Tiefenschärfe etc. - auch mit Digitalkamera möglich? Was empfehlt ihr mir?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Qualität ist eine Frage des Maßstabs. Eine Spiegelreflekmaera, die vor 6 Jahren gute Bilder geschossen hat, ist heute nicht automatisch schlecht, nur weil es Geräte gibt, mit denen man hochauflösendere Bilder machen kann. Ich möchte mir z.B auch demnächst eine neue DSLR von Nikon kaufen, da ich seit 6 Jahren die D200 habe. Nicht weil die D200 keine guten Bilder mehr schießt (die sind tiptop), sondern, weil die neuen für mich interessante Neuerungen mitbringen (z.B Videoaufnahme).

Du musst dir also die Frage stellen: Was erwarte ich von einer Kamera?

Wenn es nur die Tiefenschärfe ist (ich kann dir gleich sagen, dass es nicht nur die Tiefenschärfe sein wird), dann tut es eigentlich jede DSLR, die jemals auf den markt gekommen ist. Das ist einfach nur eine Frage der Sensorgröße und die ist bei den diversen Marken immer gleich. Es gibt das APS (C) Format und das Vollformat. Je größer der Sensor, desto größer die mögliche Unschärfe.

Ich empfehle dir eine APS Größe 8egal ob Canon, Sony, Nikon...nur nicht Olympus, da dort besonderst kleine Sensoren verbaut werden), da diese sehr günstig geworden sind. Selbst neue Modelle kriegt man (bei Nikon) schön für 500 Euro. Gebraucht sind die älteren (Profi/SemiProfi) noch günstiger zu haben.

Wenn du eine DSLR hast, stellt sich natürlich die Frage nach einem Objektiv. Das ist das zweite Kriterium, wenn es um die Unschärfe geht. Objektive haben immer zwei Angaben, die Brennweite und die Maximale Blendenöffnung, also z.b 50mm 1:1.8, bzw. bei einem zoom 18-200mm 1:3.5-5.6. Je kleiner die Zahl nach dem Doppelpunkt ist, desto mehr kannst du mit der Schärfe spielen, zumindest in Verbindung mit einem großen Sensor.

Zoomobjektive haben von Natur aus weniger Spielraum, als Nichtzoomobjektive. Gerade wenn du nicht viel Geld ausgeben willst, erhälst du wohl nur ein Standardzoom mit bescheidenen leistungen - sollte jedoch fürs Hobby reichen.

hab dir hier ein Angebot aus Ebay gefischt:

http://www.ebay.de/itm/Nikon-D5000-SLR-Digitalkamera-18-55mm-VR-2-Akkus-Ladegerat-KFZ-/110750553983?pt=DE_Foto_Camcorder_Digitalkameras&hash=item19c93f577f

Das ist eine Neu kamera, wenn auch nicht das neueste Modell, für 420 Euro aber ein gutes Angebot. Leider kenne ich dein Budget nicht. Billiger geht natürlich immer, allerdings dann meistens das Objektiv und es können nur die neueren mit integriertem Ultraschallmotor von Nikon (bzw. Sigma, Tamron) benutzt werden. Die kann man auch gebraucht kaufen - allerdings kommst du dann wieder bei bestimmt 400 Euro raus.

So, das wars fürs erste. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Tiefenschärfe, also der Bereich, der vor und hinter dem scharf eingestellten Motiv scharf oder eben unscharf abgebildet wird, hängt von 3 Faktoren ab:

  • Brennweite
  • Abstand Motiv-Kamera
  • Blendenöffnung.

Mit langer Brennweite (Tele) ein Motiv in großem Abstand (Entfernung) und offener Blende fotografiert ist er gering, mit Weitwinkel im Nahbereich und geschlossener Blende extrem groß.

Das hängt also weder vom Preis noch der Art der Bildaufzeichnung, analog (Film) oder digital (CCD-Chip) ab.

