Tiervermittlung aus dem Ausland, löblich oder kontraproduktiv?

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6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was haltet ihr von den unzähligen Tierschutzorganisationen die weltweit mißhandelte, ausgesetzte Hunde und Katzen per Flugpaten nach Deutschland einfliegen lassen?

Ich finde es in Grenzen okay. Wenn man Patenfamilien hat, die die Tiere aufnehmen und vermitteln, kann man auf jeden Fall Tiere aus dem Ausland einfahren. Aber alle zu "retten", ohne für deren Zukunft gesorgt zu haben, da bin ich dagegen. Auch wenn es hart ist, aber man kann nicht die ganze Welt auf einmal verändern, da muss man langsam rangehen.

Findet ihr Tierschutz sollte an der Grenze aufhören, oder eben nicht?

Nein. In Deutschland ist die Tierschutz-Situation weitaus besser als in anderen Ländern Europas. Hier wird kein Tier eingeschläfert, weil es "kein Platz mehr dafür gibt". Im Endeffekt ist es doch egal ob dein Hund aus Deutschland oder Spanien kommt. Hund ist Hund und wenn du dein Tier liebst, ist es dir egal wo er herkommt.

Lösen solche Aktionen wirklich die grundsätzlichen Mißstände die in diesen Ländern an der Tagesordnung sind? Warum wird gerade in südlichen- und osteuropäischen Ländern solchen hilfsbedürftigen Lebewesen mit so wenig Wertschätzung gegenübergetreten?

Schweirige Fragen. Ich weiß nicht, wieso Menschen oft so verantwortungslos gegenüber Tieren handeln. Solche "Aktionen" werden die Sicht der Menschen zu Tieren kaum verändern können. Ich finde über sowas wird zu wenig aufgeklärt. Für die Leute in solchen Länder ist ihre Situation "normal" und man kann sie eigentlich nie vom Gegenteil überzeugen.

Warum lässt es die EU überhaupt zu, dass diese grausamen Tötungsstationen weiterhin in Betrieb sind?

Man kann auch nicht alle Hunde retten. Wo sollten die Hunde denn hin? Für sie müssten Tierheime gebaut werden, Personal eingestellt werden, Futter gekauft werden, Tierärzte bezahlt werden, ... Wer soll das bezahlen? Die EU macht das bestimmt nicht.


Teilweise komplizierte Fragen. Auch wenn ich auch immer positiv zu Tierschutz gestimmt bin: Man kann nicht alle Hunden retten. Man sollte damit anfangen den Menschen klarzumachen, dass Tiere keine Puppen sind. Da vermehre ich sie, da töte ich sie. Auch in Deutschland gibt es zu viele Leute die ihre Hunde sinnlos vermehreren und damit die Besserung der Tierschutzsituationen auf der Welt so gut wie unmöglich machen.

Du bist definitiv DER Kandidat für die hilfreichste Antwort! Keiner hat soviele Pros und auch wirklich sinnvoll begründete Kontras präzise dargelegt wie du es in deiner Antwort getan hast! Mir war klar, dass so eine Frage die User Gemeinde in zwei grundsätzliche Lager spalten würde. Eine Schallplatte hat bekanntlich auch immer 2 Seiten. Deshalb sollte man sich auch immer beide anhören, und sich dann ein Urteil vom Ganzen bilden! Richtig objektiv hast nur du das getan, und deshalb warte ich auch nicht länger, du bekommst verdient den Stern!!! Den anderen lieben Dank für ihre Antworten!

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@Hunde4ever

Sehr gern! Jemand mit dem man auf einer Augenhöhe diskutieren kann, hat es allemal verdient! Ehre wem Ehre gebührt!

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Nein, sie sollte ein weltumspannendes Muss für jeden Menschen sein, denn Tiere sind nun mal Lebewesen. Rettest Du einem Tier das Leben rettest Du im übertragenden Sinne die ganze Welt. Und woher das Tier kommt ist doch egal, wenn es einem Leben voller Schläge, Krankheiten und ohne fressen entgegensieht, sollte man es retten. Tierquäler gibt es nun mal weltweit, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen... In den südlichen Ländern wie Spanien,Italien etc. wurde halt erst zu spät realisiert das Tiere sich rasendschnell vermehren. Kastration wäre zumindest eine langfristige Lösung...

Sicher ist das keine endgültige Lösung - das Problem ist nur: Entweder ausfliegen oder Tötung. Den Tierschützern vor Ort fällt die Auswahl der Kandidaten, die gerettet werden schon so schwer genug.

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