Thrombose/Embolie

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Eine Thrombose entsteht ja meist irgendwo anders im Körper, typischerweise in den tiefen Venen der Becken- und Oberschenkelregion. Dieser Prozess dauert meist mehrere Tage oder länger und geht oft unbemerkt vonstatten. Während einer Operation entsteht in der Regel also keine relevante Thrombose. Wenn man erstmal eine hat, kann ein Teil des thrombotischen Materials abbrechen (das ist tatsächlich ne ziemlich bröckelige Substanz) und mit dem Blutkreislauf richtung Herz geschwemmt werden. Dieser Transport geht entsprechend der Blutflussgeschwindigkeit schnell, wenige Sekun den. Hat man also eine manifeste Thrombose ist es durchaus möglich, dass sich nun ausgerechnet während der OP ein Thrombus löst und z.B. in die Lungenarterien einschießt, was man dann Lungenembolie nennt. Gerade bei OPs gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, an eine Embolie zu kommen. So kann es bei OPs am Knochen zu sogenannten Fettembolien über die Knochensinusoide (die Venen da drin) kommen, bei denen fetthaltiges Knochenmark als Embolus fungiert, in der Endoprothetik kann verwendeter Knochenzement eine ähnliche Reaktion wie eine Embolie hervorrufen, selbst bei Kaiserschnitten kann es eine Fruchtwasserembolie geben. Zudem sind nach einer OP die Chancen auf Entstehung einer Thrombose udn damit auch Embolie größer, da an den "Schnittstellen" der Blutgefäße sich immer Blutgerinnsel bilden können.

Fazit: Eine typische Thrombose entwickelt sich langsam, einmal losgerissen richtet ein Thrombus aber sehr schnell eine Embolie an. Während der OP entwickelt sich eine Thrombose nicht so schnell, allerdings kann es im Rahmen einer OP aus anderen Gründen zu Embolien kommen, oder ein bereits bestehender Thrombus, den man nur noch nicht entdeckt hatte, reißt sich los.

das kann man nicht sagen. ein thrombus gelangt nicht zwangsläufig in die lunge, er kann sich auch auflösen. wenn man operiert wird (also wegen was anderem), kann sich ein thrombus bilden. der kann dann auch schnell bei der lunge sein oder sonstwo.

Das kann man so nicht festlegen. Bei funktionierendem Blutkreislauf wird das gesamte Blut spätestens nach 2-3 Minuten einmal "rundherum" gepumpt. Zur Auflösung von Thrombosen werden Medikamente gegeben.

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