Bei Kompaktlameras mit kleinem Aufnahmeformat tritt er allerdings nicht so deutlich zu Tage, aber das ist tphysikalisch nicht so einfach zu erklären (Bildkreis).

Für den Einstieg genügt eine Gebrauchte, beim Händler bekommst du ein Jahr Gewährleistung.

Viel Erfolg und viel Spass

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MunichMadame
13.10.2011, 00:45

Danke für die ausführliche Antwort! Was muss ich denn beim Kauf einer Gebrauchten beachten? Wann ist eine Kamera "noch gut" und wann nicht mehr bzw. was muss sie können, damit sie was taugt?

0
Kommentar von DerKaterkatz
13.10.2011, 12:05

Es gibt noch einen 4ten Faktor: Die Projektionsgröße (oder auch Sensorformat). Je größer die Fläche in der kamera ist, auf der das Bild vom Objektiv geworfen wird, desto größer wird die möglich erzielbare unschärfe. Das ist der maßgebliche Grund, warum ein 1:1.8 Objektiv einer Spiegelreflexkamera wesentlich mehr unschärfe erzeugt, als ein 1:1.8 Objektiv an einer herkömmlichen Videokamera, bzw warum mit Fachkameras geschossene Fotos bei Blende 38 immernoch starke Unschärfen aufweisen.

0
Kommentar von DerKaterkatz
13.10.2011, 12:05

Es gibt noch einen 4ten Faktor: Die Projektionsgröße (oder auch Sensorformat). Je größer die Fläche in der kamera ist, auf der das Bild vom Objektiv geworfen wird, desto größer wird die möglich erzielbare unschärfe. Das ist der maßgebliche Grund, warum ein 1:1.8 Objektiv einer Spiegelreflexkamera wesentlich mehr unschärfe erzeugt, als ein 1:1.8 Objektiv an einer herkömmlichen Videokamera, bzw warum mit Fachkameras geschossene Fotos bei Blende 38 immernoch starke Unschärfen aufweisen.

0

Naja,in welcher Preisklasse sollte die Kamera denn sein ? Meine Digitalkamera und die meiner Freunde,die so um die 100 € oder darunter gekostet haben,können das leider nicht.Dort kann man ja auch nicht die Blende selbst einstellen,und damit hängt das ja zusammen,also dass beispielsweise der Vordergrund scharf gestellt ist,während der Hintergrund unscharf ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MunichMadame
12.10.2011, 23:09

Naja, um die 200 Euro wären schon drin, viel mehr aber nicht.

0

Nun hat es ja schon viele richtige Antworten gegeben und du hast dich schon mit dem Gedanken an eine DSLR angefreundet. Das ist gut.

Die Frage nach der Eignung einer Gebrauchten ist hierbei recht einfach zu beantworten: kein. :) Preislich kann eine Gebrauchte DSLR schon interessant sein, jedoch solltest du beachten, dass bei den preiswerteren Einsteigerkameras der Verschluss ungefähr 100.000 Auslösungen schafft und du keine Möglichkeit hast, diese Anzahl zu prüfen. Du musst also dem Verkäufer vertrauen, denn ein defekter Verschluss bedeutet bei diesen Kameras einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Da würde ich lieber eine EOS 1100D kaufen und nach und nach meinen Objektivpark ausbauen. Wenn es bei dem Hobby bleibt, ist in 1-2 Jahren ein neuer Kamerabody kein Thema. Ein gutes Objektiv hingegen hast du fast ein Leben lang. ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerKaterkatz
15.10.2011, 14:32

Es gibt eine Möglichkeit, die Anzahl der bisher geschossenen Bilder (bzw. der Auslösungen) zu überprüfen.Diese stehen nämlich in der EXIF Datei eines jeden Bildes. Der Windows Explorer listet diese nur nicht. Mit einem externen EXIF-reader geht das aber sehr wohl.

