Tiere und persönlichkeits störungen

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9 Antworten

Ja, vor allem bei falscher Haltung, zu kleinem Gehege, zu wenig Beschäftigung etc. können Tiere krankhafte Stereotypien/Hospitalismus entwickeln.
Elefanten weben dann zum Beispiel, Hamster nagen oder klettern am Gitter, Großkatzen gehen immer am Gitter hin und her ...

Entgegenwirken kann man dem nur durch Verbesserung der Haltungsbedingungen. Wenn das Tier aber schon lange solche Stereotypien zeigt, kann es sein, dass es trotz Verbesserung der Bedingungen nicht mehr davon ablässt. Das sollte einen aber dennoch nicht hindern, die Haltungsbedingungen zu verbessern und dem Tier mehr/bessere/passendere Angebote zur Beschäftigung immer wieder zur Verfügung zu stellen.

Pferde in totaler Boxenhaltung haben zum Beispiel oft Störungen und wirken depressiv. Oder Zootiere. Oder Hunde in Zwingern.... Und generell Tiere die gequält werden sind oft sehr depressiv und verhaltensgestört bzw. sehr passiv oder aber auch aggressiv. Es gibt auch körperlich und geistig zurückgebliebene Tiere (kenne ein Pferd und einen Hund). Das alles gibt es also auch bei Tieren, nur dass es da (fast) niemanden juckt :(

Das kannst du ganz oft in Zoos beobachten. Die Käfige der Raubkatzen (Leoparden usw.) sind leider meistens viel zu klein, und deshalb laufen diese Katzen meistens eine bestimmte Strecke am Gitter entlang. Das nennt man eine Stereotype, also ein Verhalten, das Tiere immer und immer wieder zeigen. Und manche Hunde, die immer wieder falsch behandelt oder misshandelt werden, sind sehr aggressiv und bösartig.

Ja, auch bei Tieren können seelische Störungen auftreten. Das sieht man auch bei allein lebenden Ziervögeln häufig. Entweder die schreien vor Frust oder rupfen sich Federn aus. Andere verhaltensgestörte Vögel sehen in einem Gegenstand (Spiegel, Glöckchen, Plastevögel usw.) eine Art Partnerersatz und balzen ihn ständig an, versuchen den Gegenstand zu füttern... dadurch kommt es dann auch oft zu organischen Schäden.

Auch Katzen können aufgrund von schlimmen Erlebnissen seelische Schäden davon tragen (Aggressivität, übertriebene Angst etc.).

Bei Hunden fallen Persönlichkeitsstörungen auch auf. Bekannte von mir haben einen kleinen Hund, der vermutlich aus einer Massenzucht kommt. Dieser Hund konnte sich während seiner Welpenzeit anscheinend nicht richtig geistig und sozial entwickeln. Der Hund ist bis heute noch seelisch gestört (extrem unsicher & auch aggressiv und misstrauisch). Naja, und die falsche Erziehung der Besitzer tut ihr übriges dazu...

Logisch. Meine Hündin wurde z.B. misshandelt und obwohl sie trotzdem ein absolut liebes Tier ist hat sie auch psychische Schäden davon getragen, die aber teils auch durch eine Schilddrüsenuntergunktion ausgelöst werden (was aber wohl auch mit den Misshandlungen zusammenhängt).

Sie ist übernervös und versucht versucht trotz ihrer Unsicherheit zwanghaft alles unter Kontrolle zu halten - mit neuen oder unbekannten Dingen (seien es Menschen, Hunde oder Orte) kann sie nicht umgehen und verfällt in Stress.

Bei manchen Dingen oder Personen zeigt sie manchmal ganz plötzlich Panik oder hat generell Angst. Demletzt ist hat neben uns mal ein Kind plötzlich mit seinem Roller gebremst und sie hat versucht die Hecke hochzuspringen.

ja, natürlich! v.a. wenn man sich nicht richtig umn sie kümmert, zu lang alleine lässt, nichts mit ihnen unternimmt,spielt etc. z.b. führt einzelhaltung bei pferden meistens zum weben oder koppen. außerdem können alle tiere depressiv werden, sowie sie auch trauern oder sich freuen!

LG

Ja, natürlich können sie!

Ja, wenn man sie z.B. lange alleine lässt...

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