Tierartztkosten-Pferd?

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10 Antworten

1. sind alle unsere Pferde Privatpatienten mit Hausbesuch 2. Impfungen und Wurmkur würde ich nicht mal zu den TA kosten zählen, da das eigendlich präventive Maßnahmen sind und somit eigendlich zu Fütterung und Pflege gehören. 3. Selbst das gesündeste Pferd kann leider einmal Pech haben und sich an irgendeinem Gegenstand verletzen. Eine Risswunde mit Standnarkose und Naht, Versorgung, Medikamenten, Antibiotika = 800 Euro. Wups schon sind die 600 Euro überstiegen. 4. Das Pferd kann mal von einem anderen Pferd getreten worden sein (dann bezahlt die gegenseite bzw. deren Versicherung) 5. Ein Husten geht durch den Stall - sämtliche Pferde erkranken daran. 3 - 4 maliger Tierarztbesuch, mit Medikamenten, Spritzen schon wieder 600 oder 800 Euro weg. 6. Du hast ein Pferd das nie krank wird, super Zähne hat und sich nie verletzt, in 25 Jahren, kommt sehr selten vor, aber es kommt vor. 0 Euro.

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Das Problem bei den Tierarztkosten ist die Nicht-Vorhersehbarkeit. Klar, es kann Jahre geben, wo man den TA nur für Impfungen/Wurmkuren braucht, dann kann es aber wieder Jahre geben, wo man ihn halt doch öfter braucht.

Auch gehen nicht nur "ernsthafte" Krankheiten ins Geld, sondern auch Kleinigkeiten können teuer werden.

Zudem kann - wie Baroque auch schon festgestellt hat - auch bei harmlosen Sachen ein Aufenthalt in der Klinik notwendig sein, weil der Besitzer entweder aus Zeit-/Erfahrungs- oder auch schon gesehen - Umgangsgründen nicht in der Lage ist, das Pferd medizinisch zu versorgen.

Rechne dann noch mit ein, dass man eigentlich regelmäßig die Zähne anschauen lassen sollte und es dem Pferd auch niemals schadet, den Chiropraktiker regelmäßig kommen zu lassen.

Wenn man dann das Pech hat, dass sich bestimmte Dinge häufen (also z.B. Zahnarzt war da, paar Tage später stürzt das Pferd auf der Weide), sollte das finanzielle Polster schon groß genug sein, dass man im Falle eines Falles nicht nur den Tierarzt rufen, sondern dann auch noch die notwendige Behandlung kostenmäßig stemmen kann.

Es ist auch keine Garantie, dass ein Pferd beim Vorbesitzer jahrelang völlig gesund war, dass es dann beim neuen Besitzer auch so bleiben wird. Umgang und Haltungsbedingungen scheinen meiner Erfahrung nach unendlich viel Einfluss auf die Gesundheit und das allgemeine Befinden eines Pferdes zu haben und da scheinen schon minimale Unterschiede große Wirkungen zu haben.

Zu denken, dass ausgerechnet dein Pferd ja bestimmt nicht so hohe Tierarztkosten haben wird, um sich das ganze "schön zurechnen" kann und wird mit ziemlicher Sicherheit irgendwann mal nach hinten losgehen.

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Die Tatsache ist, dass Pferde sehr empfindliche Tiere sind. Sie können schnell Probleme durch falsches Futter bekommen oder sich auf der Weide verletzten. Man sollte beim Rechen nicht nur vom Idealfall ausgehen, sondern schon einkalkulieren, dass ein Pferd auch mal krank wird und dafür finde ich 600 € noch günstig angesetzt.

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Hallo,

die fixen Kosten sind hier Wurmkur und Impfungen. Bei den Impfungen ist es so, dass vieles geimpft werden kann, aber nicht alles sinnvoll/nötig ist. Die Wurmkur wird auch oft vom Stallbesitzer aus an alle Pferde im Bestand verteilt (sonst macht das Entwurmen keinen Sinn). Ich zähle die Kosten aber trotzdem zu Tierarztkosten. Wurmkuren werden immer abgewechselt.

Ich würde da durchschnittlich mal 25 € pro Wurmkur nehmen. Das hast du 4x pro Jahr.

Bei den Impfungen hängt es wie geschrieben davon ab was du genau impfen lässt. Hat dein Pferd eine gewünschte Impfung nicht braucht es erstmal eine Grundimmunisierung und da sind die Kosten wieder höher als für die Folgeimpfung. Pauschal lässt sich das nicht sagen.

Wenn du damit hinkommst ist ja alles gut. Das ist aber vermutlich sehr selten der Fall. Bei den Krankheiten kann dein Pferd nichts haben oder ständig 'hier' schreien. Du siehst also hier ist nichts kalkulierbar.

