ich habe jahrelang gebabysittet & 1 Jahr ein FSJ in einer Grundschule + Hort gearbeitet. Von daher denke ich schon, dass ich die Situation mir gut vorstellen kann.

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Cora72 08.11.2011, 17:19
@sannyleinschen

Du hast schon Recht, aber ich finde, die Umstände, die sie dazu veranlassten, nicht in den Hort zu gehen, sind nachvollziehbar. Ich würde mit ihr auch darüber reden und ihr klar machen, dass es nicht ok ist/ war. Verständnis für ihr Verhalten aufzubringen, ist genauso wichtig, wie von ihr zu verlangen, sich an gewisse Regeln zu halten. Die Zustände in diesem Hort sind ja wirklich nicht tragbar. Ich denke, wenn sie einsichtig ist, versteht sie ihr Fehlverhalten. Man muss ihr auch klar machen, dass sie bei wiederholtem Fehlverhalten mit Konsequenzen zu rechnen hat. Wie diese dann aussehen sollten? Ja, das kommt auf das Kind an. Bei meinem Sohn z.B. reicht es schon aus, wenn ich für ein paar Tage seine Beyblades wegpacke. Das trifft ihn mehr, als wenn ich Hausarrest oder Fernsehverbot erteile.

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Momo1965 08.11.2011, 18:32
@Cora72

Cora72, eine wirklich ganz hervorragende Antwort! Genauso sehe ich das auch! DH!

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kiniro 08.11.2011, 20:37
@sannyleinschen

Ich bin 31 Jahre älter als du und fand Strafen schon von jeher einfach nur ätzend und kontraproduktiv.

Auf Babys aufpassen ist übrigens nicht das Selbe wie sich ums eigene Kind kümmern.

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Cora72 09.11.2011, 10:33
@kiniro

Natürlich sind für Kinder Bestrafungen "ätzend", aber ich denke nicht, dass sie kontraproduktiv sind! Kinder müssen wissen, dass sie bei bestimmten Fehlverhalten mit Konsequenzen (Strafen) zu rechnen haben. Man kann nicht über alles hinwegsehen bzw. "nur" mit dem Kind darüber reden. Sie müssen wissen, dass bestimmte Handlungen nicht erlaubt sind und diese "bestraft" werden - die härte der Strafe sollte von der jeweiligen "Tat" bzw. den Umständen, die dazu führten, abhängen. Ganz straffrei können Kinder nicht davon kommen. Nur so lernen KInder, sich an gewisse Regeln zu halten. Wie sannyleinschen (s.o.) angemerkt hat, würde die Hemmschwelle zu "dümmeren" Taten sinken, weil sie sich im Sicheren wiegen, dass sie keine Strafe zu erwarten hätten. Erwachsene müssen auch für ihre Straftaten mit Konsequenzen rechnen.

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Schon mal daran gedacht, dass es für deine Tochter schlicht und ergreifend ZU stressig dort ist?

Dann noch geschlagen werden - ja da würde ich als Kind auch nicht mehr dort hin gehen. Als Erwachsener würde ich mir das ebenfalls überlegen.

Zu ihrem "Glück" darf sie noch den Kopf für andere hinhalten.

Ihre Grenze überschritten? Davor wurde ja etliche Male auf ihre Grenze getrampelt.

Vergiss diesen ganzen (logische) Konsequenzen-Krempel und versuche Verständnis für sie aufzubringen. Du kannst sauer sein, weil du dir Sorgen gemacht hast - kein Problem. Aber ihr eines "reinwürgen" mit nicht mehr Oma / Opa oder Freundin - das ist in ihrer Lage einfach nur total fies.

Ich denke, dass das auch nach hinten losgehen dürfte.

mikael 09.11.2011, 11:00

Zieh Deine Meinung durch, bei Deine Kinder und ich schwöre Dir, auch Du musst irgendwann erwachen, spätestens in der Pubertät. Dann fällt Dir Dein Liberales Verhalten auf den Fuß?

