Thomas Mann - warum ins Exil?

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Laut Elisabeth Mann in der TV-Serie "Die Manns" nur wegen seiner Frau. Die hatte in famliären Angelegenheiten wohl die Hosen an. Er selbst wäre laut Elisabeth wohl "treu und brav" in seiner Münchener Villa geblieben.

Später hat man erfahren, dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Abenteuerlich auch die Rettung sehr wichtiger Manusskripte und Tagebücher durch seinen Sohn Golo aus seiner Münchener Villa, als er bereits im Exil war.

Die Manns hielten sich während der Machtergreifung in der Schweiz auf, blieben dort, denn da Katja Mann Jüdin und ihre Kinder infolgedessen Halbjuden waren, mussten sie in Deutschland mit Verfolgung rechnen. In der Tat ist Th. Manns Haus in München bald von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden. Als ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt wurde, außerdem das Einbürgerungsverfahren in der Schweiz sich hinzog, schließlich deutsche Truppen in Österreich und ins Sudetengebiet bzw. in die „Resttschechei“ einmarschierten, fühlte man sich in der Schweiz nicht mehr sicher (Slogan damals: „Das mit der Schweiz erledigt die Hitlerjugend!“). Ein Angebot an Th. Mann, an der Princeton University einen Lehrauftrag zu übernehmen, kam den Manns deshalb sehr gelegen. So sind sie nach Amerika ausgewandert und nahmen dort bald die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Der Vater seiner Frau war Jude, außerdem war er auch als Intellektueller nicht sonderlich beliebt, auch wenn er nicht direkt gegen das 3. Reich gekämpft hat

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