Tierhalteverbot allerdings nicht im Mietvertrag festgehalten?

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7 Antworten

Hallo,

Fakt ist mit diesem neuen Urteil nur, dass ein pauschaliertes Hunde-/Katzenhaltungsverbot NICHT mehr rechtswirksam ist.

Im Umkehrschluss bedeutet dies nun aber nicht, dass damit die Hunde-/Katzenhaltung einfach so erlaubt ist.

Vielmehr muss nun die Haltung dieser Tiere mit dem Vermieter abgesprochen werden. Dabei gilt es, die Argumente beider Seiten gegeneinander abzuwiegen - bedeutet: der Vermieter muss seine Verweigerung deutlich und schlüssig begründen können.

Problem dabei ist: Wer entscheidet, welche Argumente und Gründe nun die "wichtigeren" sind - die des Vermieters oder die des Mieters?

Im Zweifelsfall bedarf es dazu also einer richterlichen Entscheidung. Das ist unter Umständen sehr langwierig und teuer ist es auch. Denn derjenige, der "verliert", zahlt nicht nur die eigenen Kosten, sondern auch die Kosten der Gegenseite.

Hält man einen Hund OHNE vorherige Zustimmung des Vermieters, wird es höchstwahrscheinlich Ärger geben. Auch dieser lässt sich dann meist nur gerichtlich schlichten. Im schlimmsten Fall verliert man, muss die hohen Kosten tragen UND aus der Wohnung ausziehen.

Im besten Fall gewinnt man - ständiger Ärger mit dem Vermieter wird dann aber an der Tagesordnung sein. Denn dieser wird dann sicher andauernd bemängeln, dass der Hund Schmutz im Treppenhaus hinterlässt, anhaltend bellt, andere Nachbarn sich beschweren etc. pp. Friedliches Miteinander sieht dann anders aus. Wie heißt es so schön: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn (Vermieter) nicht gefällt ...

Ob man sich das antun möchte, muss jeder selbst entscheiden.

Besser ist es immer, entweder eine gütliche Einigung mit dem Vermieter herbeizuführen oder aber sich eine hundefreundliche Wohnung zu suchen.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von YellowCherish
15.07.2017, 09:54

Hi McBissy,

Sorry, ich hätte eigentlich weiter unten kommentieren müssen, sorry! Habe die falsche "Spalte" erwischt.

Ihre letzt besprochene Thematik betreffend, habe ich noch das gefunden (ohne Gewähr) , bezeichnend unter "einen Hund pflegen", wobei ich annahm, Sie würden sich selbst um das Tier kümmern wollen, kein anderer Besitzer:

https://www.promietrecht.de/Benutzung-der-Wohnung/Streitpunkte/Haustier/Pflegehund-Als-Mieter-auf-einen-Hund-aufpassen-E2835.htm

Um aber 100%ig sicher zu gehen, würde ich persönlich an Ihrer Stelle doch nochmal von fachlicher Seite Erkundigungen einzuholen, bspw. beim Mieterbund.

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Es ist überhaupt nicht generell gestattet Hunde oder Katzen zu halten.

Es ist nur nicht mehr rechtens sie Generell zu verbieten.

Bedeutet:

Der Vermieter MUSS einen ordentlichen Grund aufbringen.

Und ja, natürlich kannst du deine Wohnung verlieren wenn du trotz alle dem einen Hund zu dir holst.

Ein Besucher Hund ist ok, aber das Herrchen zu dem er gehört sollte auch dabei sein. 

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:10

Dann solltest du dich nochmal richtig informieren.

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Kommentar von McBissy
15.07.2017, 02:12

Jetzt müssen Sie mir nur noch verraten, was kindisch sein, mit geeigneter Hundehaltung zu tun hat. Mein Hund, den ich schon vor der Wohnung hatte und jetzt mit bei meiner Mutter wohnt, den ich selber erzogen habe, hört aufs Wort. Er kann viele Tricks, ist sehr gut erzogen. Ich lasse ihn ohne Leine laufen und er hört sofort, wenn ich ihn rufe. Er bellt nur selten und wenn er es macht brauche ich ihn nur anzugucken und er hört auf. Er fühlt sich wohl, er ist nicht unterernährt oder sonstiges. Ich würde alles für ihn tun.