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Für mich ergibt sich aus der von Dir beschriebenen Situation nur EINE logische Konsequenz: die SOFORTIGE Suche nach einer dauerhaften Alternative zu diesem Hort!

Es tut mir furchtbar leid, aber ich kann Dich nicht verstehen. Du versuchst jetzt, Symptome zu „bekämpfen“, statt Dich der Ursache zu widmen.

Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn sich Deine Tochter nicht an getroffene Vereinbarungen hält, zumal Du sicherlich in Angst und Schrecken warst. Aber in diesem Fall sollte man nicht außer Acht lassen, was zu dieser Situation geführt hat.

Du sagst selbst, dass die Zustände in diesem Hort untragbar sind. Du sagst ebenfalls selbst, dass Du Deine Tochter verstehen kannst, wenn sie dort nicht mehr hingehen möchte. Ich halte Dir natürlich zugute, dass Du immer wieder mal Alternativen organisiert hast, aber auch Deiner Tochter ist bekannt, dass es sich dabei immer nur um Ausnahmen einer für sie traurigen Regel gehandelt hat.

Nimm sie heute Abend in den Arm, drück sie fest an Dich und sage ihr, wie sehr Du in Sorge um sie warst. Erzähle Dir, welche Angst Du hattest, weil ihr ja auch durchaus irgendetwas Schlimmes hätte passiert sein können. Sage ihr auch, wie sich Deine Freundin gefühlt haben muss, die ja auch nichts über den Verbleib Deiner Tochter wusste, bis sie schlussendlich dort auftauchte……. und versichere ihr, dass Du alles daran setzen wirst, eine dauerhafte Lösung zu finden, die sie nicht mehr in dieses Hort zwingt.

Ich wünsche Dir und Deiner Tochter von Herzen, dass es in erträglicher Nähe eine andere Unterbringungsmöglichkeit gibt. Ich weiß zum Beispiel von einigen Kindergärten, Jugendheimen und kirchlichen Einrichtungen, dass sie ähnliche Betreuungsangebote haben.

faith2011 08.11.2011, 19:58

Liebe Momo, Danke für deine Antwort, du hast natürlich mit deiner Aussage vollkommen Recht, aber ich versuche mit Sicherheit NICHT irgendwelche Symptome zu bekämpfen! Ich weiß durchaus, dass es keine tragbare Situation mehr ist und dass ich dringendst eine Alternative finden muss! Deswegen ist sie ja auch nur noch zu 10% überhaupt im Hort und nur wenn es absolut nicht anders geht. Allerdings habe ich leider noch keine richtige Alternativen finden können, sonst wäre sie schon längst nicht mehr da! Tagesmütter sind so teuer (wenn man sie eben JEDEN Tag benötigt und nicht nur ab und zu), dass ich die Kosten leider nicht aufbringen kann. Ich werde meine Arbeit höchstwahrscheinlich reduzieren zum Wohl meines Kindes. Also bitte keine vorschnellen Urteile, ich bin durchaus bemüht so schnell wie möglich eine Lösung zu finden! Ich habe meine Tochter schon längst in die Arme geschlossen und war einfach nur dankbar dafür, dass ihr nichts passiert ist! Nur muss sie auch wissen, dass sie sowas eben nicht machen darf. Und ich möchte sie keineswegs hart bestrafen. Ich möchte ihr lediglich zeigen, dass sie so keine Probleme löst! Wenn ich ihr jetzt das einfach so durchgehen lasse denke ich ist es auch nicht gut.

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Momo1965 08.11.2011, 20:44
@faith2011

Oh weh! Ich wollte Dich in keinster Weise angreifen und schon gar nicht verurteilen. Sollte dieser Eindruck entstanden sein, kann ich mich nur in aller Form für meine ungeschickte Ausdrucksweise entschuldigen.

Ich hatte keinesfalls das Gefühl, dass Du da irgendwie halbherzig an die Sache herangehst. Alles, was ich ausdrücken wollte, war, dass man in punkto „Konsequenz“ vielleicht aufgrund der besonderen Umstände ein bisschen Gnade vor Recht ergehen lassen sollte. Dein Kommentar klingt fast so, als dächtest Du, ich würde in Dir eine ignorante Mutter sehen, die tatenlos zusieht, wie ihr Kind leidet. Das habe ich nicht einen einzigen Augenblick lang gedacht.