Es ist also überprüfbar, wie oft eine Kamera benutzt wurde :)

0

Wenn Du mit der Tiefenschärfe spielen, also diese beeinflussen willst, brauchst Du eine Kamera, die neben der Vollautomatik auch noch Zeit/Blendenautomatik und womöglich sogar eine manuelle Einstellmöglichkeit hat. Haben auch viele "bessere" Kompakt-Kameras. Noch besser und auf längere Sicht das einzig Wahre ist natürlich eine Spiegelreflex-Kamera. Die Einsteigermodelle kosten auch nicht mehr als eine Kompakte der gehobenen Preisklasse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es heißt Tiefenunschärfe. Tiefenschärfe hat jedes Foto^^

Das geht mit Kameras, wo man die Blende einstellen kann. Kleiner Blendenwert, und ein bisschen reinzoomen, dann erhöht sich die Hintergrundunschärfe. Geht mit Kompakten nicht, weil die meist keine Einstellungsmöglichkeit haben mit der das individuell gemacht werden kann. Mit meiner Bridge (etwas veraltet, Kodak Z8612IS) geht das aber prima.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Krantikari
12.10.2011, 23:45

ich sag : schärfentiefe ! ;-)

ist das denn so wichtig ?

Wer sich wirklich für Fotografie interessiert, wird sich sowieso ganz anders damit beschäftigen wollen !

macht doch die interessenten nicht gleich kirre ;-)))

0
Kommentar von ulfklose
13.10.2011, 13:37

Falsch, es heißt Schärfentiefe. Weil es bei diesem Begriff darum geht, wie tief der Schärfebereich ist.

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Schärfentiefe

0

Hi, die Tiefenschärfe hängt ab vom Sensor (je kleiner, desto mehr Tiefenschärfe), vom Objektiv, je weitwinkliger, desto mehr Tiefenschärfe, von der LLichtstärke, je mehr abgeblendet (lichtschwächer), desto mehr Tiegfenschärfe, von Abstand Objekt zu Kamera, je weiter, desto mehr Tiefenschärfe. Also brauchst Du eine Kamera mit großem Sensor, guter Lichtstärke und ein Nahtele (Makrotele) bzw. geringer Objektabstand und weit entfernter Hintergrund. Die gezielte Unschärfe nennt sich Bokeh. Ideal wäre für Dich die Canon S95. Ansonsten Evil oder DSLR bzw. Bridge mit großem Sensor (Canon G11, G12, Lumix LX5, Nikon P7100, P7000, Samsung ex1, Olympus XZ1 etc.Gruß Osmond http://forum.digitalphotographywriter.com/topic/17-canon-s95-vs-7d-depth-of-field-comparison-bokeh/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo ! Toll das es immer noch Menschen gibt, die sich für Fotographie interessieren !!!

Du kannst dir eine gebrauchte Digital - Spiegelreflex Kamera leisten! es muss ja nicht die neueste sein !

Wie wäre es mit einer gut erhaltenen 400 D canon ? hier im Forum sollte doch sowas zu finden sein ?

haaallllooo, hat denn keiner noch so was rumliegen ?

OK dann nicht, du bekommst sehr guenstige digitale Spiegelreflexkameras im Internet! 2 Objektive

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MunichMadame
13.10.2011, 00:46

Auch an dich die Frage: Wann ist eine Kamera "noch gut" und wann nicht mehr bzw. was muss sie können, damit sie was taugt?

Und warum sind 2 Objektive nötig? Warum reicht nicht eins? Bin wie gesagt noch absoluter Anfänger und habe keine Ahnung :-)

0

Ja, die Tiefenschärfe wird durch das Objektiv ausgelöst - durch die Blende und nicht durch den Fototräger (Film, Chip). Also achte darauf, dass du die Blende einstellen (also nicht nur Automatik) kaufst. Also eine Spiegelreflex o ä.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?