Davon abgesehen, glaube ich nicht, dass ich mir von Ihnen sagen lassen muss, dass ich kindisch bin, wie alt sind Sie denn ? - 5 oder was. Die Kindergartenunterhaltungen dürfen sie gerne mit jemand anderen führen. Ich bräuchte eine vernünftige Antwort, anstatt sowas unqualifiziertes Und anscheinend wird meine Frage nicht verstanden. Es ging nicht darum, ob ich meine Wohnung verlieren würde, wenn ich ohne Erlaubnis einen Hund anschaffe, sondern, ob ich sie verlieren könnte, wenn ich meinen Hund zu Besuch halten würde.
Aber von Ihnen kommt ja doch nichts sinnvolles.

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Dieses Gesetz kannst Du in die Tonne kloppen. Es besagt nur, dass Hunde-/Katzenhaltung begründet abgelehnt werden darf, aber es kein generelles Verbot gibt.

Schwammig, nicht  wirklich hilfreich für Mieter mit entsprechendem Tierwunsch.

Es gibt tausend Gründe warum ein Vermieter diese Tierhaltung untersagen kann. Meist stammen sie aus schlechter Erfahrung.

Meine skeptischen Vermieter wollten Beiweise von mir, dass ich meine Hunde im Griff habe. Mit Nachweisen, dass meine damalige Doggenhündin ausgebildeter Therapiehund ist und der Doggenrüde dahin sich zur Ausbildung befindet,  hat sie überzeugt. Vorab wurde die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft eingeholt. Meine Hunde haben alle Mitbewohner des Mehrfamilienhauses mit ihrem Charme eingewickelt. Sie haben zu einer guten Hausgemeinschaft enorm beigetragen.

Das wünsche ich jedem Hundehalter, dass sein Tier als Bereicherung, statt als Belastung angesehen wird. Dahinter steckt eine Menge Arbeit mit dem Tier.

Es muss kein Hund zum besonders nützlichen Einsatz ausgebildet um akzeptiert zu werden, aber solide Erziehung und Tageseinteilung um nicht auffälig zu werden ist ein Muss.

Ob Fähigkeiten vorhanden sind, kann ein Vermieter nicht einschätzen.  Er geht lieber auf Nr. sicher. Lass Dir was einfallen um Deine Tauglichkeit zur Hundehaltung zuverlässig zu beweisen. Vllt. lässt sich der Vermieter darauf ein. Viel Glück.

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...Vielleicht hilft auch das etwas weiter:

https://ratgeber.immowelt.de/haustierhaltung.html

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:13

Die Seite habe ich gelesen. Genau das steht ja dadrin.. deswegen meine Frage

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:20

Da steht ja leider nur, dass ich das mit den Vermietern dann klären soll, ich fragte nach und sie meinten - nein, auf keinen Fall..

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 01:14

Ehrlich gesagt, interessieren mich meine Nachbarn im Haus, relativ wenig. Das wäre mir also egal. Und eben, auf der Seite steht, dass es gestattet ist, einen Hund zu halten, wenn niemand von dem Tier gestört wird. Mein Hund (hatte vorher schon einen, er lebt jetzt bei meiner Mutter im Haushalt) ist sehr ruhig, tut keiner Fliege was zu leide und bellt auch nicht. Also müsste er ja erlaubt sein, theoretisch. Und genau das ist der Punkt..das Tierverbot steht nicht im Mietvertrag, aber meine Vermieter erlauben es nicht, genau das beantwortet die Seite nämlich nicht.. also dürfte ich ihn theoretisch dann halten oder nicht? Das ist meine Frage

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Hundehaltung ist nicht generell erlaubt. Katzenhaltung zum Beispiel schon, da einheitliche Mietverträge mit ausgeschriebenem Verbot nicht gültig sind - bezüglich Kleintieren. 

Ein Hund fällt nicht mehr unter "Kleintiere", das muss dann mit dem Vermieter geregelt und schriftlich festgehalten werden. Chancen hast du nicht wirklich, Nein.

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Kommentar von monara1988
13.07.2017, 23:00

Katzen zählen in Mietrecht nicht zu den Kleintieren

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:11

Das stimmt nicht! Richtig informieren, dann Meinung preisgeben

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:19

Sry, aber sollte, wenn man nicht das nötige "wissen" hat, auch nicht auf die Frage antworten. Ist nunmal meine Meinung.

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:22

Man*

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Wenn im Vertrag Tierverbot ist dann nein

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Kommentar von McBissy
14.07.2017, 00:12

Richtig informieren!

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Gesetz? Es gibt doch nur ein Urteil.

Und ein Vermieter kann ganz klar sagen: ich will keine Hunde, Katzen weil die meine Wohnung kaputt machen. 

Dann hast du pech, schließlich ist es seine Wohnung und nicht deine. 

wenn du ohne zustimmung dir ein Tier holst, dann kannst du die Wohnung verlieren

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