Tiefe depressionen wie überwinden trotz der Therapien ,habt ihr vllt Tipps zum überwinden?

9 Antworten

Hallo SnowWhiteReally,

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht: Auch wenn es sich momentan anders anfühlt - Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt einen Weg aus der Depression! Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben sich aus der Umklammerung ihrer Depression befreien können und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele für solche verzerrten Denkmuster:

  • Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

  • Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: Bei mir läuft immer alles schief. Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

  • Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonstwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest. Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch fand ich in der Bibel einige trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann. Hier sind einige Texte, die mir besonders gut gefallen:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10)

"Er heilt, die gebrochenen Herzens sind, und verbindet ihre schmerzhaften Stellen." (Psalm 147:3)

Gott tröstet „die Niedergeschlagenen“ (2. Korinther 7:6)

"Erniedrigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch zur gegebenen Zeit erhöhe, wobei ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er sorgt für euch " (1.Petrus 5:6,7)

Ich finde, diese Schrifttexte machen eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn auch Gott nicht die Depressiven durch ein Wunder von ihrer Krankheit befreit, kann er ihnen doch zum einen die Weisheit geben, die richtigen Schritte im Kampf gegen die Krankheit zu unternehmen und zum anderen die Kraft geben, die schlimmen Gefühle zu ertragen und nicht unterzugehen.

Andererseits gibt er uns das Versprechen, dass er eines Tages sogar jegliche Krankheit ausmerzen wird. Dieses Versprechen gibt er uns in Jesaja 33:24, wo es heißt: "Und kein Bewohner wird sagen: „Ich bin krank.“ Dem Volk, das in [dem Land] wohnt, wird sein Vergehen verziehen sein". Das Schönste aber ist: Die Zeit für die Erfüllung dieser Verheißung liegt nicht mehr in allzu ferner Zukunft!

Ich hoffe sehr, Dir durch diese Gedanken etwas zur Ermunterung gegeben zu haben und Du mir es nicht übel nimmst, dass ich auch einige religiöse Aspekte mit einbezogen habe.

Liebe Grüße

Philipp

Hallo,

ich habe im letzten Jahr auch Therapie gemacht, weil ich solche Gedanken hatte. Ich muss sagen: Auf lange Sicht hat es nichts gebracht.

Die Gespräche waren nicht tiefgreifend und bei den Medikamenten lernt die Depression einfach nur noch größere Hürden zu überschreiten. Daher empfinde ich deinen Wunsch nach Ablenkung als sehr zweifelhaft, wenn auch begründet.

Ich möchte dir aber zwei Dinge an die Hand geben die mir geholfen haben....

  1. Mach dir klar, woher deine Gedanken kommen. Es ist eigentlich klar: Schmerzen und Verletzungen, die wir meistens in der Kindheit einstecken mussten. Aber wichtig ist, dass du weißt, dass es einen Grund dafür gibt. Der Grund ist das Problem, nicht DU bist das Problem. Und daher sind deine Empfindungen und Gedanken wie ein Fremdkörper, der eigentlich nicht zu dir passt.

  2. Mach dir deine Grenzen bewusst, die du heute hattest und die du evtl. in der Kindheit hattest. Das sind 2 paar Schuhe - als Kind sind wir emotional lebensabhängig von den Erwachsenen. Unsere Grenzen sind da unheimlich eng. Aber mit der Einschränkung unserer Macht / Kraft damals, ist auch unsere Verantwortung eingeschränkt. Was immer dir passiert ist, es hat mit dir, deiner Verantwortung und deinem wahren Wesen nichts zu tun. Lasse in dir den Zorn zu, wenn er auftaucht - denn Zorn ist ein Gefühl der Abgrenzung und in diesem Fall gesund. Versuche den Zorn auf die Menschen von damals oder das Schicksal zuzulassen und dich von Dingen zu trennen, die ein Fremdkörper sind.

In deinem jetzigen Zustand ist es dir vllt nicht möglich allzulange diesen Zorn zu behalten. Mach dich nicht fertig, das ist zur Zeit noch eine aktuelle Grenze für dich. Nimm keine Verantwortung auf dich, wo du keine Macht darüber hast und überschätze dich nicht. Es ist wichtig, das gesunde Maß für sich selber zu wählen, so klein es auch sein mag. Denn DAS kann niemand, außer du selber. Deshalb liegt das auch zu 100% in deiner Verantwortung. Lass dir also auch nicht von anderen Menschen, egal wie hochgestellt sie sein mögen, erzählen, was für dich das Richtige sei, wenn du auf dem schmalen Grat deiner Identität wandelst. Es ist ein Bereich, den uns niemand geben oder nehmen kann, egal wie gut oder schlimm die Menschen sind.

Ich weiß wie du dich fühlst,habe 3 Aufenthalte in einer Klinik für Suizidgefährdete hinter mir,Depressionen führten bei mir zu einigen Versuchen mit der Klinge aber das ist nicht das Thema,ich habe mir selber gesagt das es so nicht weiter gehen kann,ich war so am Boden und hab es trotzdem letzt endlich alleine Geschaft aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen,Alles kam mir sinnlos vor,14 versuche mir das Leben zu nehmen sind fehlgeschlagen,ich habe wirklich versucht nicht daran zu denken,es war so gut wie unmöglich denn Abends kam immer alles wieder hoch,ich habe viel Musik gehört allerdings nur traurige Lieder oder welche die über selbstmord handeln,ich habe Tags über in der Schule alles automatisch verdrängt,da ich durch meine Freunde abgelenkt war,aber wie gesagt abends ging es los,ich habe lange nach einer Lösung Gesucht,SPORT war meine Lösung,ich bin nach der Schule nachhause,Hausaufgaben erledigt,verabredet und dann abends richtig ausgepowert beim laufen und Krafttraining,hab mich noch im Fußballverein angemeldet.danach kannst du garnicht mehr an andere Sachen denken als dich auszupowern und dann kommst du nach Hause,isst mit deiner Familie gehst duschen und legst dich sofort hin und schläfst am besten noch "föhliche" Lieder aus den Charts Pop hip hop oder alles andere nur keine "traurigen".Und das jeden Tag von vorne.So überwindest du deine Depressionen gut,aber verschwinden werden sie dadurch nicht,bei mir geht das jetzt schon 18 Monate so,ich habe trotzdem selbstnord Gedanken und würde es am liebsten auch probieren aber ich denke gründlich drüber nach und frage mich was bringt mir das ? Ich bin doch kein Verlierer Typ,ich kann nicht aufgeben,und ich habe mir zwar meine Handgelenke entstellt durch die selbstmord versuche aber es ist ein Zeichen das ich stark geblieben bin und ich gebe dir einen guten Rat, Du darfst nicht ein einziges Mal an selbstmord denken wenn du in Depressionen steckst,den Tipp kann ich jedem geben,du verfällst in einen Teufelskreis und irgendwann ist es soweit das du es versuchst,und immer wieder neu wenn es nicht klappt,nach wirklich 14 versuchen habe ich intensiv nach einer Lösung gesucht und das ist sie. Versuche es mal,bitte,ich wünsch dir wirklich unendlich viel Glück,viel Kraft und Viel Spaß beim Sport,

Mfg. 99tmns :)

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