Tiefdruckgebiet und Hochdruckgebiet

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4 Antworten

hi,

Es ist schwierig das in ein bis zwei Sätzen zu erläutern, die bekanntesten Tiefdruck- bzw. Hochdruckgebiete sind die Zyklone und die Antizyklone, dass sind dynamische Luftdrucksysteme. Bei der Zyklone wird im Kern die Luft durch Druckunterschiede noch oben angehoben (Laienhaft; angesaugt), auf dem Weg noch oben kühlt sich die Luft ab (adiabatisch) und sinkt dann wieder ab, auf dem Weg nach unten erwärmen sich die Luftmassen und werden zu einer Antizyklone (Hochdruckgebiet), die erwärmte Luft strömt nun von innen nach aussen zur nächsten Zyklone deren Luftmassenbewegung von aussen nach innen ist. Bei Antizyklonen können sich aufgrund der Inversionslage keine Wolken bilden. Zyklone drehen sich aufgrund der Erdrotation auf der Nordhalbkugel linksherum, auf der Südhalbkugel rechtsherum. Die Druckunterschiede werden durch Geschwindigkeitsänderungen der Luftmassen in der Höhe ausgelößt.

Dieses Zusammenspiel der Druckunterschiede sorgt dafür das die Gasmassen sich nicht stapeln können, also das schwerste nach unten, das leichteste noch oben.

Bei diesem Prozeß spielen sehr viele Naturgesetzmäßigkeiten zusammen sodaß es unmöglich ist den genauen Fortgang die Wechselbeziehung voraus zu sagen, das einfachste ist, zu behaupten das es chaotische Zustände sind.

mfg

Mit Luftdruck ist das Gewicht einer gedachten Luftsäule gemeint. Diese Luftsäule hat einen bestimmten Durchmesser, bzw. Fläche mit der sie auf den Erboden drückt.

Wenn du jetzt den Luftdruck, über genau der gleichen Stelle, in einer größeren Höhe messen würdest, misst du ein geringeres Gewicht. So funktionieren z.B. Höhenmesser.

Wenn du dir auf einer Wetterkarte die Hoch- und Tiefdruckgebiete ansiehst, ist in den Hochdruckgebieten die Luftsäule höher und in den Tiefdruckgebieten niedriger. Dieses wird natürlich, mehr oder weniger schnell, ausgeglichen. Dadurch entsteht Wind. Durch die Corioliskraft wird der Wind abgelenkt und es kommt zu einem Wirbel.

Die Linien, die du auf der Wetterkarte findest, geben die unterschiedlichen Luftdrücke an, die während der Analyse gerade auf dieser Linie herrschte, oder herrschen soll. Je dichter diese Linien, die sog. Isobaren, an einander liegen, desto höher ist das Gefälle zwischen dem jeweils höheren und niedrigeren Druck. Je höher das Gefälle, desto stärker der Wind. Wie stark dieser wird, kann du auf mittels eines Zirkels, mit dem du die Entfernung der Isobaren misst, und einem speziell für diese Region angefertigtem Windlineal ermitteln.

Du hast dir Mühe gegeben, aber die Frage nicht beantwortet!

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@mineralixx

Du fragtest, ob sich der Druck auf den Boden bezieht. Genau das habe ich dir im ersten Satz beantwortet. Ob die sich in der Luftsäule befindende Luft nach oben oder unten bewegt, spielt hier keine Rolle. Den beim Luftdruck handelt es sich um eine skalare Größe, also um eine nicht eindeutig gerichtete Größe ( wie eine Vektorgröße).

Solltest du noch weitere Fragen hierzu haben, werde ich sie, sofern möglich, gerne beantworten. Verstehe mich bitte nicht verkehrt, aber nur auf eine klar definierte Frage, kannst du eine definierte Antwort erwarten.

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Es gibt verschiedene Modelle dazu.

In der Meteorologie wird für verschiedene Szenatirien, verschiedene Luftdruckkarten angewendet. Vornerein gesagt; auf Bodenhöhe ist normaldruck im Schnitt 1013hPa und schwankt halt je nach Drucklage um wenige hPa ab.

die Wetterkarten aus dem Wetterbericht zeigt aber weder den Druck am Boden, noch den Druck einer bestimmten Höhe an. Sondern die Höhe der 500hPa Grenze. Man hat sich das wie eine Bergkarte vorzustellen. Die hPa Höhe ist zwischen 5,5 und 6km.

Eine andere bekannte Karte ist die 800hPa Karte, wird aber weniger verwendet. Sie spielt sich bei ca 2km Höhe ab.

Die Angaben werden immer auf NN umgerechnet angegeben. Es gibt aber auch Luftdruckkarten für z.B. 4000 m über NN.

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