Ich war verführt, Dir zu raten, vielleicht Deine Arbeitssituation zum Wohle Deines Kindes zu überdenken. Ich tat es nicht, weil ja nun hinlänglich bekannt ist, dass diesbezüglich längst nicht jeder eine Wahl hat. Umso mehr freue ich mich, wenn das bei Euch zumindest in Erwägung gezogen wird. :-) Das schönste Geld ist nichts wert, wenn die Kinder deswegen leiden müssen.

Ich drücke Euch die Däumchen, dass Ihr eine Lösung finden werdet.

Ach ja… ich las vor kurzem in unserer Zeitung eine Annonce, wo eine Familie nach einer lieben, rüstigen „Ersatz-Oma“ suchte. Vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit. Möglicherweise gibt es in der Nachbarschaft oder näheren Umgebung eine Dame, die sich freut, wenn sie noch eine so wichtige Aufgabe hätte, wie die Betreuung Deiner Tochter.

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faith2011 08.11.2011, 23:07
@Momo1965

Dankeschön :-) ich hoffe auch es ist bald eine Lösung gefunden, glaub mir, ich leide genauso wie mein Kind! Und ich habe ihr auch heute nochmal gesagt, wenn es ihr gut geht, geht es mir auch gut und wenn nicht - dann geht es mir auch schlecht. Habe gerade schlaflose Nächte deswegen. Eigentlich ist es finanziell nicht wirklich möglich, nur deswegen habe ich wieder angefangen in Vollzeit zu arbeiten, aber ich werde jetzt eben schauen wie ich es hin bekomme - wird schon gehen - meiner Tochter zu Liebe werde ich alles dran setzen es irgendwie hin zu bekommen.

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schlummermutter 25.03.2012, 05:08

Mir aus der Seele gesprochen ! Eine Antwort, geprägt von Verantwortung und Liebe zum Kind, das ist echt spitze !

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Oje Manu das sind Sorgen! Deine Tochter möchte einfach nicht mehr in diesen Hort! Kannst du nicht, jemand anderen finden, der deine Tochter in Obhut nimmt? Es gibt doch so viele Tagesmütter! Gebe doch mal eine Anose auf! Ich denke, daß es bei euch, da ihr wohnt auch Stadt Zeitung, oder Gemeinteblatt gibt! Und immer wieder Verbote oder Hausarrest löst das Problem auch nicht! Im Gegenteil, die Mutter leitet auch darunter! Nochmal gesagt, deine Tochter fühlt sich nicht Wohl in diesem Hort!!!! Du kannst auch Hilfe, bei einem Jugendamt holen! Nur mal anfragen dort. Hatte auch mal ein Pflegekind von dort, und die Mutter konnte problemlos Arbeiten! Also handeln, damit wieder Ruhe in deinem Leben reinkommt! Viel Glück!!!!!

Konsequent, sollte man nur sein, wenn das Kind Scheiß... gebaut hat, nur das Problem ist, man sieht nicht richtig durch bei Deinem geschriebenem. Das was Du willst ist mir schon klar, nur ich weiß nicht wie alles Deine Tochter verkraftet hat. Du sagst selber--- weswegen teilweise sehr chaotische Zustände im Hort herrschen. Meine Tochter wurde auch schon geschlagen und keiner hat es mitbekommen oder sie wird für Dinge bestraft wo sie nichts dafür kann. Soviel nur kurz zu den Zuständen im Hort.--- Ich persönlich, würde da auch nicht mehr gern hingehen. Eigentlich, müssen so etwas nur die Eltern entscheiden, sie wissen wie ihr Kind tickt. Eine mitbekommen muss sie, aber nicht so Dolle. Ich bin eigentlich immer für Konsequentes Verhalten, nur bei so etwas tue ich mich schwer, das solltest Du allein einschätzen, ich meine, wer möchte im Hort schon gerne verprügelt werden?

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