Tinnitus Therapien?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Ich hatte vor 5 Jahren eine Ohr OP. Mir wurde der Steigbügel entfernt und ich bekam statt dessen ein Implantat. Direkt nach dem Aufwachen hatte ich ein Ohrgeräusch, das wie Wind rauscht. Endlos, mal stärker, mal schwächer. Ich sagte es sofort nach der OP und bekam Cortison per Infusion. Aber es hat nichts gebracht!

Noch heute ist das Geräusch vorhanden, sodass es manchmal so schlimm ist, dass ich Gespräche schlecht verstehen kann!

Bis auf den heutigen Tag hat man mir keine Therapie vermitteln bzw. mir nicht helfen können. Es gibt aber Selbsthilfegruppen, die man übers Internet findet. Da sollte auch ich mich mal hinwenden!!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich leide schon seit 7 Jahren unter Tinnitus. Am Angang bekam ich eine Infusionstherapie mit Cortison und durchblutungsfördernden Mitteln. Das hat nicht wirklich geholfen. Man müsste das aber auch ganz zu Beginn des Tinnitus machen und da war ich zuerst bei einem Arzt, der meinte, da könne man nichts machen. Es kommt auch darauf an, woher der Tinnitus kommt. Wenn er nicht vom Innenohr kommt, nutzt eine Infusionstherapie nicht. Ich habe einen pulssynchronen Tinnitus. Das heißt, ich höre ständig meinen Puls im Ohr, in einer ziemlich hohen Frequenz. Habe erst vor kurzem durch googeln herausbekommen, dass in diesem Fall die Ursache entweder an einer Gefäßveränderung im Kopf liegt oder an der Halswirbelsäule. Habe auch schon 2 x MRT machen lassen, ich habe weder ein Akustikusneuronom noch eine Gefäßveränderung. Momentan mache ich eine Cranio-sakral Behandlung, weil vor ein paar Monaten das Geräusch lauter wurde. Die letzten 7 Jahre habe ich relativ problemlos damit gelebt. Zur Zeit wechselt es ab, manchmal ist es lauter, dann wieder leiser. Leider ist Tinnitus noch viel zu wenig erforscht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ThomasJNewton 17.11.2016, 18:42

Das wäre dann ganz vielleicht meine krasste Erfahrung mit einem Arzt.

Ich bin dann/damals, weil der Rat war "Rauchen aufgeben" - was kein echter Raucher ohne Not macht - in die Stadtbücherei, danach in die Unibibliothek und danach in die Fachbücherei der hiesigen HNO-Universitäts-Fachklinik.

Dort wurde ich fündig.

Die Geräusche beruhten auf einer schlechten Durchblutung des Innenohrs.
Weil unser "Intelligent Designer" die Arterien zwischen den Halswirbeln durchgeführt hat.
Und bei Verspannungen da auch mal die Durchblutung des Innenohrs leidet.

Darauf angesprochen meinte HNO sinngemäß "alles richtig, und keine Ahnung, warum ich Müll geredet habe".
Sie hat mich dann an einen Chiropraktiker überwiesen, und seitdem ist's gut.

Heißt nicht, dass die Ohrgeräusche komplett weg sind, aber solange ich in der Stadt wohne, höre ich auch "nach hinten raus", also abseits der Straße, nichts. Außer dem Hintergrundrauschen, das in der Stadt immer herrscht.

Gib nicht auf, und vertraue nicht allen Ärzten.
Mir hat damals - die Suche war "zwischen den Jahren", wo keine Arzt Sprechstunde hat - Kopfschütteln geholfen.

0
Manja1707 17.11.2016, 20:21
@ThomasJNewton

Danke! Nein, ich vertraue nicht allen Ärzten. Es ist traurig, dass man sehr viel selbst recherchieren muss und sich informieren, um unter Umständen die richtige Behandlung zu finden. Wir sind ja schließlich keine Ärzte. Oft wird man auch nicht ernst genommen, wenn der Arzt sieht, dass man sich viel Wissen angeeignet hat.

0

Ich leide inzwischen 12 jahre an tinnitus..

Mir wurde mitgeteilt das gegen meinen nichts mehr zu machen ist.. da der schaden wohl zu groß sei.

Das Behandlungsspektrum ist riesig: über Infusionen, Sauerstoff-therapie bis hin zu schröpfen, joga und noch viel mehr...

Hab so ziemlich alles durch... aber wie gesagt.. der schaden ist wohl zu hoch ... und hab wohl zu spät reagiert.

Am anfang kann man wohl noch mehr machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Obwohl meine bisher krasseste Fehlleitung eines Arztes - in diesem Fall einer Ärztin - ein HNO war, kann ich doch nur zum Besuch raten.

Niemand hier kann mehr als Erfahrungen liefern, und ohne nähere Angaben ist all das sinnlos.

Nähere Angaben wären

  • Alter
  • Geschlecht
  • Beruf
  • Familienstand
  • Dauer der Geräusche
  • Art der Geräusche
  • "Laut"stärke der Geräusche
  • Tonhöhe der Geräusche
  • Aktuelle und zurückliegende Erkrankungen
  • Vergangene und gegenwärtige Lärmbelastung
  • Einschätzung, ob freiwillige Lärmbelastung korrekt eingeschätzt wird

Dieses Informationen werden VOR einer Therapie geliefert.
Sogar vor einem Rat.
Und vor einer Diagnose.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meist ist Tinnitus stressbedingt. Dann hilft nur Stressreduktion. Durch Struktur im Tagesablauf (auch ausreichend Schlaf und Frischluft), Ausschalten negativer Einflüsse (nervige Schwiegermutter am Telefon sofort abwürgen😉) und einen entspanneden Ausgleich zum Alltag wie Yoga, Thai Chi oder ähnlichem kannst du ihn vielleicht loswerden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ThomasJNewton 17.11.2016, 18:45

Auf Dauer natürlich.

Aber bei Ohrgeräuschen sollte man ganz schnell was gegen Ohrgeräusche tun.

Sonst sind die Ohren ganz schnell dauerhaft geschädigt.

Das ist nicht spaßig.

0

Einen Tinnitus muss man rechtzeitig behandeln ansonsten wird er chronisch, gegen einen chronischen Tinnitus kann man glaube ich nicht viel machen 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja gibt es...deshalb dringend zum Arzt.
Je eher das behandelt wird, desto besser sind die Chancen das zu therapieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

HNO-Arzt fragen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, kannst dich nur davon geistig trennen, also "überhören"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?