Tierkreiszeichen ...?

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4 Antworten

Hallo cheescake...,
sorry, ich bin eben erst über deine Frage gestolpert!

Korrekt beantwortet, wirds aber ein wenig kompliziert...
"Tierkreiszeichen" werden landläufig (wie auch hier manchmal in GuteFrage) gerne mit den Sternzeichen gleichgesetzt - das stimmt jedoch nicht! Beides unterscheidet sich physikalisch enorm.

Aus der Sicht von der Erde hat man vor tausenden vor Jahren einige Sterngruppierungen herausgefunden (die aber nichts miteinander zu tun haben) und ihnen dann einen Namen gegeben z.B.: "kl.Bär", "gr.Wagen", "Orion", "Plejarden"... Was viele nicht wissen: Es gibt insgesamt 88 Sternbilder (54 nördliche, 34 südliche). Sternbilder haben jedoch ...keinerlei astrologische Bewandnis!
Wer sich auch für andere Sternbilder interessiert wie "Wasserschlange", "Kompass", "Luftpumpe"..., der mag bitte hier schauen: http://deepsky.astronomie.info/constellations.de.php

Aus Sicht der Erde 'wandert' die Sonne nacheinander durch 12 dieser Sternbilder, Widder bis Fische. Es ist ja auch sehr naheliegend, das zu beschreiben, was man von der Erde aus sieht. Man unter­teilte diesen Kreis-Weg (Erd­bahn um die Sonne/Eklip­tik/Tier­kreis) willkürlich in 30 Grad weite Ab­schnitte und benannte lediglich diese "Tier­kreis­zeichen" nach den durch­wander­ten Stern­bildern.
(Um die Verwirrung voll zu machen: Wenn die Sonne also von uns aus anscheinend gerade im Widder steht (die Sonne wandert als Fixstern ja eben nicht), müsste es richtiger heißen, dass die Erde, die sich ja korrekt um die Sonne dreht, "in der Waage" steht.)
Bei der Deutung der Konstel­latio­nen sprach man im 16.Jhd. noch von den Zeichen des Himmels, den "Himel­zaichen", und schaffte daraus später allge­mein­sprach­lich den Begriff Stern­zeichen. Astrologisch relevant sind nur die Zeichen des Tierkreises, die "Tierkreiszeichen"

Durch die geneigte Erd­achse ver­schiebt sich jedoch die rela­tive Stellung des Tier­kreises zum Firma­ment (Stern­bilder sind ja Fix­sterne) in ca. 25780 Jahren durch den ganzen Tierkreis. Das sind gut alle 2.170 Jahre: 30 Grad rückwärts für ein Tier­kreis­zeichen.
(Zur Präzession wird aus ungesicherten Quellen auch mit anderen Zahlen hantiert: Von 25770 bis 25900. Ich nenne hier die 25780 Jahre von dem Institut für Theore­tische Astro­physik, Uni Heidelberg. Die Uni Ulm nennt 25785 Jahre. Verbleibende Unge­nauig­keiten ergeben sich aus der mond­be­dingt eben nicht zu­ver­lässig gleich­mäßigen Erd­ge­schwin­digkeit nach den Kepp­lerschen Gesetzen und Newton­schen Gravi­tation. Die Präzession hat ja auch nur für die schiefe Erde eine Bedeutung)

Zum "Wassermann-Zeitalter"
...
Vor 2100 Jahren defi­nierte Hipparchos von Nikaia (in Bithynien Isnik-Nordtürkei) die "Präzession des Erdachs­winkels" (genau: 23°27, Abb. siehe oben). Etwas, was die "Chaldäer" allerdings bereits rund 600 Jahre vorher zu­mindest als Vor­gang erkannt hatten. Nach Hipparch legte sich damit der Früh­lings­punkt auf der Ekliptik im Stern­bild Widder auf 0° fest.
Damit waren die Tierkreiszeichen also ein-für-alle-mal 'fest'gelegt.
Deshalb sprechen wir jetzt also auch (nach dem Durch­gang durch die Fische) vom Über­gang ins Wasser­mann­zeit­al­ter, was aller­dings letzt­lich, je nach Berech­nungs­grundlage, real erst in 300 - 500 Jahren wirk­lich gesche­hen wird.

So, jetzt hast dus aber komplett, cheesecake! :- )
Oder ganz kurz: Die Sterngruppen, von denen man einige sogar im Sommerhimmel mit bloßen Augen sehen kann, das sind die Sternzeichen/-bilder.
Das, wonach die Astrologen arbeiten, sind die viel zutreffenderen Tierkreiszeichen. (Das mag auch erklären, dass jene Tierkreiszeichennamen oft so gar nichts mit dem Verhalten von Personen gemeinsam haben müssen)


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Das Tierkreiszeichen ist das, was landläufig Sternzeichen genannt wird. Hier beginnt der Widder mit der Frühlingstagundnachtgleiche am 21. März oder der Krebs mit der Sommersonnenwende am 21.6. - abhängig von den Jahreszeiten.

Mit Sternzeichen kann aber auch das Sternbild gemeint sein, das sich im Verhältnis zum Jahreskreis um 1° in 72 Jahren verschiebt. Dies führt gerne zu Verwechslungen. Oder zu dem Vorwurf, Astrologen würden mit falschen Sternzeichen arbeiten.

Um dieser Verwechslung vorzubeugen, verwenden Astrologen lieber den Begriff Tierkreiszeichen, denn sie arbeiten in der Regel nicht mit Sternbildern, sondern mit Tierkreiszeichen, seit vor 2000 Jahren erkannt wurde, dass es nicht Sirius ist, der die Nilschwemme bringt, sondern der Jahreszyklus.



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Halt wie Sternzeichen.

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Fische, scorpion, krebs, wassermann, jungfrau usw

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