Nimmst du den Bereich 'Tierarztkosten' etwas weiter und nimmst die Kosten für deine Stallapotheke mit hinzu kommen halt noch ein paar Euro für Wundsalbe, was auch immer du hast, dazu. Denn sicherlich behandelst du einen kleinen Kratzer ja selbst.

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Kommentar von Tina1985
03.12.2013, 17:26

Ich sehe gerade ich habe die Zähne vergessen: Die sollten 1x jährlich kontrolliert werden. Wenn dann was ist muss das Pferd für die Behandlung sediert werden. Das kostet auch nochmal extra.

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Huhu dribble,

die Impfungen und Wurmkuren sind natürlich nicht so teuer, so einige Pferde haben aber schonmal ein kleines Weh-Weh-chen. Ob es nun ein Husten ist, ein blöder Zahn, ein Tritt oder eine Wunde die behandelt werden muss, das kostet alles Geld (na wer hätte das gedacht!).

Ich bin der Meinung dass man immer mindestens 1000 Euro fürs Pferd erspart haben sollte. Wird es nun wirklich krank hat man wenigstens ein bisschen was (ein bisschen weils schnell teurer werden kann) ums Pferd behandeln zu lassen.

Die 600 Euro sind damit doch ziemlich realistisch und das ist das mindeste worauf man sich einstellen sollte.

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Also: 600 Euro im Jahr ist noch günstig angesetzt. Das Pferd einer Freundin hat sich auf der Koppel beim kabbeln mit anderen pferden am Auge verletzt. Das ganze kostete ca 2500 Euro, da das Tier in einer Pferdeklinik notoperiert werden musste. Mit einer Kolik biste da auch ganz schnell mit 1000er Bereich. Und selbst so "Simple" Sachen wie Sehnenzerrung etc können sehr schnell sehr teuer werden.

Ein dauerhaft gesundes Pferd kostet dich im jahr vielleicht 200 Euro für Impfung Entwurmung. aber davon darf man nicht ausgehen. Probleme / Unfälle / Krankheiten sind schnelle rda als gedacht und können extrem teuer werden. Ich rate jedem sich erstmal gute 2000 Euro auf ein Sparbuch zu legen für solche Fälle.

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Hatte pro Pferd in 10 Jahren 1.450 EUR, also 145 EUR /Jahr + Kosten für Entwurmung, das macht aber auch nicht der TA.

Wir haben aber auch Einsteller, die sich nackt machen, wegen der TA-Rechnungen. Es kommt auf den zustand des Pferdes an, das eigene Vermögen mit Kleinigkeiten umzugehen, ein Händchen für die Fütterung, was eine besondere Beobachtungsgabe voraussetzt.

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Kommentar von Baroque
03.12.2013, 12:01

Auch ein sehr wichtiger Punkt. Ich hatte neulich einen Abszess bei meinem (wohl ein Stich, der sich abgekapselt hatte), der richtig billig abging ... weil meine Tierärztin mich gut genug kennt, dass sie mir das Material zum täglich selbst behandeln da hat lassen und mir vertraut hat, dass ich definitiv weiß, wann Antibiose und Entzündungshemmer sein müssen und wie lange ich mit Ingwer arbeiten kann. Wenn ich mir vorstelle, dass mich 3 Wochen lang täglich spülen bestimmt je Tag 50 Euro gekostet hätten plus 3x Antibiose zu je 30 Euro plus Entzündungshemmer ... uff. Da wär schon wieder viel Geld weg gewesen.

Auch die Fütterung. Es treten so viele fütterungsbedingte Probleme auf, die teuer behandelt werden müssen. Wer hat hier schon das Wissen? Wenige interessierte, trau ich mich mal behaupten.

Und auch wenn ich vieles selbst machen kann, letztes Jahr brauchte ich die Klinik ... 3.000 Euro, bis ich Pferdchen wieder hatte plus danach aufgrund des Stress in einer Klinikbox sein zu müssen statt in der gewohnten Herdenhaltung schwaches Immunsystem und bei jeder Kleinigkeit "hier" geschrieen.

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Impfungen etc, können schon ins Geld gehen. Und dann kann man auch nie wissen, ob das Pferd ernsthaft erkrankt oder nicht.. Und dann können die Kosten extrem steigen.

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Das kann echt variieren. Grundkosten für Impfen gibt es halt. Das sind im Jahr verschwindend geringe Zahlen (200 Euro je nachdem). Dann kann aber immer was dazu kommen, Verletzungen mit offenen Wunden, Lahmheit, Kolik.... das geht dann schnell in den Tausender Bereich.

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Ja das stimmt schon... auch wenn das Pferd nicht erkrankt ist . ich hab schon bis zu 300 € im Monat gezahlt!

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